Krieg in STAR TREK

Was hätte RODDENBERRY dazu gesagt ?

Im Laufe der vierten Staffel sind die Zuschauer langsam aber sicher an die zunehmende Darstellung von Schlachten gewöhnt worden, immer wieder unterbrochen durch brillant-witzige 'Ablenker'. Nun, in der fünften Staffel, wird bereits in mehr als der Hälfte der Episoden 'Krieg gespielt'.
Doch diese Staffel enthält auch den ultimativen Höhepunkt der Serie: Anläßlich des dreißigsten STAR TREK-Jubiläums (knapp vier Wochen vor dem Staffelstart) sehen wir mit der Auferstehung der legendären 'Tribbles' die geniale Revival-Episode 103 (104). Vorausgegangen ist ein erster Revival-Versuch auf der "Voyager", der zwar pünklich erschien, jedoch bei weitem nicht den erwarteten Zuspruch gefunden hat: Voy 45 (44).
Die Hoffnung, mit Odo's Ausschluss aus seinem Volk einen neuen Spannungsbogen errichten zu können, erweist sich bald als trügerisch: Das Formwandeln ist unverzichtbarer Bestandteil des Odo-Charakters, so dass ein 'Solid'-Odo vom Publikum einfach nicht akzeptiert wird ...
Als Nana Visitor am späten Abend des 16. September ihren Sohn Django El Tahir El Siddig zur Welt bringt, sind schon fünf Episoden abgedreht. Sie hat beinahe bis zur letzten Stunde vor der Kamera gestanden und ist nach nur zwei Episoden wieder auf der Ops. Der junge Papa Siddig El Fadil hingegen leistet sich einen 'blauen' Drehtag, weil er die Nacht der Geburt bei Frau und Kind durchwacht und am Morgen völlig erschöpft am Set erscheint.
99. Apocalypse Rising
("Die Apokalypse zieht herauf")
Die Apokalypse droht   EB
ΘΘΘΘ *
Gleich in seiner ersten Episode als 'Solid' ('Nicht-Formwandler') bekommt Odo den Verlust seiner Fähigkeit schmerzlich zu spüren: Genau wie Sisko und O'Brien muss er sich am Gesicht operieren lassen, um als Klingone durchzugehen. Es ist beeindruckend, wie die drei (zusammen mit Worf) nach James-Bond-Manier in Gowron's Festung eindringen, um ihn zu überführen. Dass dann alles ganz anders kommt, ist jedoch beinahe absehbar. (Siehe auch 112.)
Die "Rio Grande" kehrt beschädigt zur Station zurück - es ist die gleiche Aufnahme wie bei der "Volga" in Ep. 97. Ihre Präsenz ist ohnehin fragwürdig, denn eigentlich ist sie in Ep. 67 zerstört worden.
Besonderes Bonmot: Kira ist auffallend heiter, als sie Dr. Bashir vorhält, er sei ja schuld daran, dass sie das ungeborene Baby mit sich herumtragen muss (in Ep. 97 musste er ihr das O'Brien-Baby einpflanzen, weil Keiko schwer verletzt wurde). Der Kenner weiß: Bashir-Darsteller Alexander Siddig ist der reale Vater von Nana Visitor's realem Baby...
Nach langer Zeit werden wir wieder einmal daran erinnert, dass unter den heldenhaften Klingonen-Kriegern durchaus auch Frauen sind.
Einsatz von Dukat, Damar, Gowron, Martok und Jake Sisko
100. The Ship
Das Schiff   EB
ΘΘΘΘ
Diese Episode lässt uns eintauchen in den unterschwelligen Horror einer festgefahrenen Kriegssituation, in der Menschenleben gegen Menschenleben, Blutstropfen gegen Blutstropfen verschachert wird um eines geringen militärischen Vorteils willen. Sisko muss sich als knallharter Führer beweisen und den Tod von fünf Unterstellten hinnehmen.
Dax bezeichnet die Aufzeichnungen des fremden Schiffes als 'randomised', daraus wurde in der deutschen Fasssung das Unwort 'randomisiert'. Es bedeutet die völlige Zerstörung von Daten durch wahlloses Überschreiben.
Beinahe acht Jahre nach ihrer Einführung in "The Next Generation" sehen wir wieder einmal einen Vertreter der blauhäutigen 'Benziten'; unter dieser Maske fällt kaum auf, dass 'Ensign Hoya' eine Frau ist, um so mehr, da sie im deutschen von einem Mann synchronisiert wird. Erst ab 133 darf Darstellerin Hilary Shepard ganz 'Frau sein'.
Kaitlin Hopkins (die stahlharte Vorta-Frau) verkörpert die Hauptrolle in Voy 142 (141).
Abschied für Ingenieur Muñiz, Darsteller F. J. Rio sehen wir auch in Voy 159 und Ent 48.
