Jeffrey Hunter
Henry Herman McKinnies junior, geboren am 26. November 1926 in New Orleans, stand schon als Kind auf der Bühne. 1950 wurde er für den Film entdeckt und gehörte bald zu den ganz großen unter Hollywoods Wild West-Helden, der auch schon mal Elvis Presley ausstach ("The Way To The Gold" 1957: Presley hatte $250.000 Gage verlangt, Hunter begnügte sich mit $150.000 - heute etwa 3 Mio € .)
Als 1965 durch die Auseinandersetzungen zwischen GENE RODDENBERRY und der Fernsehgesellschaft NBC die Entstehung von STAR TREK in Frage gestellt schien, fasste Jeffrey Hunter den folgenschweren Entschluss, seine führende Rolle in der neuen Serie wieder abzugeben. Anders als viele andere "Film-Cowboys" (beispielsweise DeForest Kelley, siehe unten) verkannte er, dass die große Zeit des Western in den USA zu Ende ging. Nach seinem Ausstieg aus STAR TREK konnte er nicht wieder Fuß fassen, in Wechselwirkung damit stellten sich neben familiären auch zunehmend gesundheitliche Probleme ein. Er wirkte nur noch sporadisch an TV-Serien und an europäischen Billigproduktionen mit.
1969 erlitt Jeffrey Hunter einen fatalen Sturz, wahrscheinlich infolge eines Schlaganfalles. Der allererste TREK-Star starb am 27. Mai 1969 in Los Angeles, er wurde 42 Jahre alt..
Majel Barrett
Majel Leigh Hudec, geboren am 23. Februar 1932 in Columbus (Ohio), hatte vor ihrem Einsatz in "The Cage" nur eine Handvoll kleiner Rollen. Doch dass ihr STAR TREK-Auftritt als 'Nummer 1' mit der Streichung dieser Rolle endete, lag allenfalls teilweise an darstellerischen Schwächen:
Star Trek-Schöpfer GENE RODDENBERRY wollte 1964 unbedingt einen weiblichen Führungsoffizier bringen, glaubte jedoch wohl selbst nicht recht daran, das so etwas möglich sei... Als Ergebnis sehen wir eine 'Nummer 1', die beides nicht ist. Sie darf weder als wirkliche Frau agieren, noch hat sie tatsächlich irgend wen zu führen oder irgend etwas zu leiten ... Und: Aus heutiger Sicht auch kaum noch denkbar: Nach dem Durchfallen vor der Kamera wurde sie -quasi als 'Entschädigung'- vom Produzenten geheiratet. Doch RODDENBERRY's fortgesetzter Versuch, ihr im Nachhinein doch noch eine Hauptrolle zukommen zu lassen, scheiterte: Die super-blonde "Enterprise"-Krankenschwester 'Christine Chapel' blieb 23 Episoden und zwei Filme lang eine Kleinrolle. Auch außerhalb von STAR TREK tingelte Majel Barrett von Nebenrolle zu Nebenrolle.
Nach ihrer beachtlichen Leistung als vielseitige Synchronsprecherin in den "Animated Series" erhielt sie schließlich eine bescheidene, aber existenzsichernde "Lebensstellung" als Computerstimme, die sie durch sämtliche Serien und Filme behielt und noch unmittelbar vor ihrem Tod im elften Kinofilm "Star Trek" (2009) ausübte. Ihre Ansagen wurden in den USA derart populär, dass die meisten amerikanischen Bahngesellschaften die "Voice of Star Trek" engagierten, um Waggon-Durchsagen für die Personenzüge aufzuzeichnen ...
Endlich, nach mehr als zwanzig Jahren, gelang ihr doch noch der Durchbruch in STAR TREK: 1987 wurde sie 'Lwaxana Troi', die furios-überdrehte Mutter von Captain Picard's Beraterin 'Deanna'. Sie gab diese Rolle insgesamt neun Mal, genug um ein unvergänglicher Bestandteil des STAR TREK-Universums zu werden. Ihr beachtlicher Einfluss auf die gesamte Produktion der Serie brachte ihr den wohlwollenden Beinamen "Mrs. Star Trek".
Zwischen 1999 und 2005 versuchte sie sich mehrfach als Produzentin weiterer SciFi-Serien, wiederum mit mäßigem Erfolg.
Majel Barrett Roddenberry starb im Alter von 76 Jahren am 18. Dezember 2008 in Bel Air bei Los Angeles.
Leonard Nimoy
Leonard Simon Nimoy wurde geboren am 26. März 1931 in Boston als Sohn ukrainisch-jüdischer Einwanderer und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Er spielte ab dem achten Lebensjahr regelmäßig Laientheater. Mit zwanzig Jahren ging er nach Hollywood, wo er sich lange Zeit mit kleinen und kleinsten Rollen durchschlug. Schließlich, 1964, die Planung von STAR TREK war in vollem Gange, suchte man für die Alienrolle 'Spock' einen "langen dürren Kerl", und GENE RODDENBERRY erinnerte sich an den auffallend hageren Kleindarsteller, mit dem er schon mehrfach gedreht hatte ...
Wenig später war 'Spock' der einzige Charakter, der aus dem abgelehnten Pilotfilm überlebte, und er wurde zum eiskalten Super-Logiker weiterentwickelt. Doch Leonard Nimoy empfand diese Rolle bald als unangenehm, er hasste es, ständig im Schatten des übermächtigen 'Kirk' zu stehen und als Dialogpartner des moralisierenden 'Dr. McCoy' den grotesken Part abzugeben. Dabei entging ihm völlig, dass 'Mister Spock' eigentlich die zentrale Kultfigur der Serie ist. Nach dem Abdrehen der "Animated Series" lebte er gar eine zeitlang in China(!), weil er den Namen 'Spock' nie wieder hören wollte. Zwar gab er im Lauf der Jahre vielfältige größere Rollen in Filmen und Fernsehserien, doch für das Publikum blieb er stets der 'Mister Spock'. Seine Unzufriedenheit mit dieser Situation gipfelte darin, dass sowohl den "FareWell-Part"* im Pilotfilm zu "The Next Generation" als auch einen 'Ehrenauftritt' im siebten Kinofilm* an der Seite von 'Kirk' und 'Scotty' ablehnte.
Ab Mitte der 90er Jahre kam der unfreiwillige Held in's Rentenalter - und langsam zur Ruhe. Es folgten bedeutende Rollen, wiederum im SciFi-Bereich, die ihm -nicht zuletzt durch den 'Spock-Bonus'- gute Erfolge einbrachten. 2009 schließlich gelang ihm mit der Darstellung des betagten Spock in J.J.Abram's "STAR TREK"-Wiedergeburt ein krönender Doppel-Abschluss, sowohl für seine Schauspiel-Karriere als auch für den 'Spock'-Charakter.
Am 5. Oktober 2011 gab der 80−jährige Kultstar seinen vollständigen und endgültigen Rückzug aus dem Film- und Fernsehgeschäft bekannt. Was ihn jedoch nicht daran hinderte, ein gutes Jahr später einen lukrativen 'Ehren-Auftritt' im zwölften Kinofilm "STAR TREK into Darkness" mitzunehmen.
Vier Wochen vor seinem 84. Geburtstag erreichte er, nach langer Krankheit, seine "final frontier": DER zentrale STAR TREK-Kultmine starb am 27. Februar 2015 in Bel Air bei Los Angeles.
William Shatner
William Alan Shatner, am 22. März 1931 in der kanandischen Metrolpole Montreal geboren, hatte bereits eine langjährige Bühnenerfahrung und mehr als 60(!) größere Film und Fernsehrollen hinter sich, als er 1965 die zentrale Rolle in STAR TREK übernahm. Mit ausgeprägtem komischen Talent und genialer Mimik kreierte er den ungestümen, stets überlegenen Super-Captain, der bei der Mehrzahl der Zuschauer großen Anklang fand und doch - zwangsläufig - umstritten blieb.
William Shatner galt auch im realen Leben als Draufgänger. Während so mancher Kollege am Set gar nicht glücklich damit war, für alle Zeit auf STAR TREK festgelegt zu sein, genoss er seinen 'Kirk', identifizierte sich teilweise mit ihm. Als er ab 1982 in der Serie "T. J. Hooker" die Titelrolle als aktionsreicher Straßenpolizist gab, verballhornte man sein Auftreten mit dem Spruch "Old starship captains never die, they just become Hookers" ("Alte Raumschiff-Kapitäne sterben niemals, sie werden zu Hookers", wobei im amerikanischen Jargon 'Hooker' auch 'Straßenmädchen' bedeutet).
Nachdem der inzwischen 63−jährige im siebten Kinofilm "Generations"* einen übermächtigen, jedoch eher schwerfälligen Part geliefert hatte, wurde es ruhiger um ihn. Er gab zwar weiterhin vielfältige, jedoch meist kleinere Rollen.
2006 wurde ihm die Teilnahme an einem Space Shuttle-Flug angeboten, doch William Shatner fühlte sich einem realen Raumflug nicht gewachsen und verzichtete. Er fühlte sich schwer getroffen, als ihm 2008 die Mitwirkung bei der Produktion von J.J.Abram's "STAR TREK"-Wiedergeburt versagt wurde - in der 'Hass-Partner' Leonard Nimoy eine Hauptrolle spielt -
Als Darsteller in -eher bodenständigen- Serien ist der über 80−jährige Star-Mime bis heute unverändert erfolgreich. 2012 kehrte er nach mehr als 50 Jahren an den Broadway zurück und spielt in einer Ein-Mann-Show... sich selbst ...
Nachdem Leonard Nimoy* und Grace Lee Whitney* kurz nacheinander das Universum verlassen haben, ist William Shatner nunmehr der älteste noch lebende TREK-Star.
James Doohan
James Montgomery Doohan, geboren am 3. März 1920 im kanadischen Vancouver, arbeitete bereits in den 1930er Jahren beim Rundfunk. Er nahm als Offizier der Britisch-Kanadischen Artillerie 1944 an der Landung in der Normandie teil und wurde schwer verwundet, verlor einen Finger. In den 1950er Jahren wirkte er als Sprecher und Stimmenimitator an mehreren tausend(!) Rundfunksendungen mit und sammelte erste TV-Erfahrungen in... frühen SciFi-Serien. Es folgte eine Vielzahl von Gastrollen in den verschiedensten Fernsehserien, bei denen er immer wieder durch seine enorm wandlungsfähige Sprechweise auffiel. Als man für STAR TREK einen Raumschiff-Ingenieur mit fremdländischem Akzent suchte, wurde er zum Casting eingeladen... die Geburtsstunde des schottisch-sprechenden 'Scotty'. Zur sprecherischen Hochform konnte er dann in den "Animated Series" auflaufen: Neben 'Scotty' gab er in der Trickfilmserie noch weiteren 52(!) Charakteren seine Stimme. Zudem gilt er als Initiator der von Marc Okrand kreierten klingonischen Sprache.
Wie die meisten Classic-TREK-Stars hatte James Doohan in den 1970er Jahren zunächst Schwierigkeiten, andere Rollen zu finden, war er doch gar zu sehr auf die Darstellung des schottischen Chefingenieurs festgelegt. Erst mit dem Erfolg der STAR TREK-Kinofilme konnte er wieder regelmäßig auch an anderen Film- und Fernsehproduktionen mitarbeiten.
Im Jahr 2000 zog er sich, von Alter und Krankheit gezeichnet, weitgehend vom Geschäft zurück. James Doohan starb am 20. Juli 2005 in Redmont (Washington) nach langer schwerer Krankheit; er wurde 85 Jahre alt.
Eine Mikro-Urne mit seiner Asche sollte am 28. April 2007 (nach anderer Quelle am 3. August 2008) im Weltraum bestattet werden, zusammen mit der des frühen NASA-Astronauten Gordon Cooper und des STAR TREK-Produzenten John Meredyth Lucas, was jedoch fehlschlug; erst ein zweiter Versuch am 22. Mai 2012 brachte 'Scotty' tatsächlich in's All.
George Takei
George Hosato Takei wurde am 20. April 1937 in Los Angeles geboren, er ist der jüngste Darsteller der Classic-Besatzung. Obwohl seine Vorfahren bereits seit Generationen US-Bürger waren, verbrachte er einen Teil seiner Kindheit im Internierungs-Gefängnis, als einer von rund 120.000 Amerikanern japanischer Abstammung. Den Namen George erhielt er nach dem damaligen britischen König George V, den sein Vater sehr verehrte.
