.Neue Serie ?
Nach übereinstimmenden Quellenangaben plant CBS für Herbst 2017 den Start der neuen, sechsten Fernsehserie unter dem Namen "STAR TREK". Als Captain der "U.S.S. Discovery" ist die inzwischen 55−jährige chinesisch-stämmige Malayin Michelle Yeoh im Gespräch; sie sollte den STAR TREK-Zuschauern am ehesten in Erinnerung sein als reifes 'Bond-Girl' an der Seite von "007" Pierce Brosnan in "Der Morgen stirbt nie" (1997)*. Auch der Erste Offizier sei weiblich.
Zunächst seien 15 Episoden geplant, was heute für eine Start-Staffel als ungewöhnlich umfangreich gilt...
STAR TREK-Jubiläumsdaten


.'Captain Picard' will Amerikaner werden !
Anfang März 2017 sorgt er für eine weitere Sensationsmeldung: Der britische "Lord der Schauspielkunst" Sir Patrick Stewart beantragt seine Einbürgerung in die USA!
Erklärter Hintergrund ist seine heftige Opposition gegenüber dem umstrittenen US-Präsidenten Donald Trump. Sir Patrick zeigt sich entschlossen, seine Popularität als Weltstar zu nutzen, um etwas gegen die Politik des neuen Präsidenten seiner Wahlheimat zu unternehmen. Er habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass es für Ausländer in Amerika keinerlei Chance gibt, politisch aktiv zu werden...
Sir Patrick! Ist Ihnen klar, dass es in den USA keine "Doppelte Staatsbürgerschaft" gibt? Was wird aus einem Lord Ihrer Majestät, wenn er aufhört, Brite zu sein ?! .

... "SPACE - THE FINAL FRONTIER"
Am 8. September 1966 startete DIE Fernsehserie, die in das Welt-Kulturerbe eingehen sollte.
Keine andere Produktion wurde so kontrovers diskutiert und war bereits im Vorfeld derart umstritten. Keine andere Serie schrieb in diesem Maße nicht nur Fernsehgeschichte, sondern auch reale Geschichte, brach immer wieder überholte "Tabu"s.
Heute, zwei Menschen-Generationen später, sind die Auswirkungen von STAR TREK auf die reale Welt bereits deutlich sichtbar: Unmenschlichkeit, Unfreiheit, Diskriminierung und Intoleranz sind zwar noch nicht völlig überwunden, doch die Fortschritte sind viel größer, als das Team RODDENBERRY es sich damals auch nur erträumen konnte. Dabei sind wir noch immer 150 Jahre entfernt von 'Captain Kirk'...

Nächster Film angekündigt
Pünktlich zur Premiere von "STAR TREK Beyond" gibt es erste Informationen zu einem weitere STAR TREK-Film.
Die ZEITUNG informiert HIER

Tragischer Tod des Allerjüngsten
Am 19. Juni 2016 verliert
Anton Yelchin
sein Leben.
Er stirbt bei einem tragischen Unfall auf seinem Anwesen in San Fernando (Kalifornien), kurze Zeit nach dem Drehschluss des 13. Kinofilms "STAR TREK Beyond", dessen Premiere er nicht mehr miterlebt.
Der allerjüngste TREK-Star war wesentlich jünger als Cirroc Lofton ('Jake Sisko') und Linda Park ('Hoshi Sato'), ja sogar jünger als Hana Hatae (Molly O'Brien') und Scarlett Pomers ('Naomi Wildman'). Er wurde 27 Jahre alt.

Stellvertretend für Hunderte von stillen TREK STARs würdigt die ZEITUNG an dieser Stelle den am 25. Dezember 2015 verstorbenen Drehduchautor
George Clayton Johnson
Er schuf die Geschichte "The Man Trap" ("Das Letzte seiner Art"), mit der fast fünfzig Jahre zuvor alles begann...

"Das Leben ist wie ein Garten.
Perfekte Momente sind möglich,
aber sie können nicht bewahrt werden,
außer im Gedächtnis."
Am 27. Februar 2015 erliegt
Leonard Nimoy
einer langen Krankheit.
Der dienst-älteste STAR TREK-Weltstar hat stets den selben Charakter dargestellt, 48 Jahre lang. Er erreicht ein Alter von 83 Jahren und 11 Monaten.
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Frage: Was hat James Kirk gemeinsam mit Harry Potter ?
Antwort: Die deutsche Synchronstimme:

Schon Classic-Captain William 'Kirk' Shatner erhielt seinerzeit die schier markanteste und populärste aller Synchronstimmen: Der damalige 'König der Synchronsprecher' Gert Günther Hoffman hat den größten Film-und Fersehhelden seiner Zeit eine deutsche Stimme gegeben: *'James Bond 007', 'John Steed', 'Old Shatterhand', 'Jerry Cotton', 'Sindbad', 'Inspector Craddock', 'Nathan Bridger'*... und eben... 'James Kirk', um nur die bekanntesten zu nennen; dazu kamen weltbekannte Western-Helden wie Paul Newman, Rock Hudson, Robert Vaughn...

In der STAR TREK-'Wiedergeburt' ab 2009 wurde auch der neue, junge 'Kirk'-Darsteller Chris Pine mit einer sehr populären deutschen Stimme versehen: Der zu dieser Zeit 21−jährige Nico Sablik hatte bereits mehr als hundert(!) Synchron-Arbeiten geleistet. Am bekannstesten ist zweifellos seine Synchronisation des englischen Zauber-Schülers 'Harry Potter'. Er übernahm diese Aufgabe 2001, im Alter von dreizehn Jahren. Und mit bereits acht(!) Jahren Synchron-Erfahrung im Gepäck.
Inzwischen hat sich die Popularität von Nico Sablik vervielfacht. Wir hören ihn u.a. in "Percy Jackson" und als neuen "Spiderman"...
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Er hat es wieder getan !
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Am 9. September 2013 rauscht es im 'Blätterwald':
Der inzwischen 73−jährige Super-Mime Sir Patrick Stewart hat geheiratet... Zum dritten Mal! Und seine 'Neue' ist noch jünger als alle vorherigen, sogar jünger als die (vorerst) letzte 'Langzeit-Freundin' Lisa...

1990 wurde er nach 24 Ehejahren geschieden, von der nahezu gleichaltrigen Choreografin Sheila Falconer, der Mutter seiner beiden Kinder. Ab 2000 war er für drei Jahre mit der knapp 15 Jahre jüngeren STAR TREK-Produzentin Wendy Neuss verheiratet. Es folgte eine längere Liaison mit der fast 40 Jahre jüngeren Schauspielerin Lisa Dillon...

Die nunmehr 'frischgebackene' Lady Stewart ist die New Yorker Jazz-Sängerin Sunny Ozell; und sie ist eben erst 31... und damit satte 42 Jahre jünger als der scheinbar alterslose Kult-Mime. Immerhin: Die beiden sind bereits seit fünf Jahren ein Paar, das lässt hoffen...

