Am 9. April 2015 meldet die Regionalzeitung "Freie Presse" auf ihrer Titelseite eine eigentlich schon sensationelle Meldung der dpa über die weitere Ausbreitung der unlängst fast ausgestorbenen Buckelwale. STZ zitiert:
Buckelwale in der Ostsee
Wegen der wachsenden Population suchen die Wale neue Fressgebiete
Forscher sprechen von einer Sensation: Ein Buckelwalweibchen und ein Jungtier haben höchstwahrscheinlich in der Ostsee überwintert. Ende März wurde vor der schwedischen Ostküste ein Walweibchen gesichtet, das wohl bereits im Sommer vergangenen Jahres zusammen mit seinem Kalb in der deutschen und dänischen Ostsee unterwegs war. "Wir haben die Bilder überprüft und sind uns zu 99 Prozent sicher, dass es das Muttertier ist", sagte der dänische Walforscher Carl Hinze der "Ostsee-Zeitung". Gewöhnlich schwimmen die Tiere vor dem Winter wieder in die Nordsee.
Anhand von Kratzern auf dem Rücken konnten die Forscher auch das Jungtier identifizieren. Es habe sich im Februar von seiner Mutter getrennt und sei diesen Monat im Øresund zwischen Dänenmark und Schweden gesehen worden, sagte der Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Harald Benke.
Schon vor mehr als vierhundert Jahren wurden Buckelwale in der Ostsee gesichtet, doch immer sind sie wieder zurückgeschwommen.
"Die Tiere gehören eigentlich in den offenen Ozean", erklärte Kinze. "Sie paaren sich in subtropischen Gewässern, bekommen ihr Junges und schwimmen im Sommer in den Norden. Dort gibt es größere Fischbestände. Doch Schema F gibt es nicht mehr", ist sich der Forscher sicher.
Wegen der wachsenden Population suchen die Wale neue Fressgebiete und wagen sich weiter vor. Ein anderer Grund sei vermutlich die Meereserwärmung. In diesem Winter habe es kaum Eis in der Ostsee gegeben. Die Wale konnten das ganze Jahr hindurch Sprotten und Heringe finden. (dpa) Sigrid Harms
Ende des Zitats. "Freie Presse" veröffentlicht dazu wiederum ein 'dpa'-Foto eines springenden Buckelwals, diesmal von Soeren Hombolt. Die Bildunterschrift lautet "Die Walforscher sind sich sicher, dass künftig noch mehr der hochspringenden Buckelwale in die Ostsee kommen werden."
STAR TREK-Jubiläumsdaten


Am 15. April 2011 veröffentlicht die westsächsische Regionalzeitung "Freie Presse" auf ihrer Titelseite einen dpa-Artikel über neueste Erkenntnisse der Walforschung. Autorin ist Christiane Oelrich.
Diese Erkenntnisse stimmen auf verblüffende Weise mit dem überein, was 25 Jahre zuvor in STAR TREK über Buckelwale gesagt wurde. Für die STAR TREK Liebhaber in aller Welt und ganz besonders für die Zuschauer des beliebten vierten Kinofilms zitiert STZ diesen "Freie Presse"-Artikel ungekürzt und unbearbeitet:
Hits für die Herzdamen
Auch Buckelwale haben eine Schwäche für Ohrwürmer
Buckelwale lieben Ohrwürmer. Offenbar kopieren die Männchen in der Paarungszeit besonders eingängige Songs von ihren Nebenbuhlern. So verbreiten sich die Hits über tausende Kilometer im Ozean - meist von West nach Ost. Ein „Kulturaustausch“ auf so breiter Ebene sei bislang nur von Menschen bekannt, meint Ellen Garland, Biologin an der Universität Queensland. Sie hat mit ihren Kollegen die Wale mehrere Jahre beobachtet.
Unklar ist, warum Wale überhaupt singen. „Wir glauben, dass Männchen sich mit dem neuesten Song einfach von den anderen abheben wollen und hoffen, damit bei den Weibchen zu landen“, mutmaßt Garland. Die Wale zeigen dabei ein erstaunliches Gespür für neue Trends.
Manchmal enthalte der Gesang Elemente aus dem Nummer-Eins-Hit der vorherigen Paarungszeit und werde nur mit neuen Tönen aufgemischt. „Das ist ein bisschen, als wenn man einen alten Beatles-Song mit Material von U2 mixt“, berichtete Garland. „Manchmal verschwinden die alten Songs aber völlig, und die Wale singen ein ganz neues Lied.“
Der „Musikmarkt“ funktioniert fast so wie in der Menschenwelt: Aus den bevölkerungsreichen USA schwappen die meisten Hits in andere Gefilde. Nur einmal kam ein Song mitten aus dem Pazifik Richtung Westen nach Australien - ein bisschen, wie wenn es „Tokio Hotel“ in die Top Ten der US-Charts schafft. Cristiane Oelrich, dpa
Ende des Zitats. "Freie Presse" veröffentlicht zu diesem Artikel ein Foto von Jose Jacome/dpa, das einen springenden Buckelwal zeigt. Die Bildunterschrift lautet "Buckelwale sind die Minnesänger der Meere."