Seine Eltern, erfolgreiche Immobilienmakler, ließen ihn zunächst zum Architekten ausbilden. Zum Film kam er eher zufällig, als 1956 jemand gesucht wurde, um englische Synchrontexte für aus Japan importierte Filmproduktionen zu sprechen. In einer Zeit voller Kriegs- und Antikriegsfilme war er bald ein gefragter 'Japaner'-Darsteller, der bereits mehrere Dutzend Rollen gegeben hatte, als er mit 28 Jahren in die -betont internationale- STAR TREK-Besatzung gecastet wurde.
Doch George Takei blieb vielseitig, was unter anderem dazu führte, dass er fast die Hälfte der zweiten STAR TREK-Staffel fehlte, weil er in dieser Zeit anderweitig an einem großen Filmprojekt* arbeitete. Nach dem Ende der Serie konnte er weiterhin in vielfältigen Film- und Fernsehproduktionen mitwirken und ist bis heute ein gefragter und vielbeschäftigter Darsteller. Als vorläufiger Höhepunkt seiner Karriere muss die Mitwirkung an der Serie "Heroes" gelten, in die er im Alter von 70 Jahren einstieg.
Im Jahr 2005 äußerte er sich öffentlich darüber, dass er seine sexuelle Orientierung jahrzehntelang verbergen musste, um nicht diskriminiert zu werden. Drei Jahre später konnte er seinen jangjährigen Partner Brad Altman offiziell heiraten, dieser führt seitdem ebenfalls den Namen Takei.
2007 erhielt der Asteroid 1994 GT9 die Bezeichnung "7307 Takei".
DeForest Kelley
Jackson DeForest Kelley wurde am 20. Januar 1920 in Atlanta (Georgia) als Sohn eines Pfarrers geboren. Er ist der Senior unter den TREK-Stars und war auch der erste*, der das Universum verließ.
Ironischerweise wollte er ursprünglich Arzt werden, doch dazu kam es nicht, weil er im Alter von 17 Jahren bei einem Verwandtenbesuch in Los Angeles "kleben" blieb, um mit aller Leidenschaft seinen Weg als Schauspieler zu machen. Nach etlichen Bühnenauftritten stand er 1943 zum ersten Mal vor der Kamera, für einen Lehrfilm der U.S. Navy. Ab 1945 gab er weit über hundert Film- und Fernsehrollen, vor allem im damals allgegenwärtigen Western-Genre, bis RODDENBERRY ihm 1963 die Rolle des Alien-Charakters 'Spock' anbot. Zwar fühlte er sich für den Part des grotesken "langen dürren Kerls" nicht geeignet (der wenig später an den wesentlich größeren (und elf Jahre jüngeren) Leonard Nimoy ging), doch er blieb in der engen Auswahl für STAR TREK.
Der Mann mit dem warmen Südstaaten-Akzent galt als ausgesprochen freundlich und umgänglich, er war der einzige Hauptdarsteller am Set, der zu keiner Zeit gegen irgend einen seiner Kollegen eine Feindschaft hegte -und- er war mehr als fünfzig Jahre lang mit der selben Frau verheiratet. Er selbst bezeichnete STAR TREK als seinen größten Erfolg, gestand aber, lieber Western gedreht zu haben, weil dort überwiegend im Freien gearbeitet wurde, und die Beengtheit einer Studio-Bühne lag ihm nicht.
Nach dem Absetzen der Serie spielte er zunächst noch eine Handvoll kleinerer Rollen, doch nach dem Ende der "Animated Series" zog er sich - mit Mitte fünfzig - bereits weitgehend zurück und beschränkte sich auf seine Glanzrolle als 'Dr. McCoy' in den Kinofilmen. Er war als einziger bereit, 1987 den Start der 'Picard'-Crew* mit einem Gastauftritt im Pilotfilm zu unterstützen.
DeForest Kelley galt als leidenschaftlicher Raucher, er erkrankte an Magenkrebs. Am 11. Juni 1999 verstarb er, 79−jährig, in Woodland Hills bei Los Angeles.
Nichelle Nichols
Grace Nichols wurde am 28. Dezember 1932 in Robbins (Illinois) geboren, ihre Vorfahren waren überwiegend Afro-Amerikaner (ein europäischer Urgroßvater). Sie verschrieb sich von kleinauf dem Jazz-Gesang und Showtanz, bereits mit 16 Jahren tourte sie als Frontfrau mit dem Duke Ellington-Ensemble. Bald war die talentierte Schönheit mit dem traumhaften Körpermaßen "89-58-95" ein "Dauerläufer" am Broadway, wo sie von GENE RODDENBERRY für STAR TREK entdeckt wurde. Er nahm sie unter Vertrag, zunächst ohne eine konkrete Rolle für sie zu haben, einfach aus der Überzeugung heraus, dass die "Enterprise" unbedingt eine farbige Offizierin haben müsse.
Ihre 'Uhura' war die erste Rolle überhaupt in Amerika, die über das Dienstboten-Klischee farbiger Frauen hinausging. Rassistische Anfeindungen waren damals auch am STAR TREK-Set allgegenwärtig, und als schließlich sogar ihre Fanpost kontrolliert und unterschlagen wurde, war sie 1967 entschlossen, das Team zu verlassen. Kein geringerer als Martin Luther King suchte sie persönlich auf, und er überzeugte sie, diese neue Zukunftsvision nicht aufzugeben, in der auch Schwarze richtige Menschen sind... Eine Generation später, im Jahr 1992, erklärte die erste farbige Astronautin Dr. Mae C. Jemison* 'Uhura' zu ihrem großen Vorbild.
Nach dem Absetzen der Serie beschränkte Nichelle Nichols sich weitgehend auf die Mitarbeit an den Kinofilmen. Hauptberuflich arbeitete sie bis 1987 bei der NASA als Betreuerin der Astronauten-Anwärter. Zu ihrem 'Schützlingen' gehörten u.a. der erste farbige Astronaut Guion Bluford und der erste weibliche Astronaut Sally Ride.
Ende der 80er Jahre kehrte sie mit großem Erfolg als Sängerin auf die Showbühne zurück, daneben ist sie wieder regelmäßig in Film- und Fernsehrollen su sehen und blieb dabei dem SciFi- und Fantasy-Genre weitgehend treu. Neben George Takei wirkte auch sie 2007 an der Serie "Heroes" mit.
Nichelle Nichols ist bis heute eine gefragte und erfolgreiche Künstlerin, sowohl auf der Bühne als auch vor der Kamera.
Grace Lee Whitney
Mary Ann Chase wurde am 1. April 1930 in Ann Arbor bei Detroit (Michigan) geboren. Sie begann als singender Kinder-Star im Radio. Bald tourte sie mit wechselnden Orchestern durch Clubs und kleinere Bühnen. Mit 17 Jahren stand sie unter dem Künstlernamen Ruth Whitney zum ersten Mal vor der Kamera, und es war gleich eine Hauptrolle in einem Western. Doch weitere Film- und Fernsehrollen blieben selten und unbedeutend, etwa wie ihre uncreditierte Kleinrolle in Billy Wilder's Klassiker "Some Like It Hot" ("Manche mögen's heiß"). Ihre Hauptbeschäftigung in den 50er Jahren war ein fester Statistenjob in einer Broadway-Show, an deren Verfilmung sie 1954 (ebenfalls uncreditiert) mitwirkte.
Ab etwa 1960 war sie regelmäßig in Fernsehserien präsent, auch weiterhin in meist kleinen Rollen. In STAR TREK jedoch spielte sie von Anfang an eine Hauptrolle... eine gar zu starke Rolle für das Frauenbild dieser Zeit... Nach nur acht Wochen wurde sie ausgebootet !
Doch sie war fortan eine bekannte und beliebte Seriendarstellerin. Mit dem STAR TREK-Revival in den Kinofilmen wurde sie als Serien-"Urgestein" wiederentdeckt und erhielt regelmäßig Gastauftritte, dagegen machte sich die inzwischen 60-Jährige in anderen Serien zunehmend rar. 1996, nach der Revival-Episode Voy 45 (44)*, hoffte sie auf eine neue Serie um die "Excelsior", zusammen mit George Takei ('Captain Sulu'). Doch diese Hoffnung erfüllte sich nicht. Bis in die jüngere Vergangenheit gab sie ihre Rolle immer wieder in verschiedenen Folgeproduktionen. (Details in der Internet Movie Database.)
Knapp zwei Jahre lang* war Grace Lee Whitney der älteste noch lebende TREK-Star. Sie starb am 1. Mai 2015 in Coarsegold (Kalifornien), nach schwerer Krankheit und exakt einen Monat nach ihrem 85. Geburtstag.
Walter Koenig
Walter Marvin Koenig kam am 14. September 1936 in Chicago zur Welt. Seine Eltern, jüdische Einwanderer aus Litauen, hießen ursprünglich 'Königsberg'. Von ihnen übernahm er den bekannten russischen Akzent, den er im normalen Leben nicht verwendet.
Ab 1962 stand er regelmäßig als Kleindarsteller vor der Kamera und kam dabei auch mit GENE RODDENBERRY in Kontakt. Doch als STAR TREK startete, so berichtete er später, hielt er zunächst überhaupt nichts von dieser Serie mit ihren "Styropor-Felsen-Kulissen". Das änderte sich grundlegend, als er ein Jahr später in die Rolle des "Quoten-Russen" gecastet wurde.
Die Figur des 'Pavel Chekov' galt bei den Machern der Serie als 'Risiko', deshalb bekam er anfangs nur Verträge für jeweils eine Episode, die von Woche zu Woche verlängert wurden. Doch der einerseits recht gut aussehende, andererseits auffallend grotesk agierende junge Mann eroberte die Herzen der STAR TREK-Zuschauer im Sturm und wurde alsbald zur ultimativen Kultfigur. Dennoch wurde er, aus Kostengründen, bei der Produktion der "Animated Series" ausgebootet*. Um so intensiver geriet später sein Einsatz in den STAR TREK-Kinofilmen... einschließlich des peinlichen Drehbuch-Fehlers* bei der Begegnung mit dem 'Khan' in ST 2*
Die Popularität von 'Pavel Chekov' verhalf Walter Koenig zu größeren Rollen in einer Vielzahl von Filmen und Serien. Neben seiner Arbeit vor der Kamera tourte er jahrzehntelang über Amerikas Showbühnen. In den 80er und 90er Jahren wirkte er als Dozent für Schauspiel und Regie an der Kalifornischen Universität von Los Angeles und an weiteren Hochschulen.
Mit über 75 Jahren steht Walter Koenig zwar seltener, aber noch immer regelmäßig vor der Kamera.
Patrick Stewart
Patrick Hewes Stewart, geboren am 13. Juli 1940 in Mirfield (Yorkshire, England), spielte schon mit zwölf Jahren Theater. Aus einfachen Verhältnissen kommend, gelang ihm mit Fleiß und Beharrlichkeit die Ausbildung zum Schauspieler. Bereits 1966 wurde er in das Kernteam der Royal Shakespeare Company aufgenommen. Nach einigen Shakespeare-Verfilmungen blieb er ab 1982 dauerhaft beim Film und siedelte nach Los Angeles über, wo er schließlich als Idealbesetzung für die Rolle des 'Captain Picard' entdeckt wurde. Er gab diese Rolle zwischen 1987 und 2002 insgesamt 181 Mal und erntete Weltruhm. Daneben wirkte er in einzelnen Episoden und Filmen als Regisseur bzw. Produzent mit. Eine Vielzahl weiterer großer Film- und Fernsehrollen folgten.
Ab 2006 wurde der 66-Jährige auch wieder an der Bühne tätig und feierte erneut gewaltige Erfolge in Shakespeare-Auführungen in London und in der Shakespeare-Stadt Stratford. Doch als ultimativen Höhepunkt seiner Karriere bezeichnete er den 2. Juni 2010: Kurz vor seinem 70. Geburtstag empfing er von Königin Elisabeth II. den Ritterschlag für seine 'Verdienste um die Schauspielkunst'.
Sir Patrick Stewart ist weiterhin ein weltweit gefragter Charakterdarsteller, der auf Englands Bühnen und vor den Filmkameras der Welt seinen Mann steht. Sein Privatleben dagegen scheint von einer gewissen 'Unstetigkeit' geprägt:
1990, nach 24 Ehejahren von der Choreografin Sheila Falconer, der Mutter seiner beiden Kinder geschieden, war er ab 2000 für drei Jahre mit der knapp 15 Jahre jüngeren STAR TREK-Produzentin Wendy Neuss verheiratet; es folgte eine Liaison mit der fast 40 Jahre jüngeren Schauspielerin Lisa Dillon. Im September 2013 heiratete der inzwischen 73−jährige Star-Mime die 42 Jahre jüngere Jazz-Sängerin Sunny Ozell.