Sir Patrick! STZ gratuliert auf's herzlichste. Und wünscht Ihnen mit Ihrer schönen jungen Frau ein langes Leben in Stetigkeit und Beschaulichkeit.
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Allein gegen die Sternenflotte
Am 8. Mai 2013, noch vor der Deutschland-Premiere des zwölften Kinofilms "Into Darkness", bringt die große sächsische Regionalzeitung "Freie Presse" einen mehr als halbseitigen Artikel. Unter dem Titel "Prügel von innen - Nur das Drehbuch kann ihn stoppen", geht es vor allem um den neuen 'Khan' Benedict Cumberbatch, der in diesem Film die "Enterprise"-Besatzung regelrecht aus dem Universum fege.
Dass Ex-Schönling Chris 'Kirk' Pine (längst zu alt für kreischende Grundschul-Mädchen) dem Talent des englischen Schauspiel-Genies kaum nichts entgegenzusetzen hat, war von vornherein klar. Doch auch der nicht ganz unbedeutende Rest der Besatzung, selbst der hervorragende Zachary 'Spock' Quinto, verblasst offenbar zu Komparsen, die das Genie Cumberbatch mit Leichtigkeit 'an die Wand spielt'.
"Freie Presse" schreibt: "Ohne Gruselmaske, ohne Freak-Kostüm, drückt er, fast bewegungslos ..., nur mit seinen Mundwinkeln so eine brisante Mischung aus Hass und Verzweiflung, übersinnlichem Rachedurst und abgründiger Cleverness aus,...", und er sei gegenüber der Sternenflotte deutlich "in der Überzahl", so dass Drehbuch und Regie ihm darstellerisch "eine Hand auf den Rücken binden" müssen.
Erneut sei zu beklagen, dass die Filmhandlung über weite Strecken zur bloßen 'Projektionsfläche' für ausufernde Baller-Action verkommt, während der "philosophische Hintersinn" nach Art von 'Captain Picard' auch diesmal enttäuschend auf der Strecke bleibe.
Inzwischen gibt es die Video-Version, und STAR TREK ZEITUNG muss feststellen, dass in diesem euphorischen Artikel übertrieben worden ist: Im Vergleich zu Ricardo Montalban's legendärem Kult-Charakter (und auch zu Benedict Cumberbatch's bisherigen genialen Rollen) agiert er in diesem Film überraschend eindimensional. Um so mehr, da er von vorherein als 'Bösewicht' feststeht und damit keine Überraschung mehr bringen kann. Offenbar wurde ihm weit mehr als nur "eine Hand auf den Rücken gebunden".
Top 15 der groteskesten STAR TREK-Biografien
Eine Ansammlung von seltsamen Begebenheiten beim Erfinden, Besetzen und Entwickeln von Charakteren. Wer wurde über besonders merkwürdige Wege besetzt, wo haben Autoren und Regisseure die groteskesten Ungereimtheiten hinterlassen...
Platz 1: Die wechselvolle Laufbahn des
Miles Edward O'Brien
Es beginnt bereits am Anfang des TNG-Pilotfilms: Der spätere 'O'Brien' sitzt als namenloser Brückenoffizier am Steuerpult, denn der eigentliche Steuermann, 'Geordi La Forge' ist noch nicht an Bord. Als Ersatz-Steuermann trägt er die rote Uniform des nautischen Personals und hat den Rang eines Lieutenant. Wenige Wochen später, in TNG 8 (7), trägt er eine goldfarbene Uniform. Er ist nun Chef eines Sicherheitskommandos.
Mit Beginn der zweiten Staffel wechselt er zu den Technikern, wir sehen ihn nun regelmäßig im Transporterraum. Ab TNG 33 hat er dann auch einen Namen. Der Rang des Lieutenant bleibt vorerst. Auch als er in TNG 85 eine nicht nur den Zuschauern, sondern scheinbar auch ihm selbst völlig unbekannte Frau heiratet, trägt er zwei "Knöpfe" am Revers seiner Gala-Uniform.
Das ändert sich schlagartig in TNG 128, denn dort ist der Chief dem Gastcharakter 'Barclay' untergeordnet, und der ist nur 'Lieutenant junior grade'. Also lässt man O'Brien kurzerhand gleich um drei(!) Ränge absacken und macht ihn zum 'Ensign junior grade'. Immerhin bleibt er zunächst Offizier, wenn auch eben noch so. Mit diesem Rangabzeichen wird er wenig später Chefingenieur auf DS9.
Was ihn nicht davon abhält, immer wieder die verrücktesten und grauenvollsten Abenteuer zu erleiden; vorläufige Höhepunkte gibt es bei seiner Alien-Vereinnahmung in TNG 115, und in TNG 133, wo er mit einer -äußerlich- Kind-gewordenen, jedoch unvermindert liebesbedürftigen Ehefrau konfrontiert wird. In der deutschen Fassung kommt eine lange Reihe krasser Synchron-Fehler hinzu, die bevorzugt - und immer wieder - den Chief treffen. Das setzt sich in "Deep Space Nine" nahezu nahtlos fort.
Als man im Schlussfilm schließlich in die Anfangszeit zurück springt, ist aus dem damaligen Lieutenant ein Ensign geworden.
Auch auf DS9 bleibt er von den härtesten Schlägen nicht verschont: Schon in DS9 33, DS9 34 und DS9 35 blickt er in das Tor zur Hölle, wird zwei Mal eingekerkert (DS9 45 und DS9 91), und muss einen bajoranischen 'Pah-Geist' überwinden, der von seiner Frau Besitz ergriffen hat (DS9 104 (103))...
Nach drei Jahren auf DS9, in DS9 75 (76), kommt es schließlich heraus: Miles O'Brien ist gar kein Offizier! Er ist ein altgedienter, fähiger und bewährter Unteroffizier, so etwas wie ein 'Oberfeldwebel'. Und nun, endlich, trägt er auch das entsprechende Rangabzeichen: Er ist 'Senior Chief Petty Officer', eben einfach 'Chief '. Damit ist 'Miles O'Brien' der einzige Charakter, der im Laufe der Serien vier(!) verschiedene Rangabzeichen trägt... und das, obwohl er niemals befördert oder degradiert wird!
Doch gerade jetzt wird er vor Aufgaben gestellt, die weit oberhalb der Kompetenz eines 'Petty Officer' liegen: In DS9 90 soll er, der Unteroffizier, eine Expertise über Kommandofragen abgeben... eine Aufgabe für Führungsoffiziere! In DS9 139 und in DS9 161 unternimmt er gar Geheimdienst-Missionen!
Ergo: 'Miles Edward O'Brien' ist ein nur mäßig qualifizierter mittlerer Offizier - niederer Offizier - gar kein Offizier mit sehr großen Fähigkeiten in fast allen Bereichen und mit noch größerer Leidensfähigkeit, sowohl dienstlich als auch familiär.
Das alles zusammen qualifiziert ihn klar zur Nummer 1 dieser Hitliste, zum groteskesten, widersprüchlichsten aller STAR TREK-Charaktere.
Herzlichen Glückwunsch, Mister O'Brien !
Platz 2: Die außer-irdische Karriere des Gospadin
Pavel Chekov
Am Anfang steht ein selbstbewusster Nachwuchs-Darsteller, der die jüngste SciFi-Produktion namens "Star Trek" rundheraus ablehnt, weil er "diese Styroporfelsen-Kulissen" schlichtweg lächerlich findet... Doch das ändert sich sehr schnell und gründlich, denn einige Monate später wird der aus Litauen stammende Bursche mit dem gekonnten russisch-jiddischen Akzent in die Rolle des "Quoten-Russen" gecastet, wo er schon nach wenigen Wochen zur ultimativen Kultfigur aufsteigt. Nach der "Offiziellen STAR TREK-Chronologie" ist 'Ensign Chekov' zu dieser Zeit 22 Jahre alt, Darsteller Walter Koenig bereits 31.
So weit - so gut.
So richtig interessant wird die Sache erst 15 Jahre später, im zweiten Kinofilm. Es ist kein Geheimnis, dass Filmemacher allzu oft kaum etwas von dem Stoff wissen, den sie bearbeiten, und nach dem geballten Unverstand im ersten Film schlägt nun hier die Ignoranz mit voller Härte zurück:
So vielversprechend der Gedanke war, die anspruchsvolle Story um den selbsternannten Welt-Herrscher 'Noonien Singh' fortzuschreiben, so hätte man auf jeden Fall die Zeit finden müssen, sich in der Ausgangs-Episode Classic 24 (22) gründlich kundig zu machen! Doch statt dessen lässt man den 'Khan' ausgerechnet auf den einzigen Hauptcharakter treffen, den es seinerzeit eben noch nicht gab... wenigstens Walter Koenig selbst hätte wissen müssen, dass er an dieser hervorragenden Episode nicht mitgewirkt hat...