Mr. Spock im Weltall
Ein Kleinplanet mit großem Namen
Von Gunter Cibis
Kleine Planeten oder Planetoiden, zu denen Mr. Spock gehört, sind Überreste bei der Entstehung unseres Sonnensystems. In den Bereichen um die Sonne, in denen sich die Mehrzahl der kleinen Planeten auch jetzt noch befindet, sind sie auch entstanden (vor etwa 5 Milliarden Jahren). In diesen Bereichen des Sonnensystems hatte die Menge des für die Bildung fester Körper verfügbaren Materials nicht einen einzigen großen Körper, sondern eine Vielzahl kleiner Körper gebildet. Die meisten der bekannten kleinen Planeten bewegen sich im Abstandsbereich von der Sonne von 2,2 AE* bis 3,2 AE, dem Planetoidengürtel, rechtläufig (also im Uhrzeigersinn) um die Sonne. Die Umlaufszeiten liegen zwischen 3,2 Jahren und 5,8 Jahren. Die kleinen Planeten bewegen sich auf elliptischen Bahnen, deshalb schwankt der Abstand Mr. Spock Sonne. Die mittlere Entfernung von Mr. Spock von der Sonne beträgt 3,02 AE. Für einen Umlauf um die Sonne benötigt er 1.912,5 Tage. Sein Durchmesser beträgt etwa 21 Kilometer.
Die Durchmesser der kleinen Planeten des Planetoidengürtels sind generell unter 1.000 Kilometer, die weitaus meisten haben Durchmesser von unter 50 Kilometer. Die Gesamtzahl der kleinen Planeten des Planetoidengürtels kann man mit mehreren Millionen angeben einschließlich der Objekte mit Durchmessern bis zu einigen hundert Meter. Der erste kleine Planet, (1) Ceres, wurde am 1.1.1801 von Giuseppe Piazzi in Palermo (Sizilien, Italien) entdeckt und nach der römischen Göttin des pflanzlichen Wachstums benannt. Der Durchmesser von (1) Ceres ist knapp unter 1.000 Kilometer. Zum Vergleich: Der Durchmesser des Erdmonds ist 3.476 Kilometer. Bis Mai 2008 wurden 187.745 kleine Planeten entdeckt und nummeriert. Weitere sehr große Planetoiden existieren hinter der Neptunbahn (Trans-Neptun-Objekte). Die Entfernungen von der Sonne liegen im Bereich von etwa 35 AE bis etwa 50 AE.
Bisher wurden mehr als 1.000 Trans-Neptun-Objekte gefunden. Der seit 24.8.2006 als Zwergplanet bezeichnete Pluto ist sicher das bekannteste Trans-Neptun-Objekt. Seine Bezeichnung ist (134340) Pluto. Die Durchmesser der bisher bekannten Trans-Neptun-Objekte betragen bis zu etwa 2.500 Kilometer.
(2309) Mr. Spock (2309 ist die laufende Nummer, die man dem kleinen Kerl zugeteilt hat) wurde am 16.8.1971 von James B. Gibson am Observatorium Felix Aguilar in El Leoncito (Argentinien) entdeckt. Benannt wurde er nach der Katze des Entdeckers, die den Namen des STAR TREK-Charakters Mr. Spock trug (Minor Planet Circular 10042).
Der kleine Planet Mr. Spock ist nicht rund, sondern kartoffelförmig. Seine Oberfläche dürfte mit Kratern übersät sein, weil immer wieder kleinere Gesteinsbrocken auf seine Oberfläche gestürzt sind. Die Planetoiden haben keine schützende Atmosphäre.

Angaben zum Entdecker:
Der amerikanische Astronom James B. Gibson hat von 1971 bis 1985 13 kleine Planeten entdeckt. Nach dem Entdecker selbst ist ein kleiner Planet benannt worden. (2742) Gibson wurde am 6.5.1981 von Carolyn Jean Spellmann Shoemaker in Palomar (California, USA) entdeckt (Minor Planet Circular 7621).

Literatur:
Lutz D. Schmadel: Dictionary of Minor Planet Names, Springer-Verlag Berlin Heidelberg New York


Anmerkung der Redaktion:
2001 wurden die Plantoiden (26733) und (26734) entdeckt, sie tragen die Namen Nanavisitor und Terryfarrell.