2015, kurz nach seinem 75. Geburtstag, äußerte sich Sir Patrick sichtlich genervt darüber, dass er -mehr als 20 Jahre nach dem 'Abmustern'- noch immer gar zu häufig auf 'Captain Picard' angesprochen wird. Er bezeichnete seine STAR TREK-Zeit als "antike Geschichte", an die er sich kaum noch im Detail erinnern kann ...
Anfang März 2017 macht er erneut Schlagzeilen, als er plötzlich und unerwartet die Einbürgerung in die USA beantragt. Erklärter Hintergrund ist seine Opposition gegen die Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump, gegen die er als Ausländer nicht aktiv werden kann...
Jonathan Frakes
Jonathan Scott Frakes, geboren am 19. August 1952 im kleinen Ort Bellefonte (Pennsylvania), ist der Sohn eines Literatur-Professors, der ihn schon früh an sein eigenes Hobby, die Jazzmusik heranführte. Ab seinem zehnten Lebensjahr spielte er Posaune, mit zwölf startete er in einer Schüler-Band.
Nach dem Schulabschluss begann er zunächst ein Psychologie-Studium, doch ein Jahr später, nach einem Ferienjob am örtlichen Theater, wechselte er in die Schauspiel-Klasse. 1976, direkt nach seinem Master-Abschluss, ging er nach New York, wo er innerhalb eines Jahres den Sprung an den Broadway schaffte. Zwei Jahre später begann er als Seriendarsteller in Hollywood und konnte sich bald in größeren Rollen* zeigen. 'Commander Riker' war bereits seine sechste permanente Rolle in einer Serie; weitere folgten. Zu seinem markanten Vollbart kam er eher zufällig: Er trug ihn 1988, in der ersten Staffelpause von "The Next Generation", für eine andere Produktion, und fand Gefallen daran ...
1990 führte er zum ersten Mal Regie*, eine Tätigkeit, die sein Schaffen fortan zunehmend bestimmte; unter anderem schuf er den brillanten achten Kinofilm "First Contact"*
Genau wie Altstar DeForest Kelley galt Jonathan Frakes stets als ausgesprochen freundlich und umgänglich, und -genau wie dieser- ist er seit Jahrzehnten mit der selben Frau verheiratet. Er war Ko-Autor einer SciFi-Erzählung und wirkt seit 2005 als Hochschullehrer für Film- und Fernseh-Regie. Daneben ist er in Abständen immer wieder in kleinen Rollen zu sehen, konzentriert sich jedoch schon seit Jahren vor allem auf die Arbeit hinter der Kamera.
Brent Spiner
Brandt Jay Spiner , geboren am 2. Februar 1949 in Houston (Texas), hatte nach dem frühen Tod seines Vaters (Dezember 1949) eine wechselvolle Kindheit mit Adoptionen und Namensänderungen.
Er entdeckte sein Interesse für die Schauspielerei während der Oberschulzeit, angeregt durch den großartigen Lehrer für darstellende Kunst Cecil Pickett, aus dessen Klassen mehr als ein halbes Dutzend späterer Hollywod-Stars hervorgingen. Dem Schauspielstudium an der Universität seiner Heimatstadt folgten regionale Theater- und Filmrollen. Nach mehreren Fehlschlägen gelang ihm der Sprung nach New York, wo er ab Ende der 70er Jahre u.a. am Broadway spielte und an ersten Fernsehproduktionen mitwirkte. 1984 verschlug ihn ein Theater-Gastspiel nach Los Angeles... Der 35−jährige fühlte sich nun 'reif für Hollywood ' - und blieb.
Von nun an war er regelmäßig in größeren Fernsehrollen zu sehen. Nach dem Abschluss von "The Next Generation" konnte Brent Spiner nahtlos seine Erfolge fortsetzen, der nunmehrige Weltstar war gefragter den je. Doch die Vielzahl von Aufgaben in Zusammenhang mit der 'Data'-Rolle blieben das Rückgrat seines Schaffens, neben den STAR TREK-Kinofilmen und den Gastrollen in "Enterprise" gehören dazu bis heute Videospiele, Talkshow-Auftritte...
Nach dem Film-Tod seines Charakters 'Data' im Jahr 2002* kehrte er an den Broadway zurück, wo er nun wieder regelmäßig als Entertainer und Sänger auf der Bühne steht. Parallel dazu wirkt er an weiteren TV-Produktionen mit.
Marina Sirtis
Marina Sirtis, geboren am 29. März 1955 in London, wuchs unter einfachen Verhältnissen in einem Arbeiterviertel auf. Neben Englisch sprach sie von kleinauf auch die Sprache ihrer Eltern: Griechisch. Sie setzte sich über die Ablehnung ihrer konservativen Familie hinweg und nahm das Studium an der Guildhall School of Music and Drama auf. Danach stand sie ab 1976 zunächst in den südenglischen Tourismus-Hochburgen auf der Bühne, u.a. als 'Ophelia' in "Hamlet". Im Folgejahr startete sie als Seriendarstellerin beim Fernsehen, gab auch kleine Filmrollen.
1986, mit 31 Jahren, versuchte sie, dem beengten griechisch-britischen Umfeld zu entfliehen und ging nach Hollywood. Doch sie war weder blond noch abgemagert, unbrauchbar für den amerikanischen Casting-Geschmack. Nach sechs Monaten ohne Arbeit lief ihr Visum ab, und sie hatte bereits die Koffer gepackt für die Rückreise nach England... da kam der kaum noch erwartete Zuschlag - für eine Rolle in STAR TREK... die allerdings ganz anders aussah als beim Vorsprechen.
Von nun an konnte sie aus vielfältigen Rollenangeboten in Fernsehen und Film auswählen. Sie erhielt bald die ersehnte Staatsbürgerschaft der USA, wirkte vereinzelt auch wieder in britischen Produktionen mit. Zu ihrer 'TV−Mutter' Majel Barrett* stand sie auch in der Realität in enger Beziehung; Ende 2008 unterbrach sie Dreharbeiten in England und flog nach Kalifornien, um an der Beisetzung ihrer 'Ersatz-Mutter' teilzunehmen.
Marina Sirtis ist eine gefragte und anspruchsvolle Darstellerin, die nicht allzu häufig, jedoch regelmäßig vor die Kamera tritt.
Gates McFadden
Cheryl Gates McFadden , geboren am 2. März 1949 in Cuyahoga Falls (Ohio), sah sich von Anfang an als Theaterschauspielerin, die den Kontakt zum Publikum liebt. Im Alter von 21 Jahren schloss sie ihr Schauspielstudium an der Brandeis University in Massachusetts ab und ging zu einem Aufbaustudium nach Europa, wo sie bei Altmeister Jacques Lecoq in Paris neben Schaupiel auch Tanz und Choreografie studierte. Es folgten unzählige Bühnenauftritte, zunächst in Frankreich, dann wieder in den USA.
Zum Fernsehen fand sie erst mit 35 Jahren, eher zufällig, weil sie eine Choreografie-Arbeit für die legendäre "Muppet Show" ausführte und dabei -fast zwangsläufig- auch vor die Kamera kam. In der Folgezeit war sie in Abständen immer wieder in Fernsehserien zu sehen; größere Projekte für's Kino blieben die Ausnahme.
Beim Casting für STAR TREK wählte sie aus den angebotenen Rollen, diejenige, die ihr am 'seltsamsten' erschien: Es war der Part der 'berauschten' Ärztin in "The Naked Now"*. Sie ahnte nicht, dass die Zukunft von 'Dr. Crusher' weit weniger 'seltsam' sein würde...
Gates McFadden arbeitete auch nach STAR TREK sporadisch weiter an Fernsehserien mit, verlegte sich jedoch in erster Linie wieder auf die Bühne, wo sie u.a. auch große Shakespeare-Rollen gab. Zwischendurch lebte sie einige Zeit in Südfrankreich, restaurierte dort ein altes Theater, wirkte als Schauspiel-Dozentin an der Universität von Süd-Kalifornien und produzierte eigenständig groß angelegte Werbefilme, u.a. für Microsoft.
Die über 60−jährige ist weiterhin eine feste Größe auf Amerikas Bühnen, vor und hinter der Kamera.
LeVar Burton
Levardis Robert Martyn Burton Jr. wurde geboren am 16. Februar 1957 in Landstuhl (Rheinland-Pfalz), wo sein Vater als Berufssoldat stationiert war. Er wuchs mit seiner Mutter und zwei Schwestern in Sacramento (Kalifornien) auf und besuchte ab seinem 13. Lebensjahr eine katholische Schule, um Priester zu werden. Doch 1974, mit dem Abitur, verließ er den kirchlichen Bildungsweg und studierte Schauspiel. Zwei Jahre später erschien er in ersten Film- und Fernsehrollen. Von 1983 bis 2005 wirkte er als Moderator und 'Ein-Leser' in 16(!) Staffeln einer beliebten Bildungssendung für Kinder.
Obwohl LeVar Burton seit nunmehr 35 Jahren ein gefragter und vielbeschäftigter Darsteller ist, blieb der Charakter des blinden 'Geordi La Forge' seine einzige große, permanente Hauptrolle. Sein Debüt als Regisseur* im Jahr 1993 eröffnete ihm ein neues Betätigungsfeld, das er fortan leidenschaftlich pflegte. Er führte bisher mehr als vierzig Mal Regie, davon allein in 29 STAR TREK-Episoden.
Michael Dorn
Michael Dorn wurde am 9. Dezember 1952 in Luling (Texas) geboren und wuchs in Pasadena (Kalifornien) auf, wo er ein Studium für Radio- und Fernseh-Produktion absolvierte. Danach tourte er zunächst als Rockmusiker durch Kalifornien. Nebenbei gehörte er einer Kunstflug-Abteilung der Air Force an. Als erster Auftritt vor der Kamera gilt seine uncreditierte Kleinrolle im Boxer-Film "Rocky" (1976).
Ab 1979 gab er seine erste permanente Rolle, als Polizist in der Serie "CHiPs". Doch erst als 'Worf' gelang ihm endgültig der Durchbruch. Er hatte sich auf besonders originelle Weise für diese Rolle empfohlen, indem er schon beim Erscheinen zum Casting bewusst 'klingonisch' auftrat und dies die ganze Zeit über, auch außerhalb des eigentlichen Textes, durchhielt. Von diesem Moment an blieb er für elf(!) Jahre ununterbrochen in seiner Rolle, länger als jeder andere STAR TREK-Mime. Daneben wirkte er an zahlreichen anderen Serien mit; kraft seiner gewaltigen Stimme synchronisierte er vielfach Trickfilm-Helden und Fabelwesen. Er führte auch einige Male Regie, u.a. in vier STAR TREK-Episoden.
Michael Dorn gehört zu den gefragtesten Seriendarstellern Amerikas. Nebenher engagiert er sich für die Traditionspflege der U.S. Air Force; er restauriert und fliegt historische Militärflugzeuge.
Wil Wheaton
Richard William Wheaton III, geboren am 29. Juli 1972 in Burbank (Kalifornien), stand mit zehn Jahren zum ersten Mal vor der Kamera und war bereits in mehr als zwanzig Film- und Fernsehrollen erfolgreich, als er zum 'STAR TREK-Wunderkind ' gecastet wurde. Doch die Produktionsgesellschaft hatte dem eben erst 15−jährigen eine Vertragsklausel untergeschoben, die es ihm untersagte, parallel zur Mitarbeit an STAR TREK noch andere Rollen anzunehmen. Da sich mit der schnell wachsenden Popularität von "The Next Generation" die Angebote häuften und Paramount in dieser Frage unnachgiebig blieb, kündigte er schließlich und verließ er nach vier Jahren das Team. Fortan nahm er, für mehr als zehn Jahre, auch an keiner STAR TREK Convention mehr teil.
Doch die 90er Jahre wurden für den talentierten jungen Mann zu einer 'Durststrecke' mit nur spärlichen Rollenangeboten, denn er passte nicht so recht in das zu dieser Zeit gefragte Klischee des 'harten, raubeinigen Kerls' und war statt dessen mit dem 'Streber'-Image seiner STAR TREK-Rolle vorbelastet. (Bis heute gehört 'Wesley Crusher' beim Publikum zu den am wenigsten beliebten Charakteren, vergleiche auch die Bewertungen unserer Leser.)