Natürlich lassen die Zuschauer diesen Pfusch nicht durchgehen, und nur Stunden nach dem Kinostart ist der rekordverdächtige Kontinuitätsfehler Tagesgepräch bei den STAR TREK-Liebhabern in aller Welt. Paramount sieht sich schließlich gezwungen, zu reagieren. Doch das verkrampfte Statement, das nun im Nachhinein zusammen-fabuliert wird, vergrößert die Unstimmigkeiten nur noch weiter (vergleiche "Randglosse" zum Film). Denn nunmehr hat Pavel Chekov den Großteil seiner Ausbildung nicht an der Akademie, sondern auf der "Enterprise" absolviert. So etwas ist nicht einmal Wunderkind 'Wesley Crusher' gelungen...
Da spielt es dann kaum noch eine Rolle, dass die Dienstlaufbahn des jungen Offiziers in J. J. Abrams' STAR TREK-Wiedergeburt von 2009 einen weiteren krassen Riss bekommt: In diesem Film kommt Ensign Chekov nicht 2267 auf die "Enterprise", sondern bereits 2253. Nach der "Offiziellen Chronologie" ist der jetzt 13(!) Jahre alt, im Film wird sein Alter mit '17' angegeben... Und selbst wenn: Wer in diesem Alter bereits regulärer Offizier ist, muss sein Abitur wohl an der Grundschule gemacht haben... Oder er ist Klingone.
Platz 3: Spot - Katz oder Katze...
Eigentlich ist nichts besonderes an Mr. Data's harmlosem, friedlichem Stubentiger, abgesehen vielleicht von der Frage, wieso überhaupt sich der gefühllose Android ein Schoßtier hält...
Doch Spot macht eine mehr als erstaunliche Wandlung durch, indem er sein biologisches Geschlecht wechselt! Denn am Anfang ist er, wie die allermeisten amerikanischen Film-Tiere, zunächst männlich. Doch nach fast drei Jahren* wechselt die Bezeichnung plötzlich auf 'She', aus dem Kater ist eine Katze geworden...
Der reale Grund für diese seltsame Wandlung ist eine Drehbuch-Idee, die von Spot verlangt, dass er in nächster Zeit Nachwuchs bekommt. Was dann vier Monate später* auch tatsächlich eintritt.
Doch dem amerikanischen und internationalen Fernsehpublikum fällt bei dieser 'Wandlung' kaum etwas auf. Nach englischem Sprachverständnis ist es völlig normal, dass ein Tier zunächst -rein grammatisch- vermännlicht wird, das ist sozusagen, die 'Grundeinstellung'... und es ist ohne weiteres möglich, diese dann später auf 'weiblich' zu 'präzisieren'. So richtig auffallend ist die Sache nur im Deutschen, wo die Katze eben dummerweise von vornherein weiblich ist... das hätten die Synchron-Autoren berücksichtigen sollen, von Anfang an...
Platz 4: Mister Spock
Eigentlich kommt der bis dahin unbedeutende Kleindarsteller Leonard Nimoy nur deshalb zu STAR TREK, weil für die Darstellung des grotesken Alien 'Spock' ein "langer, dürrer Kerl" gesucht wird. Doch schon bald entwickelt die Rolle ein unangenehmes Eigenleben. Nach wenigen Wochen darf 'Spock' nicht mehr lächeln, er wird immer mehr zum eiskalten Logiker. Außerdem fühlt sich Leonard Nimoy ständig im Schatten von Über-Captain 'Kirk' Shatner. Schließlich hasst er STAR TREK, und vor allem hasst er 'Spock'. Seine erste Autobiografie von 1975 heißt "I Am Not Spock" ("Ich bin nicht Spock"), und er lebt für mehrere Jahre in China(!), dem einzigen Land, in dem 'Spock' unbekannt ist. Nur widerwillig kehrt er für die Kinofilme zurück, verzichtet sogar auf den Ehren-Auftritt im siebten Kinofilm.
Im Gegensatz dazu steht sein überragendes Engagement für STAR TREK, zum einen bei der "Animated Series", wo er das Ausbooten zweier Kollegen verhindert, und nicht zuletzt ist es ausgerechnet Leonard Nimoy, der 1991 die Aussöhnung der verfeindeten Fanblöcke erreicht. Danach kommt der 63−jährige langsam mit seiner Rolle in's Reine, sein zweites Buch von 1995 heißt "I Am Spock" ("Ich bin Spock"). Der Einsatz als weiser, greiser "Spock aus der Zukunft" ab dem elften Kinofilm krönt sein Lebenswerk.
Doch auch der 'Spock'-Charakter ist seltsamen Wirrungen unterworfen:
Im Alter von zwei Jahren wird ihm von sich selbst das Leben gerettet... von seinem eigens dafür aus der Zukunft angereisten alter ego. Im zweiten Kinofilm stirbt er dann tatsächlich, doch nicht ohne vorsorglich vorher seinen "Geist abzugeben". Und, was Wunder, er kehrt tatsächlich von den Toten zurück und nimmt seinen "Geist" wieder in sich auf. Und schließlich, im Alter von fast 160 Jahren, reist er in die eigene Jugendzeit zurück, um sein ungestümes, ja aggressives jüngeres Ich "auf Kurs" zu bringen. Und -zwangsläufig- er stirbt, steinalt, in seiner eigenen Jugendzeit...
Platz 5: Zefram Cochrane
Er hat es entdeckt, das Prinzip der 'Raumverwerfung' ('Space Warp'), das es erlaubt, die Einsteinsche Lichtmauer zu überwinden. Mit der ungeheuren Energie einer Materie-Antimaterie-Reaktion gelingt es ihm, den Raum um das Schiff so zu verändern ('Warp field'), dass die Lichtgeschwindigkeit wesentlich überschritten werden kann. Dadurch werden STAR TREK-Reisen durch die Galaxis überhaupt erst möglich. Dank 'Zefram Cochrane'.
Doch kein anderer STAR TREK-Charakter wird durch die ignorante Stümperhaftigkeit der Filmemacher - durch alle Generationen - derart hin- und her-zerrissen !
Wir begegnen ihm zum ersten Mal in Classic 31 (38), im fantastischen Alter von 237 Jahren: 2030 geboren, gerät er mit 87 Jahren in die wundersam verjüngende Welt von Gamma Canaris, und nun sitzt er dort seit 150 Jahren fest, als Kirk ihn 2267 findet... Allerdings erfahren wir auch, dass der berühmte Wissenschaftler von 'Alpha Centauri' kommt, also ohne Warp-Antrieb auf die Erde gelangt sein muss - mit 'Impuls' eine Reise von mehr als vier Jahren - Andererseits stellt Dr. McCoy fest, dass ihr Gastgeber zweifelsfrei ein Mensch ist...
Wie auch immer, als dieser Charakter im achten Kinofilm wiederbelebt wird, sind Wesen aus dem All noch unbekannt. Er wirkt mit seinen 33 Jahren überaus 'gereift', denn Darsteller James Cromwell ist bereits 56. Außerdem heißt er jetzt 'Cochran' und ist zweifellos ein Mensch von der Erde, und zudem noch ein ziemlich 'heruntergekommenes' Exemplar...
Natürlich lassen die STAR TREK-Kenner den Filmemachern diesen Pfusch nicht durchgehen... Paramount windet sich... und fabuliert schließlich, dass der Wissenschaftler einer fortwährenden Strahlenbelastung ausgesetzt war und deshalb, nur rein äußerlich dermaßen früh gealtert ist...
Als dann fünf Jahre später die "Enterprise NX−01" startet (in der Handlung sind 88 Jahre vergangen), ist klar, dass man sich auf eben diesen Zefram Cochrane beruft... und man schreibt ihn nun wieder mit 'e'. Doch dass er seit 34 Jahren (2117) verschollen ist, hat man wiederum vergessen: In Ent 98 wird berichtet, er sei noch dabei gewesen, als der 'Durchbruch beim Warp 5-Komplex' erreicht worden ist. Doch wie wir aus Ent 50 wissen, ringt sich die Menschheit noch 2143 um Warp 2...
Platz 6: Captain Janeway
Als 1994, nach dem Abschied der Picard-Crew, wieder ein neues Raumschiff in die 'unendlichen Weiten' starten soll, flammen alte Diskussionen neu auf, und nun heftiger als je zuvor: Nach jahrzehntelanger Zurückhaltung sei es mehr als überfällig, heißt es, den "Platz in der Mitte" endlich mit einer Frau zu besetzen. Doch die Fraktion der "Unmöglich"-Rufer ist noch immer stark. So stark, dass unter den ersten Bewerbern um die Rolle von Captain Janeway der "ewige Vorsprecher" Gary Graham ist (siehe Rang 14 dieser Hitliste).
Doch nach dem Erfolg von 'Kira Nerys' in "Deep Space Nine" ist der Lauf der Dinge nicht mehr aufzuhalten: Der neue Captain wird weiblich... mehr oder weniger... denn die kanadische Diva Geneviève Bujold ist zwar ein Weltstar, wirkt jedoch mit ihren 52 Jahren bereits reichlich 'matronig'...