"Dienstfrei": Morn
101. Looking For Par'Mach In All The Wrong Places
("Man sucht nach par'Mach [klingonisch: Liebe]
stets am falschen Ort")
Gefährliche Liebschaften   EB
ΘΘΘΘ Λ
Eigentlich ist das eine komplette 'Seifenoper', doch der SciFi-Hintergrund überspitzt die Gegensätzlichkeit der Chartaktere in's brillant-groteske. Wir sehen Quark's klingonische Ex-Frau 'Grilka' aus Ep. 49 wieder, sie initiiert, über einige Umwege, Worf's längst fälliges Zusammentreffen mit Jadzia.
Die 'klingonische Oper' erinnert an die schwere Kost von Richard Wagner. Auch Quark's 'ferngesteuerter' Bat'leth-Kampf ist der altdeutschen Nibelungen-Sage entlehnt, er kommt in dieser Darstellung nicht sehr glaubwürdig herüber. Einmalig trägt Quark ein Ferengi-typisches Nackentuch, es verdeckt seine 'Fernsteuerung'.
Im zweiten Handlungsstrang erleben wir eine groteske Dreiecks-Verwirrung um O'Brien's ungeborenes Baby und erneut eine überaus 'zickige' Keiko. Zumindest in der deutschen Fassung ist das aber in der nächsten Episode wieder vergessen, dort tritt der Chief gegenüber Kira sehr distanziert auf; er spricht sie wieder mit 'Sie' an.
102. Nor The Battle To The Strong
("Und die Schlacht nicht für die Starken")
Die Schlacht um Ajilon Prime   EB
ΘΘΘΘ
Der sonst immer wieder recht spät-pubertäre Julian Bashir erscheint diesmal erstaunlich 'erwachsen', vor allem im Gegensatz zu Jake Sisko, dessen Neugier die beiden in die dunkelsten Schatten des Krieges zieht. Der Achtzehnjährige büßt seine Abenteuerlust und Sensationsgier mit einer harten Lektion und muss begreifen, dass die Freiheit der Entscheidung untrennbar mit den Konsequenzen dieser Entscheidung verbunden ist.
Charakter-Darsteller Danny Goldring darf als sterbender Soldat 'Burke' einmal sein eigenes Gesicht zeigen, in fünf weiteren STAR TREK-Rollen trägt er stets aufwändige Alien-Masken. Mit dem Namen der "U.S.S. Tecumseh" ehrt STAR TREK einen der bedeutendsten Indianerführer in der nordamerikanischen Geschichte.
Der Originaltitel ist Teil einer philosophischen Floskel von John Byam Shaw (1901): "The race is not to the swift, nor the battle to the strong, neither yet bread to the wise, nor yet riches to men..." ("Der Wettlauf ist nicht für die Flinken da und die Schlacht nicht für die Starken; noch immer gebührt den Weisen kein Brot und der Menschheit kein Reichtum...").
Hauptrolle für Jake Sisko, "dienstfrei": Morn
Super - Kult zum Dreißigsten
STAR TREK begeht Jubiläum mit unvergleichlicher Revival
103. Trials And Tribble-ations
("Untersuchungen und Über-Tribble-ungen", gesendet als 104.**)
Immer diese Last mit den Tribbles   EB
ΘΘΘΘΘ Λ
Aus gutem Grund ist Classic 42 (44) als Basis für diese Revival-Episode ausgewählt worden, die 'Tribbles' sind über all die Jahrzehnte das Populärste geblieben, was es im STAR TREK-Universum gibt. Bemerkenswert günstig ist, dass Darsteller Charlie Brill (*1934) die Rolle des Bösewichts 'Arne Darvin' nach 29 Jahren wieder aufnehmen kann (in der Handlung sind inzwischen über hundert Jahre vergangen). Damit gehört er zu den langlebigsten STAR TREK-Charakteren nach Spock, Hikaru Sulu und Janice Rand sowie dem Krieger 'Kor' (siehe 'STAR TREK - Eine Bilanz').
Das auffälligste Problem ist naturgemäß das völlig andere Äußere der Klingonen in der Classic-Serie, vor allem im direkten Gegensatz zu Worf. Es ist unmöglich, diese Frage hier nicht zu anzusprechen. Leider drückt man sich um eine Antwort, wir bekommen die Erklärung erst in Ent 92, fast neun Jahre später.
Für immer unbeantwortet bleibt die Frage, ob denn Julian Bashir nun tatsächlich sein eigener Urgroßvater wurde. (Aber wohl eher nicht, er dürfte kaum Zeit gefunden haben, Lt. Watley zu 'untersuchen'.)
Und: In der deutschen Version wächst die Verwirrung um Spock's falsche Hochrechnung über die Tribble-Vermehrung.
Das Einfügen der DS9-Charaktere in die alten Aufnahmen der Classic-Serie ist technisch gut gelöst. Es sind jedoch nur insgesamt zwölf Classic-Szenen tatsächlich verändert worden, eine davon entstammt nicht der ursprünglichen Tribble-Episode. Einige Szenen hat man völlig neu gedreht. Der brillante Effekt entsteht hauptsächlich durch virtuose Umschnitte zwischen originalen, veränderten und neu gedrehten Szenen.