Er verfasst seit Jahren regelmäßig Beiträge für mehrere Blogs; 2003 erschien der erste Band seiner Autobiografie, zwei weitere folgten. Zeitweilig wirkte er im 'Independent Film'-Bereich, was ihm einige Filmpreise, jedoch wenig Zuspruch beim breiten Publikum einbrachte. Er sprach Synchrontexte für Videospiele und Trickfilme, auch eine Alien-Stimme im elften Kinofilm*.
Erst seit 2009 ist Wil Wheaton wieder häufiger im TV zu sehen, so zusammen mit anderen "STAR TREK-Veteranen" in der SciFi-Kultserie "Eureka"*, wo er einen genialen, menschlich jedoch ausgesprochen fiesen Wissenschaftler darstellt.
Denise Crosby
Denise Michelle Crosby, geboren am 24. November 1957 in Hollywood, fiel praktisch 'aus der Mutter Schoß' in die marode Scheinwelt des Showgeschäfts. Ihr Vater, der Showstar Dennis Crosby (Sohn von Swing-Legende Bing Crosby) verleugnete sie und heiratete noch während des Vaterschaftsprozesses ein superblondes Las Vegas Showgirl, das wenig später im "Playboy" Furore machte.
Die heranwachsende Denise suchte in dieser Umgebung mit viel Energie, doch ohne verlässliche Führung ihren Weg. Sie landete in den Fängen von Porno-Produzenten... und schließlich, mit 21 Jahren, ebenfalls im "Playboy". Das erwies sich in ihrer Lage eher als Glück für sie, denn dadurch wurden etablierte Filmemacher auf die energische junge Frau aufmerksam, und bald konnte sie in wirklichen Rollen auftreten. Bis zu ihrem Einstieg bei STAR TREK wirkte sie an 15 seriösen Film- und Fernsehproduktionen mit.
Doch mit dem rasanten Erfolg in der anfangs sehr umstrittenen STAR TREK-Wiedergeburt holte die Vergangenheit sie ein; fanatische Kritiker der 'neuen Serie' erinnerten sich an den zweifelhaften Ruhm der früheren "Porno−Queen", die alten "Playboy"-Fotos wurden wieder 'ausgegraben' und erneut veröffentlicht. GENE RODDENBERRY stand vor der Wahl, entweder die umstrittene Darstellerin oder die gesamte Serie aufzugeben... (Es gibt Quellenangaben, wonach Denise Crosby ihrerseits die Serie verlassen habe, um sich größeren Projekten für das Kino zu widmen, doch ihre Filmografie in dieser Zeit verweist das klar 'ins Reich der Fabel'.) Sie spielte in der Folgezeit kleinere Gastrollen im Fernsehen, 1993 auch wieder eine permanente Serienrolle. Kinofilme blieben die Ausnahme.
Bis heute ist Denise Crosby zwar nicht allzu häufig, doch regelmäßig im amerikanischen Fernsehen zu sehen. Sie engagiert sich für die STAR TREK-Fangemeinde, hat dafür 1997 und 2004 zwei TV-Dokumentationen produziert und 2009 in einer Episode des Fan-Projekts "Phase II" mitgewirkt.
Diana Muldaur
Diana Charlton Muldaur, geboren am 19. August 1938 in New York, wuchs in behüteter, wohlsituierter Umgebung auf. Sie erhielt ihre schauspielerische Ausbildung an einer exklusiven Privat-Hochschule. Von dort ging sie geradewegs an den Broadway und gab eine Reihe von Statisten- und Kleinrollen. Hinzu kam ab 1964 eine zunehmende Anzahl von Gastenrollen in Fernsehserien, darunter auch ihre beiden Auftritte in der Classic-Serie von STAR TREK*. Sie gefiel sich im (damals) provokanten Rollenfach der selbstbewussten, unangepassten Frau, spielte wiederholt Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen.
So war es eine beinahe zwangsläufige Wahl, die GENE RODDENBERRY traf, als er 1988 eine besonders charakterstarke Ablösung für die Schiffsärztin der "Enterprise−D" suchte. Doch die inzwischen 50−jährige brachte eine derart starke Persönlichkeit ein, dass sie schon bald das Figurenensemble der Serie zu sprengen drohte...
Ab 1993 gönnte sich Diana Muldaur eine Auszeit vom schauspielerischen Schaffen. Doch danach konnte sie nicht wieder Fuß fassen; sie startete ab 2000 mehrere Comeback-Versuche, die ohne Erfolg blieben.
Avery Brooks
Avery Franklin Brooks, geboren am 2. Oktober 1948 in Evansville (Indiana), wuchs in einer Musikantenfamilie auf. Er studierte Schauspiel und Gesang an der Rutgers University von New Jersey, wo er der erste Afroamerikaner war, der zum Master of Fine Arts graduierte.
Der dunkle Hüne mit der tiefen, kraftvollen Stimme blieb in erster Linie ein Mann der Bühne. Er gab die Titelrolle in einem Schauspiel um den legendären Bariton Paul Robeson und mehrere Shakespeare-Hauptrollen an den großen Bühnen Amerikas. 1976 kehrte er als Außerordentlicher Professor für Theaterkunst an die Rutgers University zurück, wo er seit 1996 den Rang eines Ehrenabsolventen bekleidet.
Erst ab 1984 begann er, nebenher an Fernsehserien mitzuwirken, bis ihm schließlich die Rolle des ersten negriden STAR TREK-Captains 'Benjamin Sisko' weltweite Popularität einbrachte. Danach zog er sich wieder weitgehend aus den Studios zurück, sein letztes Filmprojekt* liegt mehr als zehn Jahre zurück.
Avery Brooks steht weiterhin in großen Rollen auf der Bühne, gibt Shakespeare, Arthur Miller ...
Nana Visitor
Nana Tucker, Tochter einer Ballettlehrerin und eines Choreographen, wurde am 26. Juli 1956 in New York geboren. Über ihren Werdegang ist kaum etwas bekannt. Sie stand schon in ihrer Schulzeit mit aller Leidenschaft auf der Bühne und lehnte dafür sogar einen Platz an der renommierten Princeton University ab. 1976 trat sie zum ersten Mal im Fernsehen, wenig später in einem Film vor die Kamera, ab 1980 wirkte sie als Musical-Star am Broadway. Auch in Hollywood's TV-Landschaft wurde sie bald eine 'feste Größe'.
Der Charakter der 'kantigen' Bajoranerin 'Kira Nerys' war im ursprünglichen Konzept von "Deep Space Nine" nicht vorgesehen, er wurde eingefügt, weil Michelle Forbes* nicht bereit war, ihre in "The Next Generation" etablierte Rolle der unangepassten Offizierin 'Ro Laren' als Hauptcharakter in der neuen Serie fortzusetzen. Für Nana Visitor brachte ihre vierte permanente Serienrolle nunmehr weltweite Popularität. Die private Beziehung zu ihrem Serienkollegen Alexander Siddig* mündete zunächst in einen gemeinsamen Sohn und später in eine nur vier Jahre andauernde Ehe.
Nach dem Abschluss von "Deep Space Nine" kehrte Nana Visitor für längere Zeit zur Bühne zurück, sie absolvierte eine zweijährige Theatertournee und spielte dann wieder am Broadway. Seit 2001 steht sie wieder regelmäßig, auch in weiteren permantenten Rollen, vor der Kamera.
2001 wurde der neu entdeckte Planetoid (26733) Nanavisitor nach ihr benannt.
Terry Farrell
Theresa Lee Farrell, geboren am 19. November 1963 in Cedar Rapids (Iowa), trug als Kind zusätzlich den Namen ihres Adoptivvaters, Grussendorf. Als sie im Alter von 14 Jahren als Austauschschülerin nach Mexico City kam, fand sie Gefallen am turbulenten Großstadtleben... und bewarb sich in New York bei einer Model-Agentur. Mit 16 bekam sie einen Exklusivvertrag mit der Frauenzeitschrift Mademoiselle... und brach die Schule ab. 1½ Jahre später nahm sie zusätzlich Schauspielunterricht. 1983/84 hatte sie die ersten Auftritte in Film und Fernsehen, und sie spielte... ein Model.
In der Folgezeit wurde die junge Schönheit in einer Reihe von 'schmückenden' Nebenrollen besetzt, bis sie 1989 bei der legendären Dozentin Stella Adler ihre schauspielerischen Fähigleiten vervollkommnete. Danach wirkte sie überwiegend in größeren Rollen, u.a. an der Seite von Scott Bakula* in "Quantum Leap"*. Mit 'Jadzia Dax' bekam sie ihre erste große permanente Rolle, und der Charakter dieses uralten und zugleich jungen, fast feenhaft-zarten Wesens schien ihr wie 'auf den Leib geschneidert'. Ihre selbstbewusste, geradlinig-rauhe Art, eingebunden in einen Körper von auffallender Schönheit, brachten ihr am STAR TREK-Set den Beinamen "Action Barbie" ein. Auch ihr Privatleben war eher 'unkonventionell', während der "Deep Space Nine"-Zeit stand sie in engerer Beziehung zu Mickey Rourke und auch zu Serien-Ehemann Michael Dorn*.
Terry Farrell hat 1998 als einziger DS9-Star ihren ursprünglich auf sechs Jahre abgeschlossenen Vertrag nicht für die siebte Staffel verlängert, weil sie eine neue große Rolle in der Serie "Becker" übernahm. Doch bereits 2002, nach 94 Episoden, wurde sie dort herausgeschrieben. 2003 stand sie überhaupt zum letzten Mal vor der Kamera. Sie ist seit 2002 verheiratet und lebt mit ihrer Familie zurückgezogen in einem kleinen Ort in Pennsylvania.
2001 wurde der neu entdeckte Planetoid (26734) Terryfarrell nach ihr benannt.
Alexander Siddig (Siddig El Fadil)
Siddig El Tahir El Fadil El Siddig El Abderahman El Mohammed Ahmed El Abdel Karim El Mahdi, geboren am 21. November 1965 in Sudan, ist der Sohn eines hochrangigen sudanesischen Politikers und einer britischen Theater-Expertin. Er wuchs unter dem Namen Siddig El Fadil in England auf und studierte an der Londoner Academy of Music and Dramatic Arts. Danach tourte er durch kleinere Bühnen und Pubs und wirkte schon früh als Theater-Regisseur und in einer kleinen Filmrolle. Erst 1992 gelang ihm der Einstieg als Serien-Darsteller beim Fernsehen, und bereits ein Jahr später sollte er die führende Rolle in "Deep Space Nine" übernehmen... wurde dann aber doch für zu jung befunden, um 'Benjamin Sisko' zu verkörpern.
Nach drei Jahren als 'Dr. Bashir' nahm der der nunmehrige Weltstar den Hollywood-freundlichen Künstlernamen Alexander Siddig an. Er hatte in zwei Episoden der Serie auch Regie geführt, verfolgte diese Tätigkeit jedoch nicht weiter. Seit dem Ende von "Deep Space Nine" setzt er seine Karriere als gefragter Seriendarsteller fort und wirkt auch immer wieder an großen Kinofilmen mit. Er lebt heute wieder überwiegend in England.
Colm Meaney
Colm Meaney wurde am 30. Mai 1953 in Dublin (Irland) geboren und stand bereits mit vierzehn auf der Bühne. Nach dem Schauspiel-Studium wirkte er an verschiedenen Theatern seiner Heimatstadt und tourte mehrere Jahre mit einer Truppe durch England. Er gab einige größere Fernsehrollen in England und Irland, bevor er 1987 nach Hollywood ging.
Bei STAR TREK wuchs sich der gelegentliche Nebendarsteller binnen weniger Jahre zum unverzichtbaren Hauptcharakter aus. Er wirkte als einziger an allen vierzehn Staffeln von "The Next Generation" und "Deep Space Nine" mit, war jedoch an keinem einzigen STAR TREK-Kinofilm beteiligt. Wie den meisten Hauptdarstellern wurde auch ihm die Übernahme einer Regiearbeit angeboten, die er jedoch ablehnte. Neben der Rolle des 'Miles O'Brien' gab er eine Vielzahl weiterer Film- und Fernseh-Rollen, darunter später auch wieder permanente Serien-Charaktere. Ab etwa 2006 steht er auch wieder in England und Irland auf der Bühne und vor der Kamera; seit 2007 wohnt er in einen kleinen Ort auf der spanischen Insel Mallorca.