Dann geschieht das unfassbare: Die Grand Dame, die gewohnt ist, Königinnen darzustellen, wirft am zweiten Drehtag den Job hin! Ihr ist es einfach zu stressig, Tag für Tag für eine Serie vor der Kamera zu stehen, und das auf Jahre hinaus, womöglich bis 60... Dem Team bleibt weiter nichts übrig, als eine von fünf(!) möglichen 'Zweitbesetzungen' zu holen. Diese 'zweite Wahl' fällt auf die bis dahin kaum bekannte Kate Mulgrew, die auf einer bescheidenen Provinzbühne tingelt. Und die 39−jährige ergreift die Chance ihres Lebens - zum Glück für STAR TREK ...
Von ihr erhält 'Captain Janeway' den endgültigen Vornamen: 'Kathryn'. (Während die Rolle beim Vorsprechen zunächst 'Elisabeth' heißt, agiert die französisch-stämmige Geneviève Bujold als 'Nicole Janeway'.)
Nach Quellenangaben war unter den vier weiteren Anwärterinnen auch die zu dieser Zeit erst 33−jährige Susan Gibney... Nun ja, 'James Kirk' war seinerzeit ähnlich jung... Wir kennen sie als Geordi's Hass-Flamme 'Leah Brahms' aus TNG 54 und TNG 90. (Zwei Jahre später erhält Susan Gibney doch noch ihre 'Kommando'-Rolle, in DS9 84).
Platz 7: Janice Rand
Sie ist die "Privatsekretärin" von Captain Kirk, die als gestandene Schönheit von 36 Jahren deutlich mehr zu bieten hat als nur eine hoch-aufgetürmte Superblond-Frisur. Zu Beginn der Serie spielt sie in den meisten Episoden eine tragende Rolle.
Doch als nach sieben Wochen "Miri" über den Sender geht, 'schrillen die Alarmglocken'. Die Eifersüchtelei der pubertierenden 'Miri' bringt es an den Tag: Bei den Zuschauern könnte der Eindruck entstehen, dass Janice Rand dem Captain auch menschlich etwas bedeutet. - Und DAS kann natürlich nicht sein !
Ein TV-Held ist stets ein 'einsamer Wolf', in dessen Arme sich die
Zuschauerinnen nach Belieben hineinträumen können...
Denn DAS macht Quote !
Also, weg mit der störenden Blondine, sei sie auch noch so fähig !
Da der Vertrag für die folgende Woche bereits steht, wird noch eine* Episode mit Grace Lee Whitney produziert, zwei weitere* liegen fertig in der Schublade. Doch danach ist es aus mit 'Janice Rand'!... Erst viele Jahre später, in den Kinofilmen, erinnert man sich, dass sie doch eigentlich zum STAR TREK-'Urgestein' gehört.
Doch dabei erfährt ihre Rolle erneut eine wundersame Wendung:
In der Classic-Serie ist Janice Rand gewöhnlicher 'Yeoman', besitzt also keine höhere Ausbildung. Bei ihrer Wiederkehr im ersten Kinofilm ist sie dann Transporterchief im Rang eines Unteroffiziers, das ist noch gut nachvollziehbar. Doch dann folgt ein steiler "Aufwärts-Knick": Zwei Filme später ist die inzwischen über 50-jährige plötzlich nicht nur Offzier, sondern gleich Commander. Welch unfassbare Karriere ...
Platz 8: MHN 1 - Der Doktor
Eigentlich ist ja wohl alles klar um die Person des holografischen Arztes: Schon vor Jahren wurde im Präzedenz-Fall von Mr. Data* entschieden, dass künstliche Lebensformen die vollen Persönlichkeitsrechte besitzen. Und erst wenige Monate vor dem Start der "Voyager" ist das ausdrücklich auf Hologramme erweitert worden*. Doch bereits in der siebten Episode* beklagt sich der Doktor über allgemeine Verachtung - und erhält zusätzliche Rechte. Dabei sind die schroffen, beinahe cholerischen Umgangsformen des Hologramms nicht ganz unschuldig an der 'Verstimmung' ...
Nun folgt ein jahrelanger, von Staffel zu Staffel gesteigerter Aufbau des Arztes zum vollwertigen und durchaus liebenswerten Charakter. In Ep. 49 (46)* erfahren wir, dass er die 'eigenartigen' Wesenszüge seinem Schöpfer 'Lewis Zimmerman' verdankt, nach dessen Vorbild er programmiert wurde ...
Dann plötzlich, nach vier Jahren, in Episode 106*, hört der Doktor auf, ein 'gutes Hologramm' zu sein, er mutiert zu einem eher 'schlechten Menschen'. Von nun an wird sein Charakter systematisch 'demontiert'. Mehr und mehr treten 'menschliche Schwächen' in den Vordergrund. Auch die besondereren physischen Eigenschaften des holografischen Körpers werden 'vergessen'. Sogar ein Kind(!) wird dem Hologramm angedichtet. In Episode 166* verkommt der Arzt schließlich zum verlogenen Sensations-Kolumnisten, und die verbrieften Rechte als Person gelten plötzlich nicht mehr! Als ob das nicht längst ausreichen würde für den völligen Zusammenbruch der Figur, wird in 170* noch einer draufgesetzt, und vom 'Doktor' bleibt nur noch eine hilflos vor sich hin taumelnde Computer-Störung übrig.
Ein fataler Abgang für diesen genialen Charakter!
Platz 9: Die Hansens
Es ist schon eine seltsame Geschichte um das Forscherpaar Magnus und Erin Hansen, die ihre kleine Tochter Annika mit in den Delta-Quadranten nehmen und sie dort als 'Seven of Nine' an die Borg verlieren. Das geschieht bei Sternzeit 32635, im Jahr 2354 (Voy 70*).
Doch gut acht Jahre zuvor, in TNG 42* haben wir gesehen, dass der durch 'Q' initiierte Erstkontakt mit den Borg erst im Jahr 2365 erfolgt. Und zu dieser Zeit ist diese Rasse von Maschinen-Monstern noch weit vom Föderationsraum entfernt, und auch sie fliegen nicht schneller als Warp 10 ... Aber irgendwie sind es doch auch die Borg gewesen, die bereits im Jahr zuvor sämtliche Außenposten entlang der Neutralen Zone zerstört und damit um Haaresbreite einen neuen Krieg zwischen der Föderation und dem romulanischen Imperium ausgelöst haben ...
Fest steht, dass im Jahr 2364 weder die Menschen noch die Romlulaner etwas von den Borg wissen. Wie also können die Hansens bereits 2354 nach ihnen geforscht haben ? Woher hatten sie ihre 'Biodämpfer', die es ihnen erlaubten, sich unentdeckt in Borg-Schiffen zu bewegen ? Wieso weiß Captain Picard zehn Jahre später nichts von dieser Technologie ? - Und wie war es ihnen überhaupt möglich, in den Delta-Quadranten zu gelangen ... und dabei eine Entfernung zu überwinden, an der die moderne "Voyager" zwanzig Jahre später zu scheitern droht ?? Um so mehr, da unklar bleibt, ob ihr winziges Forschungsschiff "Raven" (Voy 74*) überhaupt der Sternenflotte angehört hat !
In Voy 111 (109)* wird das alles erklärt... und damit die Zerwirrung schließlich auf die Spitze getrieben, indem man uns eine weitere, völlig neue Hansen-Story präsentiert, die mit keiner der früheren - an sich schon widersprüchlichen - Darstellungen übereinstimmt ...
Platz 10: Guinan
Von Anfang an hat man für die "Enterprise−D" statt der bisher wenig genutzten 'Offiziersmesse' eine großzügige, lockere 'Raumschiff-Bar' als Freizeit-Treffpunkt vorgesehen. Als dann klar ist, dass die neue Serie, allen Unkenrufen zum Trotz, tatsächlich funktioniert (also spätestens nach TNG 6) beginnt eine fieberhafte Diskussion um das Rollenprofil der geeigneten 'Bardame'. Während ein Teil des Stabes (mit Blick auf die weitere Vermarktung) ein auffallendes Sexsymbol favorisiert, möchte der 'alte Kern' um GENE RODDENBERRY, 23 Jahre nach dem 'Spitzohr'-Disput, nun endlich eine stark fremdartige, 'alienhafte' Gestalt in die Serie einbringen... die jedoch - zwangsläufig - als 'Anleihe' beim populären Fantasy-Epos "Star Wars" ("Krieg der Sterne") missverstanden worden wäre...
Doch dann kommt alles ganz anders...: Whoopi kommt!
Whoopi Goldberg, eben erst zum 'strahlenden Stern' in Amerikas Comedy-Elite aufgestiegen, gilt als 'Hollywood's erste Ulknudel'. Doch damit nicht genug: Sie hat auch in 'schweren Tönen' brilliert, u.a. in Steven Spielberg's "The Color Purple" ("Die Farbe Lila"). Whoopi ist zu dieser Zeit beim amerikanischen Publikum so populär wie kaum jemand anders. Und sie tut das, was niemandem sonst bei STAR TREK gelungen ist: Geht einfach auf den Stab zu und verkündet: "Jungs, ich möchte bei euch einsteigen!". Und wird mit offenen Armen empfangen. Damit endet der 'Bardamen-Streit': Die Rolle der 'Guinan' wird Whoopi Goldberg 'auf den Leib' geschrieben. Wir erleben den äußerst seltenen Fall, dass nicht der Darsteller auf die Rolle, sondern vielmehr die Rolle auf die Darstellerin zukommt.