Für diese Episode sind weitere Teile der Classic-Kulisse nachgebaut worden, die zusammen mit dem Teil aus TNG 130 später eingehen in die komplette Brücke der alten "Defiant" (NCC−1764) in Ent 94−95.
Die beiden finsteren Ermittler heißen sehr sinnig 'Dulmer' und 'Lucsly', ein kleiner Buchstabendreher macht daraus 'Mulder' und 'Scully', die beiden Hauptcharaktere der parallel laufenden Kultserie "The X−Files" ("Akte X"), an der beide Darsteller ebenfalls mitwirken. James W. Jansen ('Lucsly') ist auch in Ep. 14 zu sehen.
Für die hoch-schwangere Nana Visitor ist dies der letzte Auftritt mit Baby-Bauch, sie kann kaum noch sitzen. Da die Episode erst nach der folgenden gezeigt wird, fällt ihre zweiwöchige Abwesenheit kaum auf.

104. The Assignment
("Der Auftrag", gesendet als 103.)
Die Erpressung   EB
ΘΘΘΘΘ
Dass es doch immer wieder den Chief erwischen muss! Wir erleben einen erstklassigen Thriller, an dem von Anfang bis Ende alles stimmt. Rosalind Chao liefert ihre absolut beste STAR TREK-Vorstellung als 'besessene' Keiko. Auch der viel zu lange verkannte Rom hat eine weitere Glanzrolle, er erweist sich als hervorragender Ingenieur mit sehr wachem Verstand. Die Lösung, den 'Pah-Geist' in Keiko mit dessen eigener Waffe direkt anzugreifen, ist von brillanter Logik.
Odo kommt auf die richtige Spur. Und wird sauber k.o.-geschlagen, das wäre ihm als Formwandler nicht passiert. In Keiko's verführerisch-engem Kostüm fällt auf, dass Rosalind Chao einige Pfund zugelegt hat, was ihr sehr gut steht. Nana Visitor hat nun endlich ihren Baby-Urlaub angetreten.
Brillante Rollen für Keiko und Rom, Wiedersehen mit Molly und Jake
"Dienstfrei": Major Kira
105. Let He Who Is Without Sin ...
("Möge der, der ohne Sünde ist ...")
Reise nach Risa   EB
ΘΘ
Ein netter Bezug zu TNG 67, aber nicht viel mehr. Vor allem die etwas obszönen 'Horga'hns' erscheinen gleich scharenweise. Das Auftreten des selbsternannten Weltverbesserers verkommt zum Spott, denn schon der Titel bezieht klar Stellung gegen diese 'Essentialisten': Es ist ein Zitat aus dem Johannes-Evanglelium: "Möge der, der ohne Sünde ist, den ersten Stein auf sie werfen", spricht Jesus, und bewahrt damit eine verurteilte Ehebrecherin vor dem grauenhaften Steinigungstod.
Wir erfahren, dass Curzon Dax in den Armen seiner risaianischen Geliebten den Tod fand. Das widerspricht der Darstellung im Pilotfilm, wo gezeigt wird, wie der altersschwache Curzon auf dem Krankenbett friedlich entschläft, nachdem sein Symbiont in die neben ihm liegende Jadzia eingesetzt wurde.
Wesentliche Rolle für Leeta
"Dienstfrei": Kira, O'Brien
106. Things Past
("Vergangenes")
Die Schuld   EB
Θ
Die seltsam-phantastische Traumwelt in dieser Episode ist 'gewöhnungsbedürftig', die Handlung hätte nach mehr unterschwelligem Horror verlangt. Letztlich kommt nicht mehr dabei heraus, als das Bekenntnis, dass auch Odo seinen tiefdunklen Punkt in seiner Vergangenheit hat, wer hätte das gedacht ... Zum ersten (und einzigen) Mal sehen wir einen Cardassianer bluten, das Blut ist tief dunkelbraun.
Nana Visitor meldet sich mit einem Kurzauftritt zurück, und im Unterschied zu Kira ist sie nicht mehr schwanger, sie trägt bis zur ihrer 'TV-Entbindung' ein ausgestopftes Umstandskostüm.
Wesentliche Rollen für Garak und Dukat
"Dienstfrei": O'Brien, Morn
107. The Ascent
Der Aufstieg   EB
ΘΘΘΘΘ
In einer zwar einfachen, aber hervorragend in Szene gesetzten Story beobachten wir den gemeinsamen Überlebenskampf zweier 'Imtimfeinde'. Einmal mehr wird deutlich, dass die Einzelgänger Odo und Quark die einzigen sind, die den jeweils anderen wirklich kennen und verstehen. Aber niemals würden sie es zugeben! Das geht so weit, dass Quark enorm über sich hinauswächst, um den verletzten Lieblingsfeind mitzuschleppen, aber nur unter dem Vorwand, er wolle Odo später essen. Siehe auch Ep. 85. Der zweite Handlungsstrang um Jake und den zum dienstbesessenen Kadetten mutierten Nog verblasst daneben völlig.
Einsatz für Rom, Nog und Jake
"Dienstfrei": Morn

Nach dieser Episode folgen fünf Wochen Pause: Der Dezember gehört dem soeben angelaufenen achten Kinofilm.