Colm Meaney ist heute ein gefragter und vielbeschäftigter Fernseh-, Film- und Theaterschauspieler, der die unterschiedlichsten Aufgaben weltweit wahrnimmt.
Rene Auberjonois
René Murat Auberjonois, Sohn eines Schweizer Schriftstellers und Amerika-Korrespondenten und einer französischen Prinzessin, wurde am 1. Juni 1940 in New York geboren. 'Murat' ist der (adlige) Mädchenname seiner Mutter. Die Familie siedelte 1946 endgültig von Paris nach New York über, wo der kleine Rene in einer Künstlerkolonie aufwuchs. Er wirkte mit sechs Jahren an einer Musical-Aufführung seiner Schule mit und war fortan begeistert von der Schauspielerei. Unter dem Einfluss der überaus förderlichen Umgebung konnte er bereits mit sechzehn seine erste professionelle Theaterrolle übernehmen, was ihn jedoch nicht hinderte, ein fundiertes Schauspielstudium zu absolvieren. Es folgte eine jahrelange Rundreise durch die Provinzbühnen des Landes, bis er 1969 den Sprung an den Broadway schaffte - und für "Coco" (mit Katharine Hepburn) gleich einen 'Tony Award ' erhielt.
Nach zwei Kleinrollen in den 60ern war Rene Auberjonois ab 1970 Dauergast in einer Vielzahl von Fernsehserien und Filmen. Seine erste STAR TREK-Rolle im sechsten Kinofilm* wäre beinahe der 'Schere' zum Opfer gefallen und wurde deshalb nicht creditiert. Der 'Formwandler Odo' war seine zweite große Serien-Hauptrolle, weitere folgten, zuletzt in "Boston Legal" (2004-2008). Seit 2004 arbeitet er auch wieder am Broadway. Daneben wirkte er als Schauspiellehrer an der renommierten Juilliard School.
Auch im Alter von über 70 Jahren steht Rene Auberjonois mit unverminderter Intensität vor der Kamera und auf den großen Bühnen Amerikas.
Armin Shimerman
Armin Shimerman wurde am 5. November 1949 in Lakewood (New Jersey) geboren, ab seinem 15. Lebensjahr lebte seine Familie in Los Angeles, wo er einer Laienspielgruppe beitrat. Dem Schauspielstudium folgten Theater-Engagements in verschiedenen Teilen der USA. 1979 kehrte er nach Los Angeles zurück, um seine erste Kleinrolle in einem Fernsehfilm zu übernehmen. Nach einer Vielzahl kleinerer Serienrollen wurde er 1987 der allererste Ferengi überhaupt*. Er blieb für STAR TREK auf die Ferengi-Schiene festgelegt und war die erste Wahl für die Hauptrolle des 'Quark'. Dafür nahm er speziellen Mimik-Unterricht und erlernte die kurz zuvor entwickelten Ausdrucksmittel* zum Agieren unter einer Maske, die das Gesicht praktisch völlig verdeckt.
Armin Shimerman war Ko-Autor des "Deep Space Nine"-Romans "The 34th Rule" und gestaltete einzelne Werbefilme, u.a. für DS9-Actionfiguren. Vor allem aber ist er ein gefragter und vielbeschäftigter Seriendarsteller.
Cirroc Lofton
Cirroc Lofton wurde an 7. August 1978 in Los Angeles geboren; sein Vorname kommt aus der Amharischen Sprache, die in Äthiopien gesprochen wird. Über seinen Werdegang ist kaum etwas bekannt; es wird berichtet, dass er sich bereits mit neun Jahren als Schauspieler betätigte, als erster Auftritt vor der Kamera gilt jedoch seine Kleinrolle im Film "Beethoven"* (1992). 'Jake Sisko' war seine einzige dauerhafte Serienrolle, er gilt offiziell als Hauptcharakter und ist in allen Episoden creditiert, war jedoch an kaum der Hälfte der Folgen tatsächlich beteiligt.
Nach dem Ende von "Deep Space Nine" wirkte er noch an einer Handvoll Fernsehproduktionen und an einem Kinofilm* mit, seit 2008 ist es still um ihn. Nebenher versuchte er sich als Rapper und gab 2005 die Veröffentlichung einer CD bekannt. Weitere wurden angekündigt aber nicht produziert.
Cirroc Lofton wirkte 2007, zusammen mit einer Vielzahl weiterer 'STAR TREK-Veteranen', an einem nicht-kommerziellen Videoprojekt* mit, er ist Dauer-Stargast auf den STAR TREK Conventions. Fast zehn Jahre später konnte er wieder einmal eine kleine Gastrolle in einer Serie ergattern...
Nicole deBoer
Nicole deBoer, geboren am 20. Dezember 1970 in Scarborough, einem Vorort der kanadischen Metropole Toronto, stammt von niederländischen Vorfahren ab. Sie galt als 'schüchternes Mädchen' und überraschte nicht nur die eigene Familie, als sie in einer Aufführung ihrer Grundschule die Hauptrolle in "The Wizard of Oz" übernahm. Wenig später erschien der vermeintliche 'Kinderstar' in einer ersten kleinen Filmrolle. Doch erst ab 1988 konnte sie nach und nach bei Film und Fernsehen Fuß fassen. Die kindhaft wirkende Laiendarstellerin hatte ihr zartes Gesicht bereits in 35 Rollen, fast ausschließlich im kanadischen Fernsehen, vor der Kamera präsentiert, bevor sie mit 27 Jahren in die 'viel zu großen Stiefel' der ausgeschiedenen 'Jadzia Dax' gecastet wurde.
Der Glanz von STAR TREK gab ihrer Karriere einen Schub, u.a. erhielt sie 2002 eine mehrjährige Hauptrolle in einer kanadischen Serie*. Sie ist bis heute zwar nicht häufig, doch regelmäßig im kanadischen Fernsehen zu sehen; Nebenrollen in Hollywood-Produktionen blieben die Ausnahme. Daneben ist sie ein wenig gefragter Dauergast auf den STAR TREK Conventions in aller Welt.
Kate Mulgrew
Katherine Kiernan Maria Mulgrew, geboren am 29. April 1955 in Dubuque (Iowa), stammt von irisch-katholischen Einwanderern ab. Sie wuchs auf einem Bauernhof auf, besuchte jedoch schon als Kind Schauspielseminare während der Ferien. Mit 17 Jahren wurde sie in New York in die Klasse der legendären Dozentin Stella Adler aufgenommen. Doch schon nach einem Jahr verließ sie die Universität wieder und schlug sich mit Gelegenheitsarbeiten durch. Es folgten kleine Bühnen-Engagements und erste Fernsehrollen. 1979 erhielt sie eine eigene Serie: Sie gab die Titelrolle in "Mrs. Columbo". Doch dieser Ableger der erfolgreichen Detektivserie wurde nach nur 13 Episoden eingestellt. Neben einer Anzahl kleiner Serienrollen spielte sie in dieser Zeit vor allem Theater, überall in Amerika.
Ihre Ehescheidung brachte sie 1994 ein weiteres Mal an den Rand der Existenz, denn sie blieb mit nichts zurück als zwei halbwüchsigen Söhnen. In dieser Situation musste es ihr beinahe als 'Wunder' erscheinen, dass Weltstar Geneviève Bujold die Führungsrolle in "Voyager" nach zwei Drehtagen zurückgab und Zweitbesetzung Kate Mulgrew aufrücken konnte.
Seit dem Abschluss von "Voyager" steht sie nur noch selten vor der Kamera, sie ist zum Theater zurückgekehrt, wo der nunmehrige Weltstar sowohl in klassischen als auch in modernen Stücken als geschätzer Publikumsmagnet gilt.
Robert Beltran
Robert Adame Beltran wurde geboren am 19. November 1953 in Bakersfield (Kalifornien). Er ist das siebte von zehn Geschwistern und stammt unmittelbar von mexikanischen Indianern ab. Nach der Ausbildung zum Theaterschauspieler begann er 1979 mit kleinen Shakespeare-Rollen. Ab 1981 kamen einzelne Fernsehauftritte hinzu. 'Commander Chakotay' war seine zweite permanente Serienrolle, die ihn jedoch nicht hinderte, parallel dazu als 'Hamlet' auf der Bühne zu stehen.
Robert Beltran setzte nach "Voyager" seine Karriere vor allem auf der Bühne fort, arbeitet jedoch auch weiterhin für das Fernsehen. 2009/10 war er wieder in einer permanenten Serienrolle* zu sehen. Er ist seit Jahrzehnten politisch engagiert für Humanismus und Menschenrechte, und er unterstützt mit vielfältigen Aktivitäten den Down Syndrom-Verband in seiner Wahlheimat Los Angeles.
Tim Russ
Timothy Darren Russ, geboren am 22. Juni 1956 in Washington D.C., verbrachte seine Kindheit an vielen verschiedenen Orten rund um den Globus, je nachdem wo sein Vater als Offizier der U.S. Airforce gerade stationiert war. Er besuchte Schulen in Taiwan und auf den Philippinen und erwarb neben dem amerikanischen auch einen türkischen Schulabschluss. Danach studierte er Theaterwissenschaften in Austin (Texas), belegte dann einen Aufbaukurs an der Illinois State University. So wurde er 29 Jahre alt, bevor er hauptberuflich als Schauspieler einsteigen konnte.
Ab 1985 stand er regelmäßig in Serienrollen vor der Kamera, er bewarb sich 1987 vergeblich um die Rolle des 'Geordi La Forge'. Erst 1993 gelang ihm das STAR TREK-Debüt*. Der Hauptcharakter des überkorrekten Sicherheitsoffiziers 'Tuvok' war seine vierte STAR TREK-Rolle, eine weitere* folgte. Dabei war es ihm vergönnt, zusammen mit insgesamt sechs(!) verschiedenen STAR TREK-Captains zu drehen. 1998 führte er zum ersten Mal Regie*.
Schon während der Arbeit an "Voyager" wirkte Tim Russ auch in anderen Fernsehproduktionen mit. Es folgte eine Vielzahl größerer Rollen, auch in Filmen. Zu seiner anhaltenden Karriere als Schauspieler kommt die wachsende Aktivität hinter der Kamera; neben bisher mehr als zwanzig Regiearbeiten schreibt er Drehbücher und ist auch als Produzent tätig. Außerdem steht er seit vielen Jahren als Sänger auf einer Club-Bühne in Los Angeles, 1998 erschien das erste von bisher fünf Alben seiner Band.
Garrett Wang
Garrett Richard Wang (Wáng Yĭzhān) wurde am 15. Dezember 1968 in Riverside (Kalifornien) als Sohn chinesischer Eltern geboren. Wegen der häufig wechselnden Tätigkeiten seines Vaters wuchs er an verschiedenen Orten auf, u.a. auf Bermuda. Schließlich erwarb er seinen Schulabschluss in Memphis (Tennessee) und ging an die Kalifornische Universität von Los Angeles, wo er zunächst Asiatische Kultur studierte, dann jedoch (auf Rat einer Professorin) in die Schauspiel-Klasse wechselte. Nach dem Studium spielte er Theater und wirkte an Werbespots mit.
Erst 1994, kurz vor dem Start von "Voyager", bekam er seine erste Gastrolle in einer Fernsehserie. Die Darstellung des braven, pflichtbewussten "ewigen Fähnrichs" in STAR TREK machte ihn zwar weltberühmt, doch er selbst bezeichnete den Charakter des 'Harry Kim' als "unterbeschäftigt, passiv und eindimensional". Er bedauerte sehr, dass Produzent Rick Berman in "Voyager" wieder zu den alten Regeln des verstorbenen GENE RODDENBERRY zurückkehrte, nachdem man in "Deep Space Nine" zum Teil erheblich davon abgewichen war.
Als die Serie zu Ende ging, gehörte Garrett Wang zwar zum erlauchten Kreis der "50 schönsten Menschen der Welt" und war unter den "20 coolsten Junggesellen", doch Fernsehrollen wurden wieder rar. 2005 sagte er in einem Interview, dass er seine berufliche Zukunft eher außerhalb der Schauspielerei sehe. Dennoch steht er hin und wieder vor der Kamera, u.a. im Independent-Bereich und auch in einem STAR TREK-Fan−Video*.