Platz 11: Hoshi Sato
Laut Akte der Sternenflotte ist sie die mit Abstand beste Linguistin auf diesem Planeten. Doch sie ist weder im Flottenkommando noch in sonst irgend einer Alien-Behörde beschäftigt, nein, sie sitzt mitten im brasilianischen Dschungel und lehrt ein interessiertes Publikum die vulkanische Sprache. Als Captain Archer sie dort heraus holt, für eine Mission zu einem fremden Volk mit noch unbekannter Sprache, folgt sie nur zögernd ... und wird dann gleich zum Offizier ernannt ...
Wer ist diese Frau? 3½ "Enterprise"-Jahre lang bleibt das unbeantwortet.
Zwar sehen wir spätestens beim Erschaffen des 'Universalübersetzers', dass ihre Fähigkeiten selbst die der legendären 'Uhura' ganz wesentlich übersteigen, doch für die Drehbuchautoren ist sie stets das 'Mädchen für alles', ein Charakter ohne wirksames Rollenprofil, der frei nach Wunsch in die Handlung eingebaut werden kann. Dem aufmerksamen Zuschauer fällt allenfalls auf, dass Hoshi's Oberweite enormen Schwankungen unterworfen ist, je nachdem, ob in der Story eben mal ein "Kindchen" gebraucht wird, oder ein "Sex−Symbol".
Dann plötzlich, kurz vor Serienschluss, in Ent 87, erfahren wir etwas aus ihrem "Vorleben": Dass sie einst Kadett der Sternenflotte war und diese Laufbahn dann unehrenhaft abbrach ... und dass sie eigentlich nur deshalb "Bewährung" hat, weil sie für Archer's erste Mission unentbehrlich ist ... Diese plötzliche Wendung auf die 'Ro Laren'-'Tom Paris'-Schiene ist nicht nur grotesk sondern schon fast chaotisch, um so mehr da Ensign Sato dem Image eines 'Quertreibers' während der kompletten Serie niemals gerecht wird!
Platz 12: Christopher Pike
Es ist sehr fragwürdig, wenn James T. Kirk (ach nein, zu dieser Zeit hieß er ja wohl noch 'James R. Kirk') in Classic 16 (11) erklärt, dass sein Vorgänger auf der "Enterprise" im gleichen Alter sei wie Kirk selbst... Denn das würde bedeuten, dass Christopher Pike unmittelbar nach der Akademie das Kommando über die "Enterprise" erhalten hat.
Pike's Darsteller Jeffrey Hunter ist zum Zeitpunkt der "Talos IV"-Mission 38 Jahre alt. Seitdem sind 13 Jahre vergangen; und James Kirk zählt jetzt erst 33 Jahre (Darsteller William Shather immerhin schon 35)... Wie auch immer, es ist klar, dass Christopher Pike wenigsten 15 Jahre älter ist als James Kirk...
Bei seiner Einordnung in den elften Kinofilm (2009) ist das schließlich richtiggestellt worden: Dort sehen wir einen Pike, der einer älteren Offiziersgeneration angehört, er ist bereits Captain, bevor(!) Kirk das Studium an der Akademie aufnimmt.
Ein weiteres groteskes Detail: Für die neu zu drehenden Szenen der Rahmenhandlung von "The Menagerie" steht Jeffrey Hunter nicht mehr zur Verfügung, die Rolle des Captain muss also neu besetzt werden. Das zwingt Drehbuch-Autor GENE RODDENBERRY zu einem bemerkenswerten Trick: Er dichtet Pike einen schweren Unfall an, so dass dessen Gesicht von Narben völlig entstellt ist. Offenbar hat die plastische Chirurgie des 23. Jahrhunderts schwer versagt, so etwas hätte man damals, 1966, bereits besser gekonnt! In ST 11 und ST 12 sieht der schwer verwundete Pike deutlich besser aus... und statt wegen seiner Invalidität ausgemustert zu werden, geht er in den 'Innendienst" - als Admiral.
Platz 13: Professor Stephen Hawking
Die Darstellung von Professor Hawking in TNG 152 ist ein ganz spezielles Bonmot in der Geschichte der Serie. Doch: Wie konnte das schwer gelähmte Physik-Genie aus England vor die STAR TREK-Kamera gelangen?
Der Professor reist 1992 -seiner Behinderung zum Trotz- als Tourist nach Amerika. Beim Besuch der Paramount-Studios in Hollywood interessiert er sich besonders für das STAR TREK-Set. Angesichts der Warpkern-Kulisse soll er -mehr zu sich selbst- gesagt haben "Ich arbeite daran...". Danach sucht er die Brücken-Kulisse auf und bittet darum, kurz in den Sessel des Captain's gesetzt zu werden... Wenige Tage später trifft bei Paramount Post ein: Professor Hawking bittet darum, in eine Episode einbezogen zu werden... Und Paramount trifft die unerhörte Entscheidung: Der prominente 'Amateur' - ein Mensch, völlig jenseits des Showgeschäfts - darf mitspielen...
Es ist klar, dass der Professor mit seinem stark auffallenden Äußeren niemand anderen als sich selbst würde darstellen können. Die Lösung, ihn auf dem Holodeck zusammen mit anderen berühmten Wissenschaftlern zu zeigen, ist einfach, aber effektiv: Wir sehen Stephen Hawking als Hologramm seiner selbst, zusammen mit Darstellungen von Albert Einstein und Sir Isaac Newton. In der Pokerrunde mit Mister Data gibt es zunächst einiges Wortgeplänkel über umstrittene historische Details. Doch als dann endlich die Karten auf den Tisch kommen, ist es selbstverständlich Stephen Hawking, der sich gegen seine etwas blasierten 'geistigen Väter' durchsetzt...
Platz 14: 'Spitzohr' Soval
Der vulkanische Botschafter auf der Erde der 2150er Jahre, ein konservativer, argwöhnischer, jedoch aufrichtiger und verlässlicher Mann, ist nicht unbedingt als 'groteske Figur' zu betrachten. Um so grotesker und bemerkenswerter ist der jahrelange Casting-Marathon von Darsteller Gary Graham:
Nachdem er mit seinen Hauptrollen in "Robot Jox" (Filmgesellschaft geht 1988 während des Drehs pleite) und in der Mini-TV-Serie "Alien Nation" ("Spacecop L.A.", 1989-90) reichlich 'Science Fiction-Luft geschnuppert' hat, zieht es Gary Graham unwiderstehlich an die Spitze des Genre - zu STAR TREK. Mit dem Selbstbewusstsein des SciFi-erfahrenen Helden spricht er zunächst für die Rolle des 'Commander Sisko', dann sogar als 'Captain Janeway' vor... vergeblich. Weshalb er 1994 - notgedrungen - eine zweitklassige Rolle im (eher drittklassigen) SciFi-Action-Spektakel "M.A.N.T.I.S." annimmt.
Zusätzlich bekommt er eine kleine STAR TREK-Gastrolle als 'Bösewicht' in Voy 26 ... und die gestaltet Gary Graham derart überzeugend, dass er beim Start der fünften STAR TREK-Serie "Enterprise" sofort in der engeren Auswahl steht. Der inzwischen 51−jährige ergattert ... zwar keine Hauptrolle ... doch immerhin einen permanenten Charakter, der an 13 der 98 Episoden beteiligt ist und in bleibender Erinnerung bleibt: Den vulkanischen Botschafter 'Pointy' ('Spitzohr') Soval
Platz 15: Jean-Luc Picard
Der fähige, reife und dennoch agile Captain der "Enterprise−D" ist eigentlich weit davon entfernt, eine 'groteske Figur' zu sein. Und doch: Die wechselnden Vorstellungen um sein Alter bringen ihm einen Platz in dieser 'Hitliste' ein:
Im Anfang steht RODDENBERRY's Festlegung, der "Enterprise der nächsten Generation" einen reiferen, weisen Captain von etwa 50 Jahren zu geben. Folgerichtig wird die Rolle mit dem zu dieser Zeit 47−jährigen Shakespeare-Experten Patrick Stewart besetzt; eine hervorragende Wahl...
Doch nach reichlich vier Jahren (TNG 114) zeigt man uns, dass der Captain, all seiner Fitness zum Trotz, schon wesentlich älter ist; er ist exakt elf(!) Jahre älter als sein Darsteller, zählt also inzwischen 61 Jahre.
Weitere zehn Jahre später, im zehnten Kinofilm, haben die Autoren diese seltsame "Wendung" wieder völlig 'vergessen': Nicht nur dass der 72(!)−jährige Captain sich gebärdet wie "James Bond", er philsosophiert auch mit Berverly Crusher über die seine Zeit an der Akademie... wobei er damals wohl ihr Babysitter gewesen sein muss... denn der junge Jean-Luc war 19 Jahre alt, als Beverly geboren wurde...
Ende der Hitliste grotesker Biografien