108. Rapture ("Verzückung")
Heilige Visionen   EB
ΘΘΘΘΘ Λ
Diese Episode ist ein eindrucksvolles Bekenntnis zum Spirituellen, Religiösen. Dabei ist es gar nicht wichtig an was genau der Einzelne glaubt. In der Tradition von Lessings "Nathan" bringt es Worf auf den Punkt: Es ist der Glaube an den Glauben, der zählt. Mit der letztendlichen Heilung des Captain wird jedoch zugleich die Einschränkung definiert, dass Religion ihre Berechtigung verliert, wenn sie dem Menschen schadet. Es ist nicht glaubwürdig, dass Dax nach sieben Leben als Trill noch immer die blasierte Arroganz des Atheisten zur Schau stellt, gerade sie sollte es inzwischen besser wissen ...
Endlich bekommt Sisko seine Freundin Kasidy wieder, sie war sechs Monate in Haft wegen Schmuggels für den 'Maquis' (Ep. 94). Wir hören zum einzigen Mal das Kürzel 'C.O.' ('Commanding Officer'). Die Sternenflotten-Offiziere habe neue Uniformen, sie gleichen denen aus dem einen Monat zuvor veröffentlichten achten Kinofilm. In der deutschen Fassung gibt es wieder einmal einen Synchron-Fehler, diesmal im Text von Winn. Aber auch der Originaltext hat bereits einen Fehler: Jadzia spricht von der Aufnahme Bajor's in die 'Sternenflotte', gemeint ist natürlich die 'Föderation'. Man fragt sich, wo Premierminister Shakaar bleibt, bei einer derart wichtigen Sache wie dem Beitritt zur Förderaton sollte er doch wohl anwesend sein.
Wiedersehen mit Kasidy, Jake und Kai Winn
109. The Darkness And The Light
Dunkelheit und Licht   EB
ΘΘΘ
Kira wird mit einem durchgeknallten cardassianischen 'Rächer' konfrontiert. Da tritt in ihr wieder die todesverachtende Kämpferin hervor, sie schert sich nicht um die unmittelbar bevorstehende Niederkunft und nimmt die Jagd allein auf. (Zum Glück ist Nana Visitor nicht mehr wirklich schwanger...) Erst ein Mal haben wir jemanden im Transporterstrahl sterben sehen: Den Vulkanier 'Sonak' in ST 1. Diesmal nun konfrontiert man die Zuschauer mit dem Anblick einer halb-aufgelösten Transporterleiche. Wenn da Konkurrenz zu "The X−Files" ("Akte X") im Spiel war, so ist es ein Fehlgriff, denn das einzige, was diese Serien gemeinsam haben, ist das Ringen um die Zuschauerzahlen ...
Die Aussage, dass jeder einzelne Besatzer ein legitimes Ziel des Widerstands ist (unabhängig von seiner persönlichen Schuld) erschließt sich nur dem, der genau hinhört. Inzwischen hat Kira Nerys diese Vorstellung vom 'Tätervolk' überwunden. Vergleiche Ep. 19.
Wir sehen zwei Widerstandskämpfer aus Ep. 70 wieder. Randy Oglesby (der cardassianische Gegenspieler 'Prin') hat eine permanente Rolle als Waffenentwickler 'Degra' in der dritten "Enterprise"-Staffel.
Kleine, aber feine Rolle für Nog
"Dienstfrei": Morn
110. The Begotten ("Das Gezeugte")
Das Baby   EB
ΘΘΘΘ Λ
Ganze elf Episoden ist man bei einem 'Solid'-Odo geblieben, denn der Verlust der Formwandler­fähigkeit in Ep. 98 hat sich als dramaturgischer Fehlgriff erwiesen. Die Zuschauer werden aufs angenehmste schockiert, denn für sie kommt die Rückkehr des geschätzten Charakters genau so überraschend wie für Odo selbst.
In der logisch nicht ganz nachvollziehbaren Handlung (dazu wissen wir einfach zu wenig über die Formwandler) sehen wir Odo's Entdecker und 'Trainer' Mora wieder (vergleiche Ep. 32) und erhalten eine klare Absage an die abstruse Lehre der 'anti-autoritären Erziehung'.
Kira's 'TV-Entbindung' verblasst daneben, interessant ist ihr schmerzlicher Verlust der Elternschaft, er wird nicht das einzige bleiben, was sie mit Odo teilt ...
Das Baby 'Kirayoshi O'Brien' erscheint bis zum Serien-Ende in fünf weiteren Episoden, jedes Mal dargestellt von einem kleinen Mädchen namens Clara Bravo.
Dritter und letzter Auftritt für Premierminister und Kira's (Noch−)Liebhaber Shakaar, Wiedersehen mit Keiko O'Brien
"Dienstfrei": Dax, Morn
111. For The Uniform
Für die Uniform   EB
ΘΘΘ
Ähnlich wie Captain Kirk in Classic 47 (42) wandelt Sisko auf einem schmalen Grat zwischen Dienstpflicht und persönlicher Fehde, er geht eigentlich schon zu weit, indem er ein ziviles Ziel angreift. Und genau wie damals für Kirk ist letztlich auch für Sisko der Erfolg die einzige Rechtfertigung.
