Der Vorhang fällt
Die Classic-Besatzung verabschiedet sich - zunächst

STAR TREK V: The Final Frontier ("Die endgültige Grenze")
STAR TREK V - Am Rande des Universums
9. Juni 1989   FB
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Die Handlung wird wiederum nahtlos fortgesetzt, seit ST 2 sind etwa zwei Jahre vegangen. Bei diesem Film rechnen die Macher tatsächlich damit, dass es der letzte sein würde. Er ist voller philosophischer Unwägbarkeiten und insofern recht 'schwere Kost', bis hin zur Sterbehilfe von Dr. McCoy für seinen todkranken Vater. Auch aus theologischer Sicht ist er eine Gratwanderung, vor allem, da Kirk am Ende den deutschen Reformator Martin Luther zitiert, von dem in Zusammenhang mit den seinerzeit höchst umstrittenen Erkentnissen von Kopernikus die Aussage überliefert ist, er könne sich Gott nirgendwo anders feststellen als in uns Menschen. Sicher nicht zufällig trägt das Shuttle, mit dem die Helden landen, den Namen "Copernicus". (Das Shuttle, das sie am Anfang auf der Erde abholt, heißt "Galileo", nach Kopernikus' prominentesten Schüler. Diesen Namen hat auch ein Shuttle von "Deep Space Nine".)
Spock benutzt zum dritten Mal sein vulkanisches Saiteninstrument. (Classic 8 (2) und Classic 75)
Ein Höhepunkt des Films ist Uhura's 'Mondscheintanz' zur Ablenkung der Wachen. Dem aufmerksamen Zuschauer ist bereits in ST 4 nicht entgangen, dass die inzwischen 56−jährige Nichelle Nichols nicht mehr über die frühere körperliche Fitness verfügt. (Gegen Ende von ST4, beim Herausklettern aus dem 'Bird Of Prey', muss sie von ihren Kameraden mit vereinten Kräften durch die Luke gehievt werden.) Es bleibt unklar, ob die einst gefeierte Broadway-Showtänzerin diesen Tanz tatsächlich selbst dargeboten hat. Falls sie gedoubelt worden ist, wäre der nahtlose Schwenk von den Beinen nach oben eine tricktechnische Meisterleistung.
Obwohl die "Enterprise−A" äußerlich kaum größer ist als ihre Vorgängerin, gewinnen wir einen ähnlichen Eindruck von räumlicher Großzügigkeit, wie auf der "Enterprise−D" in "The Next Generation"; insbesondere hat dieses Schiff auch schon eine 'Beobachtungslaunch'. Außerdem muss es ungeheuer hoch sein, so dass es eigentlich als 'Turm' durch die Galaxis eilen müsste: Als die drei Haupthelden mit Spock's 'Raketen-Stiefeln' durch einen Schacht nach oben flüchten, überwinden sie Dutzende von Decks, beginnend mit 'Deck 10'. Schließlich passieren sie je zwei Mal(?) die Decks 52, 64 und 78 um dann oberhalb davon zum Halt zu kommen. Das passt ganz und gar nicht: Einerseits werden die Decks stets von oben nach unten gezählt, ganz oben liegt die Hauptbrücke, und das ist 'Deck 1'. Und: Selbst die vergleichweise riesige "Enterprise−D" hat kaum mehr als halb so viele Decks (vergleiche TNG 67)
Mit dem 'schäbig' wirkenden Föderationskonsul sehen wir zum ersten Mal einen Vertreter der ausgestorben geglaubten Spezies 'Raucher'. Darsteller David Warner spielt im sechsten Kinofilm den ermordeten Klingonen-Kanzler 'Gorkon'. Doch seine brillanteste Vorstellung liefert er als 'Gul Madred' in TNG 136−137. Charles Cooper, der 'törichte' alte Klingonen-Konsul 'Korrd', hat in TNG 65 und in TNG 81 brillante Auftritte als Klingonenfüher K'MPec.
Seinen beachtlichen kommerziellen Erfolg verdankt der Film nicht zuletzt auch der zwei Jahre zuvor gestarteten Nachfolgeserie "The Next Generation" ("Das nächste Jahrhundert"), die zu dieser Zeit derart umstritten ist, dass sie nicht nur die Fans, sondern auch die 'Anti-Fans' in die Kinos treibt (vergleiche TNG-Startseite und Staffel 5).