Michael Dorn seit dem 10. März vermisst !

Mit dieser Meldung schocken die Medien in Deutschland am 22. März 2012 die STAR TREK-Liebhaber des gesamten Kontinents. Doch wer sich die Zeit nimmt, zu Ende zu lesen, erfährt bald, dass es sich dabei nicht um den gefragtesten aller STAR TREK-Mimen handelt. Denn es geht nicht um den 59−jährigen Riesen aus Texas, der fast 300 Mal den unerschütterlichen Kult-Klingonen 'Worf' dargestellt hat.
Es handelt sich vielmehr um einen sechzehn Jahre jüngeren 'Nobody' aus Berlin (bisher elf Klein- und Nebenrollen in zweitrangigen deutschen TV-Produktionen), der -sicher nicht ganz zufällig- den selben Namenszug trägt wie der internationale Superstar (wenn auch in Deutschland ganz anders ausgesprochen...)
STZ bedauert die persönliche Tragödie des unbekannten Mimen... und stellt erleichtert heraus, dass TREK Star Michael 'Worf' Dorn davon nicht betroffen ist.
Nachdem er für J.J.Abram's zweiten STAR-TREK-Film wiederum eine Absage erhalten hat, kehrt
William Shatner
an den Broadway zurück.
Unter dem Titel "Shatner's World: We Just Live in It" gibt er dort eine Ein-Mann-Show, die als 'Reise durch Shatner's Leben und Karriere' angelegt ist, und der Altstar spielt natürlich - sich selbst. Die Show startet am 14. Februar 2012 im "Music Box Theatre" und soll zunächst bis zum 4. März laufen. Danach ist eine 15−wöchige Tour durch die USA geplant.
William Shatner wird am 22. März 81 Jahre alt, sein letzter Broadway-Auftritt, im Stück "A Shot in the Dark", liegt mehr als fünfzig(!) Jahre zurück; fünf Jahre vor seinem Start als 'Captain Kirk'.