Ein besonderer 'Leckerbissen' ist die die Notkommunikation auf der "Defiant" durch weitergeleitete Zurufe, ganz so, wie es auf den alten Segelschiffen üblich war. Captain Sanders von der "Malinche" hat die selbe deutsche Stimme wie Commander Chakotay von der "Voyager". Das ist ungewöhnlich, da zu dieser Zeit beide Serien auch in Deutschland unmittelbar parallel laufen.
Böser Fehler gleich zu Beginn: Sisko lässt in der Maquis-Siedlung seinen Phaser zurück. Die deutsche Fassung enthält (kurz nach dem Haupttitel) einen sinnentstellenden Fehler im Synchrontext: Was nützt dem Captain ein Holo-Kommunikator, der erst in sechs Stunden online ist? Natürlich ist er seit sechs Stunden online ... Und (nur) den deutschen Synchrontextern fällt wieder einmal keine fassliche deutsche Entsprechung ein: 'Gyros' ist ein 'Kreisel-Stabilisator' auf der Basis des heute verbreiten Kreiselkompass'.
Wiedersehen mit Eddington, großer Einsatz für Kadett Nog
"Dienstfrei": Bashir, Quark, Morn

112.-113. In Purgatory's Shaddow - By Inferno's Light
("Im Schatten des Fegefeuers" - "Durch das Licht des Infernos")
Die Schatten der Hölle - Im Licht des Infernos
EB 112     ΘΘΘΘ Λ               EB 113     ΘΘΘΘΘ
Ein hoch-spannender Zweiteiler mit einem Feuerwerk brillanter Drehbuch-Ideen. Dass Martok im Gefangenlager der Jem'Hadar einsitzt, überrascht nicht, vergleiche Ep. 99, um so mehr die Anwesenheit von Dr. Bashir. Für die Zuschauer ist es 'nervenzerfetzend', mit anzusehen, wie der falsche Bashir auf der Station umgeht, und Sisko weiß nichts davon. Martok hat durch die Misshandlungen im Lager ein Auge verloren, nach harter Klingonen-Art wurde die Augenhöhle einfach zugenäht, dies wird sein 'Markenzeichen' für den Rest der Serie und eine besondere Herausforderung für Darsteller J.G. Hertzler (*1949). (In ST 6 sehen wir 'General Chang' mit einer am Schädel angenieteten Augenklappe.)
Nicht ganz logisch ist der Umstand, dass die Jem'Hadar überhaupt ein Gefangenenlager betreiben. Wenn sie die Gefangen als 'Sparring-Partner' halten, wieso lassen sie dann Garak, den todkranken Tain und weitere 'Nicht-Kämpfer' am Leben?
Bei ihrem ersten Zusammentreffen im Lager wird General Martok von Worf mit 'Leetok' angesprochen, erneut ein Lapsus der Synchron-Autoren, wenigstens Worf-Sprecher Raimund Krone hätte sich erinnern sollen...
Um so besser ist der Ausgang der Geschichte: Die befürchtete große Weltraumschlacht fällt aus, die Lösung ist überraschend und zugleich logisch. Unter den Schiffen, die zum Schutz der Station herbeigeeilt sind, befindet sich Picard's "Enterprise−E" (oder ein baugleiches Modell). Kira und Dax gehen ein hohes Risiko ein, als sie ihren Warp-Antrieb innerhalb des Sonnensystems einsetzen, vergleiche Ende des vierten Kinofilms.
Dukat's Tochter Tora Ziyal ist nun endgültig erwachsen geworden: Die dritte (und letzte) Darstellerin Melanie Smith (*1962) ist fast acht bzw. zwölf Jahre älter als ihre Vorgängerinnen, vergleiche 94.
Wir erfahren den Namen des O'Brien-Baby's: 'Kirayoshi'
Einsatz für Garak, Dukat, Ziyal und Martok; in 113 auch Gowron
"Dienstfrei" in 113: Odo; in beiden Teilen: Morn

114. Dr. Bashir, I Presume? ("Dokror Bashir, nehme ich an?")
Dr. Bashirs Geheimnis   EB
Θ
Eine Story voller Überraschungen, aber doch nur Mittelmaß. Da Rom von unsterblicher Liebe geplagt wird, erfahren wir etwas von seinem Vorleben und seinem Ruin durch Nog's Mutter. Quark meint, es sei eine 'Konstante des Universums': 'Females are Trouble! - Weibliche bedeuten Ärger!'.
Nachdem das ZDF bereits 1972 die 'Eugenischen Kriege' um hundert Jahre versetzt hatte (vergleiche deutsche Fassung von Classic 24 (22)), werden sie nun um ein weiteres Jahrhundert verschoben: Sie liegen jetzt zweihundert Jahre vor dem aktuellen Jahr 2373. Das führt später zu einer 'Kollision' mit der fünften Serie "Enterprise", von der zu diesem Zeitpunkt noch keiner etwas ahnt: Deren Handlung liegt definitiv nach den 'Eugenischen Kriegen', vergleiche Ent 81.