Roxann (Biggs-)Dawson
Roxann Caballero wurde am 11. September 1958 in Los Angeles geboren. (Eine einzelne Quelle gibt ihr Geburtsjahr mit '1964' an, was jedoch zu den übrigen Lebensdaten in Widerspruch steht.) Sie belegte in ihrer Schulzeit an der Beverly Hills High School das 'Musikalisch-Dramatische Programm' und studierte dann Schauspielkunst an der Universität von Kalifornien. Nach ihrem Abschluss 1980 gelang ihr alsbald der Sprung an den Broadway, wo sie hauptsächlich als Tänzerin in "A Chorus Line" mitwirkte. Als das Erfolgsmusical 1985 verfilmt wurde, konnte sie zum ersten Mal vor die Kamera treten. Nach und nach folgten weitere Auftritte in TV-Serien.
Die junge Darstellerin verzichtete auf 'Künstlernamen', die Namen Biggs (ab 1988), Biggs−Dawson (ab 1994) und Dawson (ab 1996) erhielt sie jeweils durch Heirat.
Nach ihrem Regiedebüt in sechsten Voyager-Staffel* (1999) wirkte sie immer häufiger hinter der Kamera, seit nunmehr zehn Jahren tritt sie nur noch in Ausnahmefällen selbst auf. Sie führte bisher in mehr als 60 Filmen und TV-Episoden Regie, schuf elf weitere STAR TREK-Episoden und Teile der Kult-Serie "Heroes" und "The Mentalist". An "Crossing Jordan"*, "Cold Case"* war sie auch als Produzentin beteiligt.
Robert Duncan McNeill
Robert Duncan McNeill, geboren am 9. November 1964 in Raleigh (North Carolina), wuchs in den Metropolen Washington und Altlanta (Georgia) auf. Als Schüler trat er mit einigem Erfolg in örtlichen Theaterproduktionen auf, was ihn veranlasste, unmittelbar nach dem Schulabschluss New York zu gehen und sein Glück als Schauspieler zu versuchen. Doch der talentierte Laiendarsteller kam über Statistenrollen nicht hinaus, und so nahm er doch noch ein Studium an der renommierten New Yorker Juilliard School auf. Wenig später ging seine Bühnen-Karriere steil nach oben, er gab u.a. Hauptrollen in Shakespeare-Aufführungen und wurde als 'Bester Romeo' ausgezeichnet. Ab 1981 kamen kleinere Fernsehrollen hinzu, u.a. in "STAR TREK"*, und an der Seite von Scott Bakula*, in "Quantum Leap"*. Er war in den 1990er Jahren ein gefragter Serien-Gaststar, jedoch blieb der vielschichtige Charakter des 'Tom Paris' seine einzige große, dauerhafte Rolle. In dieser Zeit nahm er kaum andere Rollenangebote an, sondern begann ab 1996* eine zweite Karriere als Regisseur.
Seit dem Ende von "Voyager" konzentriert sich Robert Duncan McNeill fast ausschließlich auf die Arbeit hinter der Kamera, er führte bisher mehr als 70 Mal Regie, u.a. in sieben weiteren STAR TREK-Episoden und in 21 Episoden der Serie "Chuck".
Robert Picardo
Robert Picardo wurde am 27. Oktober 1953 in Philadelphia als Sohn italienischer Einwanderer geboren. Er wollte von kleinauf Schauspieler werden, was seine Eltern jedoch zunächst ablehnten. Das änderte sich erst, als er in einer Schulaufführung von Leonard Bernstein gesehen wurde, und dieser sich persönlich für ihn einsetzte. Noch während des Studiums sang er die Hauptrolle bei der Europa-Premiere von Bernstein's "Mass". Mit 24 Jahren gelang ihm der Sprung zum Broadway, bereits zuvor hatte er erste Kleinrollen im Fernsehen. Ab Anfang der 80er Jahre konnte er als Seriendarsteller fest Fuß fassen, der holografische Arzt der "Voyager" war seine fünfte permanente Rolle. Er führte in zwei Episoden Regie und war der einzige TREK-Star, der ein Drehbuch für die Serie schrieb (abgesehen von Walter Koenig's schwachem Versuch in der Zeichentrick-Serie*).
Nach dem Ende von "Voyager" setzte Robert Picardo seine Karriere nahtlos fort und ist bis heute ein gefragter und vielbeschäftigter Seriendarsteller. Doch er versteht sich weiterhin vor allem als Bühnenkünstler und Sänger, der auch auf dem Musikmarkt kein unbekannter ist.
Ethan Phillips
Ethan Phillips, geboren am 8. Februar 1955 in Garden City (New York), ist irischer Abstammung. Er studierte Literatur und Schöne Künste und konnte 1977 von der Universität sofort an den Broadway wechseln. Es folgten Engagements an vielen renommierten Theatern überall in den USA. Auch sein Start beim Fernsehen verlief außerordentlich gut, er übernahm 1980 gleich eine große permanente Serienrolle* an der Seite des bereits weithin bekannten Rene Auberjonois*. Unter den wenigen weiteren Gastrollen war 1990 sein erster STAR TREK-Auftritt*.
Nach seinem weltweiten Erfolg als Kultcharakter 'Neelix' machte sich Ethan Phillips wieder rar vor der Kamera. Er trat in zwei weiteren STAR TREK-Rollen* auf und ist bis heute in einer Handvoll Fernsehproduktionen jährlich zu sehen. Sein Hauptschaffen liegt jedoch auf und hinter der Bühne. Er hat über die Jahrzehnte Tausende von Auftritten an Hunderten von Theatern absolviert und setzt dies weiter fort. Hinzu kommt sein Engagement für die Förderung junger Theater-Autoren und die Entwicklung neuer Stücke.
Jennifer Lien
Jennifer Ann Lien wurde am 24. August 1974 in Palos Heights, einem wohlsituierten Vorort von Chicago geboren, ihre Mutter war College-Lehrerin. Jennifer stand schon mit 13 Jahren in großen Shakespeare-Aufführungen auf der Bühne, mit 16 ging sie nach New York, wo sie ihre erste permanente Serienrolle* beim Fernsehen erhielt.
Zwei Serien später, ab 1995, wurde sie mit ihrer überragenden Leistung in "Voyager" endgültig zum Weltstar. Während und nach ihrer STAR TREK-Zeit wirkte sie auch an großen Kinofilmen mit, zum Beispiel an Tony Kaye's Meisterwerk "American History X" von 1998.
Nach der Geburt ihres Sohnes im Jahr 2002 zog sich die 28−jährige Jennifer Lien vom Film- und Fernseh-Geschäft zurück. Sie absolvierte eine medizinische Ausbildung und wirkt seitdem als Ernährungswissenschaftlerin.
Jeri Ryan
Jeri Lynn Zimmerman(n) wurde am 22. Februar 1968 in München geboren. Ihr Vater, der Deutsch-Amerikaner Gerhard Florian Zimmermann, war Berufssoldat; er nahm später den Namen Jerry (Jeri) Zimmerman an. Die Familie folgte den wechselnden Truppenstandorten, bis sie sich 1977 in Kentucky niederließ, wo Jeri stetig die Highschool besuchen konnte. Es folgte ein Schauspielstudium in Chicago, das sie als Bachelor für Theaterkunst abschloss. Während des Studiums gewann sie den Titel der 'Miss Illinois' und wurde Vierte bei der 'Miss America'-Wahl. Wenig später heiratete sie den Großbankier Jack Ryan, der jedoch in Chicago blieb, während sie unmittelbar nach ihrer Ausbildung nach Hollywood ging. Fortan stand sie regelmäßig in Serien-Gastrollen vor der Kamera.
Die anspruchsvolle Darstellung der "ent-assimilierten Borg-Drohne", ihre zweite permanente Rolle, brachte die Erfolg-Verwöhnte auf den Höhepunkt des Ruhmes, doch die dauerhafte Mitarbeit an der Serie bedeutete auch die fast völlige Trennung von ihrem Ehemann, der inzwischen in Illinois zum Spitzen-Politiker avancierte. Die Scheidung im Jahr 1999 wurde von Neidern und Boulevard-Presse über Jahre immer wieder für Angriffe missbraucht und führte schließlich zum politischen Niedergang von Jack Ryan.
Jeri Ryan setzte ihre Karriere nahtlos fort, sie wirkt bis heute nahezu lückenlos in immer wieder neuen permanenten Serienrollen und ist so gefragt, dass sie u.a. einen Gastauftritt im zehnten Kinofilm* ablehnen musste. U.a. drehte sie mit Altstar William Shatner in "Boston Legal". Seit 2011 hat sie eine Hauptrolle in der Serie "Body of Proof". Ihr zweiter Ehemann Christophe Emé* betreibt ein Nobeleestaurant in Los Angeles.
Scott Bakula
Scott Stewart Bakula, geboren am 9. Oktober 1954 in St. Louis (Missouri), enstammt einer Musikerfamilie. Seine Vorfahren waren Einwanderer aus Tschechien. Mit 15 Jahren gründete er eine Rockband und schrieb eigene Lieder. Er wirkte an Schul- und Kirchenaufführungen mit und sang im Chor der renommierten St. Louis Symphony. Nach dem Schulabschluss folgte er dem Beispiel seines Vaters (der seinerseits längst als Konzertpianist wirkte) und studierte zunächst Jura. Doch nach vier Semestern wechselte er in die Schauspiel-Klasse und kehrte -endgültig- zur Bühne zurück. Nach Musical-Engagements in verschiedenen Teilen der USA gelang ihm 1983 der Einstieg am Broadway.
Ab 1986 stand er auch vor der Fernsehkamera, wo er schnell eine 'feste Größe' wurde. Drei Jahre später übernahm er mit dem zentralen Charakter in der Scifi-Serie "Quantum Leap"* bereits seine vierte permanente Serienrolle. In dieser Serie ließ er auch seinen Gesang hören und führte mehrfach Regie. Seine populärste Rolle, 'Captain Archer', war der siebte von bisher zehn permanenten Charakteren.
Scott Bakula ist auch als vielbeschäftigter Seriendarsteller im Herzen stets ein Mann des Theaters geblieben. Seit Dezember 2011 steht er wieder auf der Bühne, in London.
Jolene Blalock
Jolene K[ing] Blalok wurde am 5. März 1975 in San Diego (Kalifornien) geboren, ihr Name weist auf schottische Vorfahren hin. Bereits mit 16 Jahren ging sie nach Übersee und arbeite als Fotomodell für diverse Magazine in Europa und Asien. Sie war zwar recht erfolgreich, litt jedoch bald unter dem extremen Schlankheitswahn der Model-Branche. Kaum 20 Jahre alt, begann sie, nach einer neuen Perspektive zu suchen. Mit 23 nahm sie Schauspielunterricht, u.a. in der legendären Stella Adler-Klasse. Nach zwei Kurzauftritten* wechselte sie ab dem Jahr 2000 dauerhaft vor die Fernsehkamera. Wenig später übernahm sie in "Enterprise" ihre bisher einzige permanente Serienrolle, die sie u.a. auf die Liste der "zehn heißesten Frauen der Welt" brachte. Erneut standen die Hochglanz-Fotografen Schlange, doch zum Leidwesen des "Playboy" ließ sie sich stets nur bekleidet ablichten.
Jolene Blalok sagt über sich, dass sie alles was sie tut, stets mit voller Hingabe verfolge. Dennoch sei sie froh darüber, dass sie auf der Straße, ohne ihre Vulkanier-Maske, praktisch nicht erkannt wird. Sie ist eine exzessive Sportlerin, malt und fotografiert mit Leidenschaft. Und sie war es, die ihren Freund, den Musiker Michael Rapino mit einem Heiratsantrag überraschte, der gleich am nächsten Morgen in die Tat umgesetzt wurde. Seit 2003 trägt sie offiziell den Namen Jolene Ava King Rapino.
Sie konnte während und nach STAR TREK ihre Karriere fortsetzen und ist weiterhin Jahr für Jahr in mehreren TV-Produktionen zu sehen.
Connor Trinneer
Connor Wyatt Trinneer, geboren am 19. März 1969 in Walla Walla (Nordwest-Staat Washington), verdankt seinen deutlichen Südstaaten-Akzent den Großeltern, die an den Ufern des Mississippi aufgewachsen waren. Während der Studienzeit strebte er zunächst nach einer Karriere als Football-Profi, entschied sich dann aber doch für eine Schauspiel-Ausbildung. Ein Aufbaustudium in Kansas City führte zum Master-Abschluss. Damit war der Weg frei auf die großen Bühnen, zunächst in Boston, dann für längere Zeit bei der renomnierten Circle X Theatre Company in Hollywood.