Was auf dem Weg nach Cardassia wirklich geschehen wäre...
In DS9 68 "Explorers" ("Die Erforscher") ...
... wird unterstellt, dass die 'Alt-Bajoraner' in 'prähistorischer Zeit' eine Art "Weltraumfloß" für interstellare Reisen benutzt haben. Damit mussten sie, genau wie Ben und Jake Sisko mit ihrem Nachbau, von einem Punkt weit außerhalb des Sonnensystems starten. Sonst hätte das Fluggerät Bajor nicht verlassen, sondern wäre unter dem Einfluss der Schwerkraft in die bajoranische Sonne gestürzt(!). Das wiederum setzt voraus, dass auf Bajor schon vor Jahrhunderten(!) eine stabile interplanetare Raumfahrt entwickelt wurde, die weit über das hinaus geht, was die reale Menschheit bisher vollbracht hat(!), dass die 'Alt-Bajoraner' umfassende Kenntnisse über Antriebssysteme und Computersteuerungen hatten. (Auch Zefram Cochrane muss eine herkömmliche Träger-Rakete bemühen, um mit seinem ersten Warp-Schiff von der Erde loszukommen, vergleiche ST 8.)
Doch selbst wenn man das alles als "denkbar" betrachtet, so hätte die Reise mit dieser 'Spinne' in den sicheren Tod geführt, denn sie hätte weder landen noch in einen Orbit eintreten können(!). Wären die "Explorers" nicht von Gul Dukat abgefangen worden, so hätten sie nur die Wahl gehabt, entweder in der Atmosphäre von 'Cardassia Prime' zu verglühen oder in die cardassianische Sonne zu stürzen. Den 'prähistorischen Raumfahrern' von Bajor wäre es nicht anders ergangen.
Doch bis dahin wären weder sie noch die Siskos gekommen, denn unter keinen Umständen hätte solch ein altertümliches 'Weltraum-Floß' einen Warp-Sprung überstanden: Nach allem, was wir über Warp-Felder wissen, hätte es in dem Augenblick, in dem es (durch zufällige äußere Einflüsse) auf Warp beschleunigt wird, die strukturelle Integrität verloren, sprich, es hätte sich, samt Insassen schlicht aufgelöst(!).
Bei aller Bewunderung für die realen Leistungen des großen "Explorers" Thor Heyerdahl... das hier... ist völlig 'daneben' !


