1964 hat er einen Traum - 30 Jahre später träumt ihn die Welt

EUGENE WESLEY RODDENBERRY und der Traum vom STAR TREK
Es beginnt 1965 mit einem Fiasko: Der Pilotfilm "The Cage" wird von den Fernseh-Gewaltigen abgewiesen. Offenbar haben sie das Anliegen von GENE RODDENBERRY's Zukunftsvision gründlich missverstanden und eine Art 'Weltraum-Western' erwartet, in dem sich die Akteure mit bloßen Fäusten von Planet zu Planet durchkämpfen, um schließlich, irgendwo weit draußen, eine neue Heimat zu finden. Der Film verschwindet im Archiv, erst zwanzig Jahre später wird er wiederentdeckt, für die Fans restauriert und kommt Weihnachten 1988 zur TV-Premiere. Er wird in den meisten Veröffentlichungen als Episode 1 der Classic-Serie geführt. Erst im zweiten Anlauf gelingt der Sprung in den Sender und die Produktion der Serie kann beginnen. Die von der NBC genehmigte Muster-Episode "Where No Man Has Gone Before" wird wenig später an dritter Stelle in die Serie eingefügt.
Bemerkenswert ist, dass in der Classic-Serie nahezu alle verwendeten Musikstücke speziell für STAR TREK komponiert wurden. (Die wenigen Ausnahmen in der ersten Staffel sind bei den jeweiligen Episoden angeführt.) Grund sind die damals noch sehr strengen Regeln des Urheberrechts und die daraus resultierenden Kosten für Lizenzgebühren.

Hauptcharaktere bei Serienstart

Captain
James Kirk
Kommandierender Offizier
der "U.S.S. Enterprise"
William Shatner (*1931)
Commander
Spock
Vorname unbekannt,
Erster und
Wissenschaftsoffizier
Leonard Nimoy (1931-2015)
Lieutenant Commander
Leonard McCoy M.D.
Schiffsarzt
DeForest Kelley (1920−1999)
Lieutenant Commander
Montgomery Scott
Chefingenieur
James Doohan (1920−2005)
Lieutenant
Nyota Uhura
Kommunikations-Offizier
Nichelle Nichols (*1932)
Lieutenant
Hikaru Sulu
Steuermann
George Takei (*1937)
Yeoman
Janice Rand
'Privatsekretärin' des Captain
Grace Lee Whitney (1930-2015)
Das ZDF sendet zwischen 1972 und 1974 in einer bunten Auswahl die Hälfte der Episoden. Man hat nichts von Amerika gelernt: Die Serie läuft zeitgleich mit der populären ARD-Sendung "Sportschau"! Und die Episoden sind durchweg gekürzt und haben verfälschende Synchrontexte. Die ZDF-Fassungen sind unschwer daran erkennbar, dass der Warp-Antrieb dort als 'Sol-Antrieb' bezeichnet wird.
Der Rest (mit Ausnahme der -völlig zu unrecht- umstrittenen Episode 52 (50)) folgt ab 1987 auf SAT1, zunächst ebenfalls in bunter Mischung. "Verschnitte" sind nun die Ausnahme.
Bei der Restaurierung für die Veröffentlichung auf DVD sind die fehlenden Szenen in den deutschen Fassungen mit neuen Sprechern nachsynchronisiert worden. Bisweilen hat man auch längere Sequenzen, die das ZDF allzu heftig sinn−entstellt hatte, völlig neu synchronisiert. Diese erste Serie wird auch als "The Original Series" ("TOS") bezeichnet. Die ZEITUNG schließt sich dieser Sitte nicht an, denn hier werden ALLE STAR TREK-Editionen als 'Original' betrachtet, und deshalb bleibt es bei der bewährten Bezeichnung 'Classic'.