Mit 27 Jahren stand er zum ersten Mal für eine Fernsehserie vor der Kamera. Er spielte stets nur wenige, aber tiefgründige Rollen, meisterte auch so extreme Anforderungen wie den schwulen Offizier 'Bob Munger' in "Far East". Nach fünf TV-Jahren brachte ihm sein zehnter Auftritt die erste permanente Serienrolle: 'Charles Tucker, der Dritte'. Der etwas raue "Enterprise"-Chefingenieur, machte ihn praktisch über Nacht weltbekannt.
Seit dem Ende von "Enterprise" spielt Connor Trinneer nicht allzu häufig, aber doch regelmäßig immer wieder neue Rollen in TV-Serien, darunter auch einen weiteren permanenten Charakter*. Er ist ein gern gesehener Gast auf den STAR TREK-Conventions in aller Welt.
John Billingsley
John Billingsley wurde am 20. Mai 1960 in Media (Pennsylvania) geboren und wuchs im noblen New Yorker Vorort Weston (Connecticut) auf. Er spielte schon in seiner Schulzeit Theater. Nach dem Schauspielstudium an einer Privatschule in Vermont wirkte er auf den Bühnen der amerikanischen Nordwest-Metropole Seattle, wo er sich ab 1989 für die Bühnen-Adaption großer literarischer Werke engagierte. Etwa zu dieser Zeit stand er für seine ersten Filmrollen vor der Kamera, ab 1997 schließlich gab er regelmäßig Serienrollen im Fernsehen.
Der charmante außerirdische Doktor der "Enterprise NX−01" war seine zweite permanente Serienrolle, weitere folgten. Dazwischen wirkte er immer wieder an großen Kinofilmen mit.
John Billingsley ist weiterhin ein vielbeschäftigter Serien-Darsteller. In den letzten Jahren unternahm auch wieder einzelne Ausflüge auf die Theaterbühnen seiner Wahlheimat Los Angeles.
Dominic Keating
Dominic Keating, geboren am 1. Juli 1962 in Leicester (England), wuchs als streng behüteter Spross einer ur-britischen Familie heran, sein Großvater war ein hoch-dekorierter General. Er stand schon als Grundschüler auf der Bühne, studierte dann aber zunächst Geschichte am traditionsbeladenen Londoner University College. Trotz des ausgezeichneten Abschlusses als Historiker, entschloss er sich mit 25 Jahren schließlich doch noch, Schauspieler zu werden. Zu dieser Zeit benötigte man dafür in Großbritannien keine besondere Ausbildung, jedoch eine gewerkschaftliche Zulassung(!). Er absolvierte seine Prüfungs-Auftritte in einem Travestie-Stück, in dem er in Frauenkleidern vor's Publikum treten musste; später bezeichnete er das als eine seiner "seltsamsten Erfahrungen".
In der zweiten Hälfte der 80er Jahre wirkte er an mehreren Bühne in England, Schottland, und auch in Los Angeles. Ab 1989 folgten erste Auftritte in englischen Fernsehserien; erst fünf Jahre später erhielt er seine erste Kleinrolle in Hollywood. Die Rolle des überaus "britischen" Waffenoffiziers 'Malcolm Reed' war ihm nahezu 'auf den Leib geschrieben', es war seine vierte permanente Serienrolle.
Nach dem Ende von STAR TREK im Jahr 2005 setzte Dominic Keating seine Karriere nahtlos fort, wir sahen ihn u.a. in einer permanenten Rolle in "Heroes" und im Fantasy-Abenteuer "Sherlock Holmes" (2010). Hinzu kommt seine Tätigkeit als Sprecher für Trickfilme und Hörbücher. Er lebt und wirkt wechselnd in Los Angeles und in London.
Linda Park
Linda Park wurde am 9. Juli 1978 in Seoul (Korea) geboren und wuchs in Kalifornien auf; ihre Muttersprachen sind sowohl koreanisch als auch englisch und spanisch. Sie ist die jüngste unter den wirklichen STAR TREK-Hauptdarstellern*.
Nach mehreren Auftritten in -bereits recht anspruchsvollen- Schulaufführungen stand für sie der künftige Lebensweg fest: Sie absolvierte ein Schauspiel-Studium an der Universität von Boston. Unmittelbar nach dem Abschluss konnte sie in "Enterprise" ihre erste Hauptrolle übernehmen.
Linda Park spielte nach STAR TREK weitere permanente Serienrollen. Parallel dazu ist sie an verschiedenen Theatern in Los Angeles tätig; sie ist zertifizierter Meister für Ballett, lateinamerikanische Tänze und Kampfsport-Darstellungen. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten Tom Hardy* betreibt sie ein eigenes Theater-Projekt und ist inzwischen nur noch hin und wieder in TV-Rollen zu sehen.
Anthony Montgomery
Anthony [D.] Montgomery, Enkel des Jazz-Gitarristen Wes Montgomery, wurde am 2. Juni 1971 in Indianapolis (Indiana) geboren. Er verschrieb sich von Jugend an der Schauspielerei und besuchte mehrere Theater-Fakultäten im Staat Indiana, bevor er einen Abschluss in Performance-Kunst und Dramatik ablegte. Danach wirkte er zunächst als Comedian. Nach seinem erfolglosen Vorsprechen für die Stammbesatzung von "Voyager" (1994), konnte er 1998 nach Hollywood wechseln und regelmäßig an TV-Serien mitwirken. Eine weitere beeindruckende, aber dennoch erfolglose Bewerbung um eine "Voyager"-Gastrolle* im Jahr 2000 brachte ihn in die enge Wahl für die Besetzung der "Enterprise"-Brücke.
Der "Enterprise"-Steuermann 'Travis Mayweather' ist die umfangreichste seiner (bisher) drei permanenten Rollen, hinzu kommt ein gutes Dutzend Auftritte als Gaststar und in Filmen. Parallel dazu arbeitet er seit 2004 auch wieder am Theater und versucht sich als Hip-Hop-Musiker; in seinem Debüt-Album aus dem Jahr 2008 verarbeite er STAR TREK-Musikthemen.
Anthony Montgomery ist ein vielseitiger, gefragter Künstler, er betreibt anspruchsvolle Sportarten wie Tauchen und Asiatische Kampfkunst.
Zachary Quinto
Zachary John Quinto, geboren am 2. Juni 1977 in Pittsburgh (Pennsilvania), entstammt einem enfachen, irisch-italienischen Elternhaus, sein Vater starb bereits 1984. Von Jugend an wollte er nichts anderes werden als Schauspieler, seinen ersten Theaterpreis erhielt er noch während der Schulzeit.
Mit 22 Jahren, den frischen Universitäts-Abschluss im Fach Musiktheater in der Tasche, ging Zachary Quinto nach Hollywood, wo er zunächst etwa zwanzig Kleinrollen, ab 2003 auch erste permanente Rollen in verschiedenen TV-Serien spielte. Mit dem Charakter des 'Sylar' in der Serie "Heroes" gelang ihm 2006 der Aufstieg zum Weltstar. Die beeindruckende Darstellung des zerrissenen, psychopathischen Außenseiters und die Ähnlichkeit mit dem jungen Leonard Nimoy machten ihn nahezu zwangsläufig zur 'ersten Wahl' für die Neubesetzung von 'Spock'; dies war seine erste Rolle in einem großen Kinofilm.
Es folgten weitere Filmrollen, inzwischen auch wieder eine permanente TV-Serie. Dabei blieb Zachary Quinto stets auf das Rollenfach des "Dunkelmannes" festgelegt.
Als im Jahr 2011 die Nachricht vom Schicksal eines 14−jährigen Schülers durch die Presse ging - er hatte sich das Leben genommen, als ihm klar geworden war, dass er homosexuell ist - entschloss sich Zachary Quinto, seine Popularität in die Diskussion einzubringen und die eigene Homosexualität öffentlich bekannt zu machen: "... als Schwuler zu leben, ohne sich öffentlich dazu zu bekennen, reicht einfach nicht aus für einen wirkungsvollen Beitrag an der immensen Arbeit, die noch vor uns liegt auf dem Weg zu völliger Gleichbehandlung."
Chris Pine
Christopher Whitelaw Pine, geboren am 26. August 1980 in Los Angeles, kommt aus einer Schauspieler-Familie. Vater Robert Pine wirkte bisher an fast 200 Serien und Filmen mit und ist weiterhin aktiv. Er war Gaststar in drei STAR TREK-Episoden. Sowohl Mutter und ältere Schwester, als auch die Großeltern waren Schauspieler. Unter den Vorfahren sind auch jüdische Einwanderer aus Russland.
Chris Pine studierte zunächst Anglistik, u.a. in Leeds (England), kehrte dann aber nach Kalifornien zurück, um doch Schauspieler zu werden. Parallel zu seiner Schauspiel-Ausbildung konnte er ab 2003 in ersten Serien-Kleinrollen auftreten. Doch schon bald führte er sich in größere Arbeiten in Kinofilmen ein. Der Einsatz als 'James T. Kirk' in "STAR TREK" (2009) war seine siebte Rolle in einem Kinofilm und seine erste Hauptrolle überhaupt.
Obwohl er als Erbe des von William Shatner kreierten Kultcharakters alles andere als überzeugen konnte, wurde er für die Fortsetzung "...Into Darkness" - beinahe zwangsläufig - erneut in diese Rolle gecastet... um sich in dieser 'zweiten Runde' ganz wesentlich zu steigern. Darüber hinaus ist er nunmehr ein 'TREK Star', ein bekanntes, verkaufsträchtiges Leinwandgesicht, was ihm zu weiteren attraktiven Rollenangeboten verhilft...
Karl Urban
Karl-Heinz Urban wurde am 7. Juni 1972 in Wellington (Neuseeland) geboren. Der Vater, ein Einwanderer aus Deutschland, hätte ihn gerne als Nachfolger in seine Lederwarenfabrik eingeführt, doch die Mutter arbeitete für ein örtliches Studio, und so kam er beizeiten mit dem Filmgeschäft in Berührung. Schon mit acht Jahren hatte er eine kleine Sprechrolle in einer TV-Serie. Nach dem Schulabschluss begann er eine Schauspielausbildung an der Victoria Universität, die er jedoch nach einem Jahr abbrach, um eine permanente Serienrolle* in neuseeländischen Fernsehen zu übernehmen. Von nun an war er immer wieder in lokalen Fernseh- und Filmstudios tätig, daneben spielte er regelmäßig Theater, u.a. in Shakespeare-Aufführungen. Über einige Koproduktionen von neuseeländischen und US-Studios* konnte er ab 1997 mit einer permanenten Rolle in der Serie "Xena: Warrior Princess"* in den USA beruflich Fuß fassen, wo er u.a. mit Walter Koenig* drehte.
Seit 2002 steht Karl Urban überwiegend für große Hollywood-Produktionen vor der Kamera, so auch für zwei Teile von Peter Jackson's "Lord of the Rings"*. Sein Wohnsitz blieb jedoch stets in seiner Heimat Neuseeland. 2004 heirate er die Maskenbildnerin Natalie Wihongi, mit der er bereits einen vierjährigen Sohn namens Hunter hatte. Ihr zweiter Sohn (*2005) erhielt den Namen Indiana, genannt "Indy", nach Harrison Ford's Kultcharakter.
Über seine geniale Wiederbelebung des 'Dr. McCoy' in "STAR TREK" (2009) wird berichtet, Altstar Leonard "Spock" Nimoy sei zu Tränen gerührt gewesen, als er hörte, wie perfekt Karl Urban seinem Charakter sogar die typische Sprache* des Rollen-Vorgängers DeForest Kelley zurückbrachte.
Karl Urban lebt mit seiner Familie in Auckland (Neuseeland) und reist regelmäßig für ausgewählte, hochkarätige Produktionen nach Hollywood. In seiner Heimat engagiert er sich an führender Stelle für das nationale Kinderhilfswerk KidsCan.
Bruce Greenwood
Stuart Bruce Greenwood wurde am 12. August 1956 in Noranda (Québec, Kanada) geboren. Beide Eltern (Geophysik-Dozent und Klinik-Fachschwester) wirkten an der University of British Columbia. Er hatte ein hervorragendes Talent für Skisport und besuchte ein Sportschul-Internat in den Schweizer Alpen; seine Sportkarriere endete jedoch im Alter 16 Jahren wegen einer schweren Verletzung, die sein rechtes Knie dauerhaft schädigte. Es heißt, er sei weitgehend ohne Fernsehen aufgewachsen und habe auch als Erwachsener noch jahrelang ohne TV-Gerät gelebt.