Robert Picardo, der 'Doktor' der "Voyager", erscheint in der Rolle von dessen Schöpfer 'Dr. Zimmerman'.
Bashir's Eltern erinnern an die (menschlichen) Pflegeeltern von Worf in TNG 78 (76). 'Bashir sen.'-Darsteller Brian George sehen wir wieder in Voy 149.
Die Lösung ist unglaubwürdig: Unter den 'heiligen' Rechtsprinzipien der Föderation kann es so etwas wie einen 'Deal' geben. Mit etwas gutem Willen kann man jedoch den Grundsatz herauslesen, dass niemand für das bestraft werden kann, was er ist. Völlig unsinnig ist die Darstellung, einen behinderten Menschen mit sieben(!) Jahren "in Form" zu bringen, indem man die komplette DNA-Struktur korrigiert, denn in diesem Alter ist der Körper, vor allem das Gehirn, praktisch 'fertig'. Vielmehr müßte man die Folgen der genetischen Mängel beheben.
Gastauftritt von 'Doktor' Robert Picardo, außerdem von Rom, Leeta und Jake

115. A Simple Investigation
("Eine simple Ermittlung" ["Eine Routine-Untersuchung"])
Der Datenkristall   EB
Θ
Die Geschichte ist etwas verworren und insgesamt nicht sehr glaubwürdig. Woher wohl nimmt Odo plötzlich die Fähigkeit zu menschlichem Sex? Hat er dazu Quarks einschlägige Holosuite-Programme studiert?
Den 'Idanianern' des 'Orion-Syndikats' begegnen wir in "Enterprise" noch öfter. Odo's Geliebte 'Arissa' ist Dey Young (*1955), sie hat auch Hauptrollen in TNG 113 und in Ent 25. Die beiden Killer des Syndikats kennen wir aus anderen 'Bösewicht'-Rollen: Der Hagere ist u.a. identisch mit 'Gul Lemec' in TNG 136−137; den rundlichen sehen wir z.B. als 'Heerführer' von 'Dr. Chaotica' in zwei "Voyager"-Episoden.





117. Ties Of Blood And Water
("Bande aus Blut und Wasser")
Die Überwindung   EB
ΘΘΘΘ
Die Story stellt einen Bezug her zu Ep 51. Erneut haben wir teil an Kira's schweren Weg der Aussöhnung. Im Gefolge von Erzfeind Dukat sehen wir mit Erstaunen Vorta Weyoun. Ist der nicht in 96 (95) getötet worden? Wir erfahren, dass nicht nur die Jem'Hadar-Krieger, sondern auch die Vorta nichts als Clone sind, dieser hier ist bereits der fünfte Abzug der Weyoun-Schablone. Er ist deutlich kindlicher als sein Vorgänger, neugierig, beinahe infantil.
Wiedersehen mit Dukat und Weyoun
"Dienstfrei": Morn



116. Business As Usual
("Geschäftbetrieb wie üblich")
Kriegsgeschäfte   EB
ΘΘΘΘ
In dieser Episode erringt Quark unzählige Sympathiepunkte, als er, der Not gehorchend, in finstere Waffengeschäfte gerät und seine brillant in Szene gesetzten Gewissensqualen schließlich in den ultimativen Befreiungsschlag münden. Steven Berkoff (*1937) überzeugt in der Rolle des gewissenlosen, gerissenen Waffenhändlers 'Hagath', er ist in best-bösester Erinnerung als besessen-mörderischer 'General Orlov' aus dem 1983er 007−Thriller "Octopussy", SciFi-Kenner erinnern sich auch an seine Rolle des 'Captain Minto' in der Serie "UFO" (1970). Er spricht hier mit der deutschen "Magnum"-Stimme von Norbert Langer*.
In der Nebenhandlung haben wir teil an den Qualen des jungen Vaters O'Brien, die eigentlich schon fast zu ernst sind für einen 'running gag'. Dass am Ende ausgerechnet der rauhe Worf als einziger in der Lage ist, das Baby zu beruhigen, ist beinahe vorhersehbar. Dafür werden wir entschädigt mit der köstlichen Szene, in der der Chief plötzlich einschläft.
Jake betitelt die abwesende Aushilfslehrerin Keiko O'Brien mit 'Professor'. Zum ersten Mal seit seiner Geburt vor gut drei Monaten sehen wir das O'Brien-Baby 'Kirayoshy'.