Die biologische Uhr eines Kriegers
Wir wissen, dass es im STAR TREK-Universum einige sehr langlebige Spezies gibt. Der Vulkanier 'Spock' zum Beispiel ist im elften Kinofilm fast 160 Jahre alt; sein Vater 'Sarek' ist mit 203 gestorben. Und 'Tuvok' von der "Voyager" steht mit 110 Jahren im besten Mannesalter.
Auch die Menschen werden in Zukunft älter: Als uns Dr. "Pille" McCoy zum letzten Mal begegnet (TNG 1), ist er stattliche 137 Jahre alt...
Doch das ist natürlich alles nichts gegen 'Guinan', die ... genaues weiß man nicht ... allermindestens 400 Jahre alt ist (TNG 126).

Aber wie ist das bei den Klingonen?

Es ist bekannt, dass 'Kor', 'Kang', 'Koloth' und auch 'Darvin' weit über hundert Jahre alt sind, als sie auf "Deep Space Nine" erscheinen. Doch die ZEITUNG hat recherchiert, dass auch in der Jugend eines Kriegers so manches anders läuft als erwartet:
Bei 'Worf' ist das alles noch ein wenig unklar. Einerseits gibt Paramount offiziell an, dass der 'Lieutenant junior grade' bereits 24 Jahre alt ist, als er 2364 auf die "Enterprise-D" kommt, doch die Schlacht von Narendra III (TNG 63) liegt zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal 20 Jahre zurück, und der Khitomer-Zwischenfall (erstmals in TNG 20), bei dem Worf als Kleinkind seine Eltern verloren hat, ist auf jeden Fall danach geschehen. Außerdem erhielt er seine Initiation erst vor reichlich acht Jahren (TNG 40) ... Das alles spricht dafür, dass Worf bei Serienstart deutlich jünger als 24 ist.
Und richtig: Als Worf sechs Jahre später Geburtstag hat (TNG 163), prangen auf seiner Torte nicht mehr als 20(!) Kerzen ...

Recht klar können wir das unerhört schnelle Heranwachsen eines Klingonenkindes bei Worf's Sohn 'Alexander' beobachten:
  • Als wir ihn in TNG 81 zum ersten Mal sehen, liegt seine Zeugung 14 Monate zurück, in Gestalt und Auftreten entspricht er jedoch einem etwa sechsjährigen Menschenkind. Da klingonische Schwangerschaften 30 Wochen dauern (Voy 158), ist er hier nun etwa ein halbes Jahr (!) alt.
  • Wenig später kommt er in das Alter des 'Aufsteigens', in dem die klingonische Initiation erfolgt. Zur dieser Zeit entspricht seine Entwicklung einem menschlichen Jungen von 12...14 Jahren. Doch Alexander ist in TNG 173 gerade mal vier!
  • Einige Jahre danach kommt er nach "Deep Space Nine", um unter General Martok in die Schlacht zu ziehen (DS9 126 (127)). Er ist nun erwachsen. Und noch nicht ganz acht Jahre alt!

  • Nun erkennen wir deutlich den Verlauf einer klingonischen Jugend.
    Sie ist kurz und hart:
    • Mit spätestens einem Jahr: Einschulung
    • Mit vier bis fünf Jahren: Initiation
    • Mit sieben bis acht Jahren: Kampfeinsatz als vollwertiger Krieger
    Hättet ihr nicht gedacht, oder?


    Ritterschlag für Patrick Stewart
    Der englische Charaktermime Patrick Stewart feierte bereits vor Jahrzehnten riesige Erfolge als "Bald Hamlet" ("Kahler Hamlet") auf den englischen Shakespeare-Bühnen. In der Rolle des weisen, charakterfesten "Captain Jean-Luc Picard von der U.S.S. 'Enterprise'" schreibt er ab 1987 internationale Fernsehgeschichte und wird zum Weltstar. Sein Heimatland ehrt ihn bereits 2001 mit dem Titel "Officer of the Order of the British Empire" und stellt ihn damit in eine Reihe mit hervorragenden Weltkriegs-Helden - und den jungen Beatles.
    Am 2. Juni 2010 empfängt Patrick Stewart im Buckingham Palace von Königin Elisabeth II. dann den Ritterschlag für seine "Verdienste um die Schauspielkunst".
    Sir Patrick bezeichnet diese Ehrung als "das Großartigste, was ihm in seiner Berufslaufbahn je zugestoßen ist".


    Fehlerhafte Fehlübersetzung von Janeway's letztem Befehl
    in Voyager-Episode 84 "Prey" ("Beute")
    Lange Zeit ist auch die STAR TREK ZEITUNG einem bösen Fehler aufgesessen, der in deutschsprachigen Quellen die Runde macht:

    Am Ende der Episode "Prey" wird Seven Of Nine von Captain Janeway für eine Reihe von Verfehlungen zurechtgewiesen. Als Konsequenz verhängt Janeway eine umfassende Zugangsbeschränkung, die Seven Of Nine in ihrer Arbeit stark behindern würde. Seven Of Nine hält dem Captain vor, dass sie selbst es war, die sie zu individuellem Handeln ermutigt hat und dass sie diesen neuen Wesenszug nun zu fürchten scheint. Das gibt Captain Janeway zu denken, und sie nimmt die Zugangsbeschränkung zurück. In der deutschen Version sagt sie "Befehl aufgehoben!"
    Nun haben Experten*, die die englische Sprache zu kennen glauben, festgestellt, dass Janeway im Original-Dialog etwas ganz anderes zu sagen scheint, nämlich: "As you were!" Tatsächlich sieht es so aus, als würde der Captain damit lediglich darauf hinweisen, dass Seven Of Nine selbst anfangs eben so verunsichert war und ihre Rückverwandlung in einen Menschen fürchtete. In diesem Sinn liegt auch die Übersetzung in den deutschen DVD-Untertiteln, sie lautet "So wie Sie es waren".
    Doch der ZEITUNG ist aufgefallen, dass die Wendung "As you were!" von mehreren STAR TREK-Kommandeuren in völlig anderen Zusammenhängen benutzt wird. Eine genaue Recherche in einigen besseren Wörterbüchern hat ergeben, dass dieser Begriff ein Idiom ist, eine feststehende Wendung mit eigenem Sinn. Es handelt sich um das militärische Kommando "Befehl zurück!"
    Hört auch in den Original-Dialog: Der Tonfall von Captain Janeway weist klar darauf hin, dass sie Seven's Einwände versteht und - zähneknirschend - die allzu hemmende Zugangsbeschränkung wieder aufhebt ...


    Spock's und Jadzia's Hochrechnung
    über die Vermehrung der Tribbles
    In der DS9-Revival-Episode "Immer diese Last mit den Tribbles" fällt auf, dass das ZDF Spock's Hochrechnung stark abweichend synchronisiert hatte. Denn die deutsche Stimme von Jadzia gibt die Formel originalgetreu wieder, völlig anders als Spock. Doch auch sie kommt auf eine Tribble-Anzahl von "1.771.551", im Original-Dialog ist das Ergebnis um zehn größer.
    Und: Beide Formeln sind falsch:
    Im Original (und auch bei der 'deutschen' Jadzia) heißt es, dass jeder Tribble alle zwölf Stunden zwölf Junge wirft. Doch das ergäbe nach drei Tagen eine Tribble-Schwemme von 4.826.809.
    Dagegen spricht in Classic 42 (44) die deutsche Stimme von Spock von zehn Nachkommen pro Tag. Damit hätten wir nach drei Tagen die überschaubare Anzahl von 1331 Tribbles.
    Die (in der Original-Version) angegebene Anzahl von 1.771.561 Tribbles nach drei Tagen ergibt sich exakt dann, wenn jeder Tribble alle zwölf Stunden zehn Nachkommen hat.
    Die fiktive "Wahrheit" liegt also, wie so oft, irgendwo 'dazwischen'...
    Offenbar hatte Drehbuchautor David Gerrold seinerzeit die Sache exakt durchgerechnet, doch Leonard Nimoy wich bei der Produktion von seinem Text ab. Das Synchron-Team des ZDF wiederum hatte das wohl bemerkt, konnte aber auch keine ordentliche Korrektur durchsetzen.