Bruce Greenwood studierte ab 1974 zunächst für drei Jahre Philosophie und Ökonomie, wollte dann aber Schauspieler werden. Es wird berichtet, dass Brad Dourif's genialer Part in "One Flew Over the Cuckoo's Nest"* (1975) ihn dazu inspiriert habe, er hatte jedoch schon bei Studienbeginn auch einen Schauspielkurs belegt und als 'Tarzan' auf der Bühne gestanden. Nun bereiste er die USA und Europa und finanzierte seine Ausbildung an renommierten Schulen in New York und London mit Gelegenheitsjobs, darunter auch Kleinrollen im Theater und vor der Fernsehkamera. Der Durchbruch als professioneller Mime gelang 1986, als er mit einer permanenten Rolle in die Erfolgs-Serie "St. Elsewhere"* einsteigen konnte.
Seit Ende der 90er Jahre wirkt Bruce Greenwood überwiegend an großen Kinoproduktionen mit. Internationale Beachtung fanden u.a. seine Verkörperung des ermordeten Präsidenten Kennedy in "Thirteen Days" (2000) und des skrupellosen Managers 'Robertson' im SciFi-Thriller "I, Robot" (2004). Dazwischen wirkte er als Stimmen-Imitator bei Hörbuch-Produktionen, Trickfilmen und Computerspielen (u.a. "Batman"). Seiner überzeugenden Leistung als 'Christopher Pike' in "STAR TREK" (2009) folgte ein kurzer, aber eindrucksvoller 'Ehren-Auftritt' in der Fortsetzung "... into Darkness".
Bruce Greenwood heiratete 1995, nach fast 25 gemeinsamen Jahren, seine Jugendliebe Susan Devlin, das Paar lebt mit der gemeinsamen Tochter in Los Angeles, wo er zu den erfolgreichsten und gefragtesten Hollywood-Mimen gehört.
Zoë Saldana
Zoe Yadira Saldaña Nazario wurde am 19. Juni 1978 in Passaic (New Jersey) geboren. Da ihre Eltern aus der Karibik kommen, ist ihre erste Muttersprache spanisch. Nach dem Unfall-Tod des Vaters (1987) folgte sie ihrer Mutter in die Dominikanische Republik, wo sie in Ballett und Jazz ausgebildet wurde. Danach ging sie nach New York und studierte Schauspiel.
Nach Abschluss der Schauspielschule stand sie ab 1995 zunächst auf einigen New Yorker Jugend-Bühnen. Nach einer TV-Kleinrolle (1999) gelang ihr 2000 der Durchbruch in's große Kino mit dem Film "Center Stage". Drei Jahre später wurde sie weltweit bekannt mit ihrer kleinen, aber einprägsamen Rolle als 'aufmüpfige Piratin' im ersten "Fluch der Karibik"-Film*. Die überaus fähige, selbstbewusste STAR TREK-Offizierin 'Nyota Uhura' war bereits ihre zwanzigste Rolle in einem großen Kinofilm, unmittelbar darauf folgte die Hauptrolle in "Avatar"*.
Zoë Saldana (inzwischen häufig Zoe Saldana) befindet sich auf einem anhaltenden "Hochplateau" ihrer Karriere. Seit 2010 kamen zehn weitere Filme hinzu, darunter die Titelrolle in "Nina", um die legendäre Jazz- und Blues-Musikerin Nina Simone, und weitere führende Hauptrollen. Die erste Fortschreibung von "Avatar" ist in Arbeit, weitere sind angekündigt ...
Anton Yelchin
Anton Viktorovich Yelchin (Антон Викторович Ельчин) wurde am 11. März 1989 im damaligen Leningrad (heute St. Petersburg) geboren und ist somit der einzige echte Russe in STAR TREK. Seine Eltern, professionelle Eiskünstläufer, fühlten sich in Russland wegen ihrer jüdischen Wurzeln verfolgt; sie wanderten wenige Monate nach seiner Geburt aus und ließen sich in Kalifornien nieder.
Es wird berichtet, der kleine Anton habe bereits mit vier Jahren darauf bestanden, keinesfalls Eiskunstläufer, sondern viel lieber Schauspieler werden zu wollen. Er belegte am College die Schauspielklasse und wirkte mit zehn Jahren an mehreren Independent Film-Projekten mit, sowie in einer (bereits creditierten) Nebenrolle an der Serie "Emergency Room"*. Mit zwölf erhielt er den Young Artist Award als bester jugendlicher Hauptdarsteller in "Hearts in Atlantis"*. Er wurde bald US-Bürger.
Anton Yelchin ist der jüngste TREK STAR überhaupt. Der unruhige, etwas überdrehte 'Ensign Pavel Chekov' in "STAR TREK" (2009) war für den kaum Zwanzigjährigen die 13. Kinorolle; hinzu kamen zwölf Gastauftritte in TV-Serien und eine permanente Serienrolle. Er gehörte mit durchschnittlich vier Filmen pro Jahr zu den produktivsten Hollywood-Darstellern. Mit seiner markant-heiser klingenden Stimme und dem noch immer deutlichen slavischen Akzent wirkte er auch immer wieder als Sprecher für Trickfilme und Videospiele.
Anton Yelchin starb am 19. Juni 2016 bei einem tragischen Unfall auf seinem Anwesen in San Fernando bei Los Angeles; Er wurde nur 27 Jahre alt. Die Premeriere seines kurz zuvor abgedrehten dritten STAR TREK-Filmes* konnte er nicht mehr miterleben.
Simon Pegg
Simon John Beckingham wurde am 14. Februar 1970 in Gloucester (England) geboren. Sein Vater, Jazzmusiker und Musikalienhändler, verließ die Familie 1977. Als seine Mutter später wieder heiratete, nahm er den Namen des Stiefvaters an: Pegg. Seine Kindheit war geprägt von häufigen Umzügen und Schulwechseln. Mit 16 spielte er Schlagzeug in einer Schülerband. Nach der Highschool studierte er Englische Literatur, Theaterwissenschaft und Schauspiel in der Shakespeare-Stadt Stratford und an der Universität Bristol, wo er auch mit dem Marxismus in Berührung kam. 1991 erhielt er den Bachelor-Abschluss. Danach wirkte er für einige Jahre an einer Londoner Comedy-Bühne, ab 1995 kamen erste Auftritte in englischen TV-Serien hinzu, für die er auch immer wieder Drehbücher schrieb.
Simon Pegg ist ein großer Liebhaber von SciFi- und Fantasy-Verfilmungen; den ersten "Star Wars"-Film*, den er im Alter von sieben Jahren sah, bezeichnet er als "sein Erwachen". Er ist bekannt dafür, in seine Charaktere und Drehbücher immer wieder Bezüge einzubauen zu Klassikern wie "Akte X"*, "Buffy - Im Bann der Dämonen"*, "Mission Impossible"... oder eben "Star Wars". Er wirkte vor seiner STAR TREK-Mission als 'Scotty' an mehr als vierzig Produktionen als Darsteller mit und verfasste etwa eben so viele Drehbücher.
Auch nach STAR TREK ging Simon Pegg nicht dauerhaft nach Hollywood, er ist ein viel-beschäftigter "Weltbürger", der seine Rollen eben so in England oder Deutschland annimmt wie in den USA und Kanada. Wie sein großer Rollen-Vorgänger James Doohan ist auch er -nebenbei- ein beliebter und häufig beschäftigter Stimmen-Imitator für Trickfilme und Computerspiele. Er ist seit 2005 verheiratet und wurde genau drei Monate nach der STAR TREK-Premiere Vater einer Tochter.
John Cho
John Yohan Cho, geboren am 16. Juni 1972 in Seoul (Südkorea), ist der Sohn eines aus Nordkorea geflohenen Priesters. Die Familie übersiedelte 1978 in die USA und ließ sich nach einigen Zwischenstationen in Los Angeles nieder. Er erwarb an der Universität von Kalifornien den Bachelor-Abschluss für Englische Sprache und arbeitete ab 1996 als Englisch-Lehrer an einer Highschool in Hollywood. Daneben wirkte er in einem Theater-Projekt zur Integration und Schulung asiatischer Einwanderer; hier sammelte er die Schauspiel-Erfahrungen, die ihn ab 1997 in mehreren Kleinrollen vor die TV-Kamera brachten. Seit seinem Einsatz in "American Pie" (1999) hatte er auch eine permanente Serienrolle, wirkte jedoch hauptsächlich an großen Kinofilmen mit, meist in kleinen und kleinsten Rollen. Neben dem Filmgeschäft ist er seit dieser Zeit auch Leadsänger der Rockband "Left of Zed", deren Alben jedoch bisher kaum über die Grenzen von Kalifornien hinaus bekannt wurden.
John Cho hadert mit seiner asiatischen Herkunft, die ihn (so sieht er selbst es) immer wieder daran hindert, bedeutende Rollen zu ergattern. Der etwas unbeholfene, aber kämpferische Steuermann 'Sulu' in STAR TREK (2009) war seine zweite Hauptrolle überhaupt. Obwohl nun weltweit bekannt, bleibt er ein zwar vielbeschäftigter, doch auch weiterhin meist in 'der zweiten Reihe' agierender Darsteller.
Benedict Cumberbatch
Benedict Timothy Carlton Cumberbatch geboren am 19. Juli 1976 in London (England), ist der Sohn eines Schauspielerpaares. Während Vater Timothy Carlton (eigentlich Timothy Carlton Cumberbatch) eher als Mann der Bühne gilt und erst später den Weg vor die Kamera fand, war Mutter Wanda Ventham Dauergast in den aktionsreichen englischen TV-Serien der 1960er und 70er Jahre. Beide sind in ihren Rollenfächern bis heute aktiv.
Benedict besuchte die Schauspielklasse der renommierten Harrow School, wo er als Ausnahme-Talent erkannt wurde und bereits Hauptrollen in Shakespeare-Aufführungen geben konnte. Nach einem 'Auszeit-Jahr' (er ging nach Tibet, um in einem Kloster die englische Sprache zu lehren) absolvierte er sein Schauspielstudium an der Universität Manchester. Die Suche nach weiterer Vervollkommnung führte ihn nun noch immer nicht zur Bühne, sondern an die London Academy of Music and Dramatic Art, die älteste und renommierteste Bildungsstätte für dramatische Kunst im britischen Empire. Danach, endlich, begann der 25-Jährige seine professionelle Arbeit auf der Bühne, und die besten Londoner Theater boten ihm sofort Hauptrollen an. Er wirkte mit größtem Erfolg an verschiedenen Theatern, erspielte sich jede Menge Beifall und mehrere Theaterpreise.
Parallel zu seiner Theaterarbeit stand er mehrmals im Jahr vor der Fernsehkamera von BBC, von Anfang an in mittleren und größeren Rollen. Ein erster großer Höhepunkt seines Filmschaffens war die Titelrolle in "Hawking" (2004)* um das schwer behinderte Physik-Genie Stephen Hawking*. Auch jenseits des Atlantik wurde man auf das junge englische Genie aufmerksam, Hauptrollen in amerikanischen Filmen und internationalen Koproduktionen folgten. Doch seine bisher großartigste Leistung führte ihn wieder zurück in's heimatliche London: Seit 2010 gestaltet er die Titelrolle in der TV-Serie "Sherlock", die als einzige wirklich gelungene Neuzeit-Adaption von Conan-Doyle's Kultcharakter 'Sherlock Holmes' gelten muss.
Trotz, oder gerade wegen seiner nunmehr weltweiten Popularität setzt er seine Bühnenkarriere bis heute fort. 2012 erhielt er den renommierten Olivier Award als bester Darsteller für seine Leistung in "Frankenstein" am Londoner Nationaltheater.
Anfang 2013 wurde bekannt, dass er unter dem Rollennamen 'Khan John Harrison' die Schurkenrolle im zwölften Kinofilm "STAR TREK into Darkness" spielt. Erst im Laufe des Films erfahren wir -mit einiger Überraschung-, dass er doch als 'Noonien Singh' agiert. Obwohl nur noch wenig an Ricardo Montalban's legendären Kultcharakter erinnert.
2015 wurde der erst 39-Jährige zum 'Commander of the Order of the British Empire' ernannt, er ist der jüngste Mensch, der je in dieser Weise geehrt wurde.