Kleine Rolle für Jake Sisko
118. Ferengi Love Songs
("Ferengi-Liebeslieder")
Liebe und Profit   EB
ΘΘΘΘΘ
Diesmal haben die Hauptcharaktere kaum mehr als Statistenrollen, doch der 'Verlust' wird mehr als ausgeglichen durch eine ganze Handvoll sehenswerter Gaststars. Höchst amüsante Story mit einer köstlichen Selbst-Parodie des Ferengi-Kapitalismus. Und: Rom schert weiter aus der pervers-strengen Linie seines Volkes aus, er trägt zu seiner Uniform jetzt bajoranischen Ohrenschmuck (der an einem Ferengi-Ohr ganz besonders wirkt!), will eine Bajoranerin heiraten und verschenkt schließlich sogar sein kleines Vermögen, weil es dem Glück im Wege steht. Max Grodénchik sagt später, er habe die allerbeste Rolle der gesamten Serie: Rom beginnt als 'Idiot' unter der Fuchtel seines geldgierigen Bruders, befreit sich und steigt schließlich bis zum Großnagus auf. Und er bekommt die "schärfste Braut" der gesamten Station ... Schade ist jedoch die Umbesetzung von Quark's Mutter 'Ishka'. (Vergleiche Ep. 69.) Die viel zu junge Cecily Adams (1958-2004) kann dem darstellerischen Anspruch ihrer Vorgängerin Andrea Martin nicht gerecht werden, um so mehr, da ihr TV−'Sohn' Armin Shimerman volle neun Jahre(!) älter ist. Doch die vermarktungstüchtige Mimin, nach echter 'Ferengi'-Manier, ergeift ihre Chance: Sie gibt nicht nur diese Rolle weitere drei Mal, sondern bildet auch nach Serien-Abschluss zusammen mit Max Grodénchik ('Rom'), Aron Eisenberg ('Nog') und Chase Masterson ('Leeta') die Komikertruppe "Ferengi Family Hour", mit der sie ab 2001 durch diverse STAR TREK Conventions tingelt.
Hauptrollen für Rom, Leeta, Ishka, Zek (mit Diener) und Brunt
119. Soldiers Of The Empire
("Soldaten des Imperiums")
Martoks Ehre   EB
ΘΘΘ
In das völlige Gegenteil führt uns diese Gechichte. Die Klingonen tun sich schwer, einem Kampf auszuweichen, nur weil es dem Missions-Ziel entgegensteht. Worf zeigt nicht nur eine gewaltige Portion Mut, sondern noch mehr Weisheit und Loyalität, als er bei dem fingierten Zweikampf sein Leben auf's Spiel setzt, um Martok's Kommando zu sichern. Die Klingonen lernen, dass auch die Rettung von 35 Kameraden ein Sieg ist, den es zu feiern lohnt.
Nach dem ursprünglichen Drehbuchentwurf sollte die Mission der "Rotarran" noch wesentlich weiter führen, möglicherweise in einem zweiten Teil. Die gestrichenen Teile sind mehr als minderwertig, dennoch fließen sie − leider − in Voy 123 ein.
Rick Worthy (der junge Klingone mit dem aggressiven Augenrollen) hat die Titelrolle in Voy 29, eine Gastrolle in Voy 120−121 sowie eine permanente Rolle in der dritten "Enterprise"-Staffel.
Hauptrolle für Martok, Nebenrolle für Nog
"Dienstfrei": Quark
Sinnlos im Weltraum
120. Children Of Time
Kinder der Zeit   EB
oo
Am Anfang meint man, dieses Drehbuch könnte aus der Classic-Serie stammen; so ein plötzliches, unerforschtes Phänomen ist selten geworden in STAR TREK. Doch mit der Diskussion um das (Über−) Lebensrecht der einen oder der anderen Gruppe wird ein unlösbarer Handlungsknoten erzeugt, der die Geschichte alsbald in's Kitschige abgleiten lässt.
Amüsant: Der Einsatz von Quark als Computer-generierter Rechenlehrer. Die 'Bürgermeisterin' Miranda O'Brien (Jennifer S. Parsons) ist identisch mit der Ocampa-Krankenschwester im "Voyager"-Pilotfilm. Ein dramaturgisches Bonmot ist die 'Ruhigstellung' von Odo, die Rene Auberjonois Gelegenheit gibt, als wesentlich fähigerer 'Odo der Zukunft' zu agieren. Doch dass ausgerechnet der hoch-integre Odo aus lauter Eigennutz seine Kameraden in den Tod schickt, ist krass unglaubwürdig.
Es ist praktisch unmöglich, dass innerhalb von 200 Jahren, also etwa sieben Generationen, eine Besatzung von nur 48 Personen 8000 Nachkommen hervorbringen kann. Denn dazu wären, selbst bei 100%iger 'Paarungsquote', über all die Generationen durchschnittlich etwa vier Kinder pro Paar notwendig, ganz abgesehen davon, dass bei einer so kleinen Zahl von Stamm-Eltern in den Folge-Generationen ein Anteil erbkranker Kinder entstanden wäre, die sich nicht weiter fortgepflanzt hätten. (Aus TNG 44 wissen wir, dass die Medizin der Föderation im 24. Jahrhundert noch keine Lösung für dieses Problem hat.)
Die junge Frau, die Ben Sisko ihr Baby reicht, hat verblüffende Ähnlichkeit mit seiner Freundin Kasidy Yates, doch der Einsatz von Penny Johnson ist nicht belegt und insofern eher unwahrscheinich.

121. Blaze Of Glory
Glanz des Ruhmes   EB
ΘΘΘ
So wird die zwiespältige Geschichte um den Verrat von Eddington nach Ep. 94 und 111 nun abgeschlossen. Und wie so oft im Leben ist der Ex−Offizier-Ex−Maquis Gewinner und Verlierer zugleich, und das selbe trifft (abgeschwächt) auch für Sisko zu, der nun gezwungen ist, sich mit dem Verräter auszusöhnen. Dagegen ist die Nebenhandlung, in der Nog sich 'Respekt' verschafft, zwar aus seiner (jugendlichen) Sicht verständlich, aber unrealistisch, weil völlig überzogen.
Hauptrolle für Eddington, außerdem dabei: Jake, Nog und General Martok
122. Empok Nor (Name einer Raumstation)
Empok Nor   EB
ΘΘ
Für Science Fiction ist das etwas wenig Science Fiction. Und für einen Horror-Schocker etwas wenig Horror und Schock. Für STAR TREK ist es eine hundertprozentige 'Red Shirt'-Story. Auch wenn niemand das klassische 'rote Hemd' trägt, so viele tote Nebencharaktere haben wir seit der Classic-Serie nicht mehr gesehen.
Die hoch-erotische deutsche Synchronstimme der schönen 'Miss Stolzoff' gehört Sharon Stone's Stammsprecherin Martina Treger, die auch die wild-ausgetickte 'Onatop' im "James Bond - Goldeneye" (1995) spricht.
Man fragt sich, wie oft noch die Leidensfähigkeit des Chief's auf die Probe gestellt wird. Durchaus glaubwürdig ist die Schluss-Szene, in der er Garak wissen lässt, dass er ihn unter diesen Umständen ohne weiteres getötet hätte. Garak versteht das gut, denn beide wissen, dass auch der 'Schneider', wer immer er in Wirklichkeit sein mag, zum gnadenlosen Killer wird, wenn es ihm nötig erscheint ...
O'Brien benutzt erneut einen 'Spulenspanner' (vergleiche Ent 73).
Hauptrollen für Garak und Nog, außerdem dabei: Rom
123. In The Cards
("...ist wahrscheinlich, [zu erwarten, absehbar]")
Die Karte   EB
ΘΘΘΘ
Die Sache mit der 'Unsterblichkeit' ist als von vornherein unsinnig dargestellt, was jedoch den etwas infantilen 'Vorta Weyoun' nicht hindert, es auszuprobieren. Doch ganz so leichtgläubig ist er auch wieder nicht, das sehen wir, als Jake ihm mit seiner angeblichen Geheimdienst-Mission maßlos 'die Taschen füllt'. Die Handlungsauflösung gerät höchst amüsant, denn sie kommt völlig überraschend, da wir den Grund für die gedrückte Stimmung nicht erfahren haben. (Nach der Eingangsszene musste der Zuschauer davon ausgehen, dass sich Dax auf einer hochgefährlichen Mission befindet.)
Der Darsteller des seltsamen 'Erfinders', Brian Markinson, hat in Voy 14 eine Doppelrolle als Mensch und Vidiianer. Wir sehen ihn auch in TNG 165.
Nebenrollen für Nog, Jake, Leeta, Winn und Weyoun
"Dienstfrei": Dax
124. Call To Arms ("Der Ruf zu den Waffen")
Zu den Waffen!   EB
ΘΘΘΘ Λ
Gleich zu Beginn gibt es einen brillanten Wortwitz, dessen Doppelsinn in der deutschen Fassung leider nicht umsetzbar ist: Rom sagt zum Captain −zu dessen Entsetzen− '... marry me'. Doch das bedeutet im englischen nicht nur 'Heirate mich', sondern auch 'Verheiraten Sie mich'. Als er dann ergänzt '... us', wird klar, dass er 'Verheiraten Sie uns' meint.
Doch nicht nur Leeta und Rom steuern den Ehehafen an, auch Dax und Worf verloben sich, und zwischen Kira und Odo beginnt es ebenfalls −endlich− zu 'knistern'. Und das alles vor dem Hintergrund bedrohlich heraufziehender Kampfhandlungen. Rom ist völlig verwirrt wegen der bevorstehenden Hochzeit, doch nebenbei, fast in Trance, löst er mit einem Geniestreich die technischen Probleme einer wirksamen Wurmlochblockade. Als brillanten Schluss findet Dukat auf der weitgehend zerstörten Station Sisko's Baseball: Er wird zurückkehren ...
Zum Staffelabschluss noch einmal ganz große Besetzung:
Nog, Jake, Rom, Leeta, Garak, Ziyal, Martok, Weyoun, Dukat und Damar.
Mit dem Ende dieser Staffel verabschiedet sich Robert Hewitt Wolfe, der langjährige Autor und Story Editor (Chef und Koordinator der Drehbuchautoren). Und Wolfe geht mit Stil: Er zieht eine Sternenflottenuniform an, lässt sich eine Verwundung in's Gesicht schminken und mischt sich unter die Statisten, die beim Evakuieren der Station in die Luftschleuse strömen.